Perspektiven

2b-Sportredaktion am 11.08.2006 - 14:01 Uhr
Die normale Haltung einer Kamera ist die auf Augenhöhe des Filmenden. Viele Aufnahmen werden aus genau dieser Perspektive gemacht - jedoch sollte diese nicht die einzige bleiben. Bei einem mehrminütigen Sportclip wirkt eine Aneinanderreihung von Bildern aus gleicher Perspektive schlicht langweilig, ein Wechsel des Blickwinkels schafft dagegen Spannung, weckt Interesse und ermöglicht auch bessere Aufnahmen. Dabei empfiehlt es sich für den Kameramann, zu experimentieren. Das Spektrum der Perspektiven reicht von der Draufsicht bis zur Froschperspektive und erlaubt dazwischen beliebig viele Abstufungen. Wer nah an das sportliche Geschehen vordringen kann, wird mit besonderen Blickwinkeln auch sehr interessante Aufnahmen machen, die hinterher im Schnitt veredelt werden und aus dem gewöhnlichen ein ungewöhnliches, gutes Video machen. Froschperspektiven werden vom Boden aus aufgenommen und erhöhen das Geschehen. Je steiler der Winkel, desto größer ist hier der Effekt. Dagegen lassen Einstellungen von oben das Motiv kleiner und unbedeutender erscheinen. Für den Sportvideografen sind zudem noch andere Effekte interessant. Er kann mit den unterschiedlichen Perspektiven die Sportart von allen Seiten beleuchten.

Lernen von Profi-Beiträgen
Je nach Sportart sind gerade die richtigen Perspektiven entscheidend für ein gutes Sportvideo. Wer seine Disziplin nur von der Tribüne aus filmen darf, wird wenig Abwechslung in Perspektive und Einstellungsgröße erreichen. Wer nah an das Geschehen der Sportart herankommt, kann sich dagegen vor dem Wettkampf die besten Standorte zum Filmen heraussuchen und sollte dabei vor allem Aussichtspunkte nicht außer Acht lassen. Dann werden an den unterschiedlichen Standorten die Einstellungen in verschiedenen Größen gedreht. Wer kein festes Drehbuch im Kopf hat, muss hier eine möglichst große Anzahl verschiedener Einstellungen aufnehmen.
Nach diesen einführenden Tipps lohnt es sich, professionelle Fernsehbeiträge genauer zu betrachten und die Einstellungen auf Größe, Perspektive und Anordnung zu untersuchen. Das schult die eigene Wahrnehmung und hilft, die richtigen Motive auf die richtige Weise mit der eigenen Kamera einzufangen.

Damit soll der allgemeine Einführungsteil des Specials zur Sport-Videografie beschlossen werden. Weitere und konkrete Tipps zum Dreh vor Ort wird es wie bereits erwähnt im dritten Teil geben. Zuvor rücken aber noch das richtige Material und die nötige Ausrüstung in den Mittelpunkt.
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