Petter Northug ist Weltmeister in der Doppelverfolgung: Deutsche in Liberec ohne Medaillen
Nadine Gärtner am 22.02.2009 - 15:29 Uhr

Die deutschen Medaillenhoffnungen haben bei den Weltmeisterschaften in Liberec erneut das Edelmetall verpasst. Die Goldmedaille ging an den Norweger Petter Northug jr. vor Anders Södergren und Giorgio Di Centa.
Erste Attacke sprengt das Feld
Der neue Weltmeister Petter Northug jr. ist als ein Läufer bekannt, der sich bei Massenstarts und Staffeln während des gesamten Rennens im Feld versteckt und erst im Zielsprint den Sieg holt. So ähnlich war es auch diesmal, doch zunächst blieb das Feld lange zusammen. Sowohl beim Skiwechsel nach 15 Kilometern als auch fünf Kilometer vor dem Ziel waren noch 35 Herren in der Führungsgruppe vertreten. Dann attackierten Northug, Anders Södergren, Giorgio Di Centa und Alexander Legkov und rissen das entscheidende Loch. Zwar versuchten Tobias Angerer und Roland Clara aus Südtirol noch, den Anschluss zu schaffen, was ihnen aber nicht mehr gelang. "Ich bin klassisch recht gut mitgekommen, beim Skating hat auf der zweiten Runde der Ski aber etwas zugemacht. Ich habe zum Schluss den Speed in der Abfahrt nicht gehabt, um das Loch noch zumachen zu können", erklärte der Vachendorfer, der noch fast bis in die Verfolgergruppe zurückfiel.
Northug attackiert schon früh
Vorn setzte währenddessen Northug eine erneute Attacke wenige hundert Meter vor dem Ziel, so dass niemand seinem spritzigen Antritt mehr folgen konnte. Er sicherte sich die Goldmedaille vor dem Schweden Anders Södergren und Giorgio Di Centa aus Italien. Alexander Legkov stürzte kurz vor der Einafhrt ins Stadion und konnte so nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hinter dem Russen konnte der Brunecker Roland Clara mit 23 Sekunden Rückstand auf Northug über den fünften Rang jubeln.
Behle mit Abschneiden nicht zufrieden
Mit dem Ergebnis der deutschen Starter zeigte sich Bundestrainer Jochen Behle nach dem Rennen nicht zufrieden. Zwar konnte sich Angerer im Massensprint der großen Gruppe noch den siebten Rang sichern, angepeilt gewesen war jedoch eindeutig Edelmetall. "Wir haben uns schon andere Ziele gesteckt, wir wollten um die Medaillen mitlaufen. Mit Platz 7 als bester Platzierung können wir nicht unbedingt zufrieden sein. Der Tobi hat aber alles gegeben, hat wirklich gekämpft", äußerte sich Behle. Das deutsche Team haderte insgesamt wieder etwas mit dem Material, diesmal vor allem im Skatingbereich, wo man wichtige Positionen in der Hauptgruppe einbüßte. "Wir sind dann nicht in den Positionen gewesen, die man braucht. Wir haben die Attacke gesehen, wo die ersten Vier weg sind: Wenn da der Tobi mit bei ist, hätte er vielleicht ne Chance, aber die Lücke war schon zu groß, um sie zuzumachen", resümierte er weiter. Der Bayer verlor noch zusätzlich wenige Sekunden beim Skiwechsel, die aber nicht rennentscheidend waren: "Es war mein Fehler, hat ein paar Sekunden gekostet und darf nicht passieren", gab Angerer zu, der beim Verlassen der Wechselzone noch einen Skiclip vom linken Ski entfernen musste. Jens Filbrich zeigte sich mit seinem Rennen, das er als Zehnter beendet hatte, noch "recht zufrieden, es war wieder ein extrem schweres Rennen". Der Thüringer verlor im Klassikteil schon zu viel Kraft, um später die entscheidende Attacke mitgehen zu können. Weniger gut lief es im heutigen Rennen für Titelverteidiger Axel Teichmann und René Sommerfeldt. Beide mussten sich mit Rang 30 und 31 begnügen, was besonders bei Teichmann aber vor allem am Ski lag. "Axel hatte definitiv keine Chance von Ski her, das hat man ja die Abfahrten hinunter gesehen", nahm auch Behle seinen Athleten in Schutz. "Der René hatte noch Stockbruch auf der letzten Runde, er hat dann natürlich wieder Positionen verloren und dann hat man auch keine Chance mehr." Beide wiesen im Ziel etwa 90 Sekunden Rückstand auf, Tom Reichelt kam als 39. in die Wertung.
