Das Licht im Visier

2b-Sportredaktion am 24.08.2006 - 13:05 Uhr
Professionelle Aufnahmen erfordern Spezialisten für die Beleuchtung. Das kann ein Sportfilmer nicht leisten - er wird weder künstliche Beleuchtung mit sich führen, noch werden die Athleten auf ihn warten, sobald sie für einen Moment perfekt in der Szene erscheinen. Dennoch lohnt der Blick auf ein paar Besonderheiten, um bei Außenaufnahmen das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. Denn Licht ist, wie bei der Fotografie, für die entstehenden Bilder ein sehr wichtiger Faktor. Die Möglichkeiten des Filmemachers hängen dabei maßgeblich von den technischen Features seines Camcorders ab.

Gegenlicht meiden
Generell gilt: Lieber leicht unterbelichtete Bilder, als leicht überbelichtete Aufnahmen produzieren - hier lässt sich im Anschluss noch etwas machen. Über die manuellen Einstellungen der Blende kann man sicherstellen, dass wenigstens das Hauptmotiv richtig belichtet wird. Im Zweifel ist dieses, meist ein Mensch, natürlich wichtiger als der Hintergrund. Wenn möglich, sollte aber beides gut erkennbar sein, sonst verzichtet man besser auf die ganze Einstellung. Bei Gegenlichtaufnahmen ist eine zufriedenstellende Bildqualität ohne andere Hilfsmittel nicht zu bewerkstelligen. Diesen Blickwinkel gilt es daher zu meiden. Eine größere Blendenöffnung sorgt übrigens auch für eine geringere Schärfentiefe. Das kann ein wünschenswerter Effekt sein, wenn der Hintergrund sonst eher störend auffällt. Ansonsten ist der Weißabgleich eine wichtige Einstellung, wie bereits im ersten Teil dargelegt wurde.

Outdoor-Impressionen Gegenlichtaufnahme Markus Hoppe - Weltcup Dresden 2006
Fotoserie: Das Licht im Visier

Mit guten Aufnahmen in den Schnitt
Wie lautet also das Fazit? Beim Dreh gibt es einige Faktoren zu beachten, unabhängig von den Bildern, die von den Sportlern geliefert werden. Natürlich machen die gezeigten Leistungen und das Umfeld auch einen Unterschied - darauf hat der Videograf aber keinen Einfluss. Was er aber machen kann, ist sein Video mit einer Geschichte zu versehen, die in sich stimmig ist. Das macht es dem Zuschauer leicht, die Bilder zu verarbeiten, und bereitet ihm damit Freude an der Betrachtung. Mit derartigen Aufnahmen sollte es anschließend beim Videoschnitt dann keine grundlegenden Probleme mehr geben. Dieser Teilabschnitt wird uns im nächsten Teil dieses Specials beschäftigen.
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