Mini-DV schafft neue Möglichkeiten

2b-Sportredaktion am 11.08.2006 - 14:30 Uhr
Lange Zeit war das Filmen in hoher und höchster Qualität für den nicht überdurchschnittlich begüterten Videofan schlicht nicht möglich. Die Preise für das nötige Equipment, dass von kommerziellen Produktionsfirmen oder industriellen Anbietern genutzt wurde, waren schlicht nicht erschwinglich. Diese nahmen ihre Beiträge entweder auf 35 mm Film oder im Betacam-SP-Format auf, heute wird das digitale Nachfolgeformat Digital Betacam, DVCAM oder DVCPro benutzt. Wer immerhin knapp 10.000 Euro investieren konnte, kam in den Genuss einer guten S-VHS-Kamera mit zum Schnitt nötigen Hardware. Wirklich erschwinglich war dagegen nur das VHS-System, das sich aber zur Nachbearbeitung nicht eignete - der Qualitätsverlust beim Kopieren war zu hoch.

Vorteile der Digitalisierung
Mit der Einführung des Mini DV-Formats hat diese Einteilung ein Ende gefunden. Die Digitalisierung brachte enorme Vorteile mit sich. Zum einen sanken die Anschaffungskosten für die Technik. Vor allem aber sind die aufgenommenen Bilder von einer viel höheren Qualität. Auch für den Schnitt braucht man nicht mehr, als einen leistungsfähigen Computer samt Software. Damit sind auch die Platzanforderungen der Pionierzeit Geschichte. Die Mini-DV ist jedoch längst nicht mehr das einzige digitale Videoformat, mit dem der Endverbraucher konfrontiert wird. Über die Vor- und Nachteile von Digital 8, DVD oder Memory Cards (je nach Hersteller SD-Cards, Memory Sticks, CompactFlash oder SmartMedia) werden wir im zweiten Teil eingehen, wenn es um das Material gehen wird.


Rechtliche Lage beachten
Dieser technische Wandel ermöglicht nun die Erstellung hochwertiger Sportvideos auch für Hobbyfilmer oder Neulinge im Feld der digitalen Videografie. Dabei ist vorweg festzustellen, dass große Sportveranstaltungen in der Regel klare Regelungen für die Filmrechte haben. In den meisten Fällen werden diese exklusiv an eine Medieninstitution abgetreten, sodass diese und die Veranstalter kein Interesse daran haben, weitere Aufnahmen zuzulassen. Dagegen sind bei vielen Trendsportarten, die bislang nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen, die Ausrichter um jede Veröffentlichung froh. In jedem Fall ist es also ratsam, sich früh bei den jeweiligen Veranstaltern zu informieren, ob und in welchem Umfang eine Akkreditierung oder schlicht Filmaufnahmen möglich sind. Keine Probleme sollten Videofilmer bei Sport-Events bekommen, die auf unteren Wettkampfniveaus stattfinden. Mit den Besonderheiten des Filmens vor Ort beschäftigen wir uns im dritten Teil dieses Specials.
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