Erste Attacke sprengt das Feld
Der neue Weltmeister Petter Northug jr. ist als ein Läufer bekannt, der sich bei Massenstarts und Staffeln während des gesamten Rennens im Feld versteckt und erst im Zielsprint den Sieg holt. So ähnlich war es auch diesmal, doch zunächst blieb das Feld lange zusammen. Sowohl beim Skiwechsel nach 15 Kilometern als auch fünf Kilometer vor dem Ziel waren noch 35 Herren in der Führungsgruppe vertreten. Dann attackierten Northug, Anders Södergren, Giorgio Di Centa und Alexander Legkov und rissen das entscheidende Loch. Zwar versuchten Tobias Angerer und Roland Clara aus Südtirol noch, den Anschluss zu schaffen, was ihnen aber nicht mehr gelang. "Ich bin klassisch recht gut mitgekommen, beim Skating hat auf der zweiten Runde der Ski aber etwas zugemacht. Ich habe zum Schluss den Speed in der Abfahrt nicht gehabt, um das Loch noch zumachen zu können", erklärte der Vachendorfer, der noch fast bis in die Verfolgergruppe zurückfiel.
Northug attackiert schon früh
Vorn setzte währenddessen Northug eine erneute Attacke wenige hundert Meter vor dem Ziel, so dass niemand seinem spritzigen Antritt mehr folgen konnte. Er sicherte sich die Goldmedaille vor dem Schweden Anders Södergren und Giorgio Di Centa aus Italien. Alexander Legkov stürzte kurz vor der Einafhrt ins Stadion und konnte so nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hinter dem Russen konnte der Brunecker Roland Clara mit 23 Sekunden Rückstand auf Northug über den fünften Rang jubeln.
Fotoserie: Petter Northug ist Weltmeister in der Doppelverfolgung: Deutsche in Liberec ohne Medaillen
Behle mit Abschneiden nicht zufrieden
Mit dem Ergebnis der deutschen Starter zeigte sich Bundestrainer Jochen Behle nach dem Rennen nicht zufrieden. Zwar konnte sich Angerer im Massensprint der großen Gruppe noch den siebten Rang sichern, angepeilt gewesen war jedoch eindeutig Edelmetall. "Wir haben uns schon andere Ziele gesteckt, wir wollten um die Medaillen mitlaufen. Mit Platz 7 als bester Platzierung können wir nicht unbedingt zufrieden sein. Der Tobi hat aber alles gegeben, hat wirklich gekämpft", äußerte sich Behle. Das deutsche Team haderte insgesamt wieder etwas mit dem Material, diesmal vor allem im Skatingbereich, wo man wichtige Positionen in der Hauptgruppe einbüßte. "Wir sind dann nicht in den Positionen gewesen, die man braucht. Wir haben die Attacke gesehen, wo die ersten Vier weg sind: Wenn da der Tobi mit bei ist, hätte er vielleicht ne Chance, aber die Lücke war schon zu groß, um sie zuzumachen", resümierte er weiter. Der Bayer verlor noch zusätzlich wenige Sekunden beim Skiwechsel, die aber nicht rennentscheidend waren: "Es war mein Fehler, hat ein paar Sekunden gekostet und darf nicht passieren", gab Angerer zu, der beim Verlassen der Wechselzone noch einen Skiclip vom linken Ski entfernen musste. Jens Filbrich zeigte sich mit seinem Rennen, das er als Zehnter beendet hatte, noch "recht zufrieden, es war wieder ein extrem schweres Rennen". Der Thüringer verlor im Klassikteil schon zu viel Kraft, um später die entscheidende Attacke mitgehen zu können. Weniger gut lief es im heutigen Rennen für Titelverteidiger Axel Teichmann und René Sommerfeldt. Beide mussten sich mit Rang 30 und 31 begnügen, was besonders bei Teichmann aber vor allem am Ski lag. "Axel hatte definitiv keine Chance von Ski her, das hat man ja die Abfahrten hinunter gesehen", nahm auch Behle seinen Athleten in Schutz. "Der René hatte noch Stockbruch auf der letzten Runde, er hat dann natürlich wieder Positionen verloren und dann hat man auch keine Chance mehr." Beide wiesen im Ziel etwa 90 Sekunden Rückstand auf, Tom Reichelt kam als 39. in die Wertung.











