Digitale Medien und ihre Auswirkungen

2b-Sportredaktion am 18.08.2006 - 12:13 Uhr
Im ersten Teil unseres Sportvideo-Specials standen einige allgemeine Tipps zum Filmen im Mittelpunkt. Bevor es nun dazu geht, tatsächlich auf den Aufnahmeknopf zu drücken, soll in diesem Teil ein Blick auf die nötige Ausrüstung geworfen werden. Diese kann sehr unterschiedlich ausfallen - vor allem im Preis. Welche Anschaffung ist wirklich unverzichtbar? Wie muss ein Computer konfiguriert sein, um für den Videoschnitt genutzt werden zu können? Jetzt geht es also um verschiedene Aufzeichnungsformate, den Camcorder selbst, sein Zubehör und den Videoschnittrechner für die Nachbearbeitung.

Was ist Mini-DV?
Ein großer Vorteil der Digitalisierung besteht in der guten Reproduzierbarkeit der Daten. Das heißt: Wo bei analogen Aufnahmen das Kopieren der Bilder zu hohen Qualitätsverlusten führte, ist bei digitalen Bildern eine unbegrenzte Kopienanzahl möglich. Außerdem verfügen die neuen digitalen Formate über eine sehr gute Bildauflösung. Mit Mini-DV hat die Videotechnik ein Format geschaffen, dass eine hohe Auflösungsqualität des Bildes mit guten Audio-Eigenschaften koppelt und auch für den Normalverbraucher erschwinglich ist. Professionell bearbeitet, können in diesem Format sendefähige Beiträge erstellt werden, fernsehtaugliche Bilder also. Die Aufnahme erfolgt dabei in einer Auflösung von 720x576 Pixeln, in jeder Sekunde werden 25 Vollbilder (auch Frames genannt) aufgezeichnet.


Formate im Überblick
Alternativen sind das vom Hersteller Sony angebotene Digital8-Format, sowie die Aufnahme auf diversen anderen Medien, wie DVDs, Festplatten oder den verschiedenen Speicherkartentypen. Diese Medien können momentan die Kapazität der Mini-DV-Kassette noch nicht erreichen. Auf ein Mini-DV-Band passen 60 Minuten Film, das entspricht etwa 13 Gigabyte an Daten. Deswegen nutzen die Camcorder mit anderen Speichermedien Komprimierungsverfahren, um die anfallende Datenmenge zu begrenzen. Für den Benutzer ergeben sich daraus unterschiedliche Dateiformate, wie Mikro MV, MPEG-2 oder MPEG-4, die vor dem Videoschnitt zuerst mit einem speziellen Programm in das gängige AVI-Format gewandelt werden müssen. Außerdem sind Auflösung und Frameraten ebenfalls äußerst unterschiedlich, was sich letztlich in der Bildqualität negativ niederschlagen kann.
Drei digitale Formate werden bei kommerziellen Produktionen verwendet und weisen eine noch bessere Qualität auf: Digital-S, DVCPRO und DVCAM wurden von den Anbietern JVC, Panasonic und Sony entwickelt. Da allein die Camcorder für diese Formate leicht mehr als 10.000 Euro kosten können, werden sie innerhalb dieses Specials aber keine Berücksichtigung finden.
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