Reaktionen nach der Damen-Verfolgung: "Wir haben die Vorentscheidung früh herbeigeführt"

2b-Sportredaktion am 22.02.2009 - 10:43 Uhr
Kristin Steira vor Justyna Kowalczyk
Am gestrigen Samstag stand die Doppelverfolgung der Damen auf dem Programm, in der sich Justyna Kowalczyk vor Kristin Steira und Aino Kaisa Saarinen durchsetzen konnte.

Justyna Kowalczyk (POL):
"Kristin, vielen Dank - du hast sehr hart gearbeitet während des Rennens. Wir wissen beide, dass wir beide nicht die Besten im Zielsprint waren, also haben wir die Vorentscheidung vorher herbeigeführt. Nach zehn Kilometern dachte ich noch, ich wäre sehr müde und Kristin zu stark. Aber im letzten Anstieg sah ich, dass sie auch sehr müde war. Ich habe hart gekämpft auf den letzten 300 Metern. Vor zwei Jahren habe ich eine Medaille im Zielsprint verloren - heute habe ich meine Augen geschlossen und gekämpft. Morgen geht es nach Hause nach Polen - shoppen und feiern! Dort werde ich nur zwei Tage bleiben und dann zurückkehren zur Staffel und zum 30 Kilometer-Rennen. Heute morgen dachte ich noch, dass es ein großer Kampf mit Kristin, Aino Kaisa und Valentina Shevchenko sein würde. 1978 gewann Polen zuletzt eine Goldmedaille im Skilanglauf - also ist es ein sehr wichtiger Sieg für mich!"

Kristin Stoermer Steira (NOR):
"Ich hatte heute einen guten Tag und ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen heute und meiner Silbermedaille. Ich war besorgt wegen Justynas Sprint und habe alles gegeben, aber als ich schon fast im Ziel war, habe ich gesehen, dass es Silber werden würde. Ich mag die Strecken hier sehr. Es geht raus und runter und es gibt keine leichten Teilstücke. Ich werde auch in der Staffel und im 30 Kilometer-Rennen antreten. Ich mag die Verfolgung, es ist ein gutes Format für mich - es ist schön, Klassik und Freistil kombinieren zu können."

Aino-Kaisa Saarinen (FIN):
"Es ist erstaunlich. Es war mein bestes Resultat überhaupt in einer Doppelverfolgung, so bin ich sehr glücklich. Natürlich habe ich schon am Start entschieden, dass ich um den Sieg kämpfen würde, aber da waren zwei andere schneller als ich. Ich denke, ich bekam einen Extra-Schub von meiner ersten Medaille und ich denke, ich konnte heute entspannt laufen. Ich habe keinen Druck mehr gefühlt und ich habe das Rennen genossen. Bisher habe ich noch nicht gefeiert. Nur die Siegerehrung und das war es. Es stehen schließlich noch andere Rennen bevor, auf die ich mich konzentrieren muss. Also werde ich wohl erst nach der WM feiern. Es war leicht, heute die Ski zu wachsen. Die Veranstalter haben gute Strecken präpariert heute und das Wetter war perfekt für einen Massenstart. Es hat nicht geschneit und ich hatte sehr gute Ski heute. Im Skatingteil hatte ich so gute Ski, dass ich dachte, ich würde fliegen und ich könnte um Gold kämpfen. Aber im letzten Anstieg sind die anderen zu weit weggelaufen und ich konnte sie nicht mehr erreichen. Mein Ziel für die nächsten Rennen sind weitere Medaillen."

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