Schwach besetztes Distanzrennen: Piller-Cottrer setzt sich durch

Nadine Gärtner am 17.01.2009 - 20:28 Uhr
Pietro Piller Cottrer
Pietro Piller-Cottrer hat das Distanzrennen von Vancouver über insgesamt 30km souverän für sich entschieden. In der Doppelkonkurrenz verwies er Jean Marc Gaillard und Valerio Checchi hinter sich.

Piller-Cottrer nicht zu schlagen
Es war nicht gerade die Creme de la Creme, die zu den Distanzrennen nach Vancouver reiste. Nur fünf Starter der roten Gruppe der 30 Weltcupbesten trat zum Wettkampf über 2x15km in der Doppelverfolgung an. So wurde es ein taktisch geprägtes Rennen, das die Italiener von Anfang bis Ende dominierten. Zunächst machten einen Großteil des Rennens die Südtiroler Roland Clara und David Hofer das Tempo. Nach dem Skiwechsel zu den Skatingbrettern erhöhte Pietro Piller-Cottrer das Tempo und zog etwa 10km vor Schluss unaufhaltsam davon.

Gaillard gewinnt Sprint der Gruppe
In der Verfolgergruppe verzichteten die Italiener auf weitere Tempoverschärfung, um den Sieg des Teamkollegen nicht zu gefährden. Im Zielsprint setzte sich der Franzose Jean Marc Gaillard durch und wurde somit Zweiter vor Valerio Checchi und seinem Südtiroler Landsmann David Hofer aus Santa Christina in Gröden. Emmanuel Jonnier und der für Kanada startende Russe Ivan Babikov wurden zeitgleich als Fünfter gewertet.

Doch keine Weltcuppunkte: Fauxpas der deutschen Sprinter
Die Sprint-Spezialisten Josef Wenzl und Tom Brunner hatten mit dem Ausgang des Rennens erwartungsgemäß nichts zu tun. Sie waren in dem sehr kleinen Starterfeld mit 37 Startern in den Wettkampf gegangen, um vielleicht einzelne Weltcuppunkte mitzunehmen. Beide bestritten das für sie sehr lange Rennen gemeinsam, erst auf den letzten Kilometern trennten sie sich. Als 29. erreichte Josef Wenzl das Ziel - doch war es wirklich der Bayer? Schon beim Zieleinlauf kamen Zweifel auf, was sich später leider bestätigte: Josef Wenzl und Tom Brunner hatten in ihrem Doppelzimmer ihre aufeinander folgenden Startnummern-Leibchen vertauscht. Beide wurden im Nachhinein disqualifiziert.

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