München 2018: Adam wird nicht ersetzt, Widerstand wächst

sid am 20.04.2010 - 11:05 Uhr
Willy Bogner mit dem offiziellen Bewerbungsbuch
Die Münchner Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 will den Posten des ausgeschiedenen Geschäftsführers Richard Adam nicht neu besetzen. Das bestätigte Bewerbungschef Willy Bogner in der Süddeutschen Zeitung. Stattdessen will Bogner die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH "im Unterbau personell aufstocken".

Olympia-Gegner nicht überzeugt
Bogner hat derweil weiter mit den zähen Olympia-Gegnern zu kämpfen. Die sind von den kürzlich veröffentlichten Umfragezahlen zur angeblich positiven Haltung der Bevölkerung zur Bewerbung alles andere als überzeugt. Die Zahlen seien "ungefähr so glaubwürdig wie die Propaganda der Kommunistischen Partei in China", sagte Bayerns Grünen-Chef Dieter Janecek im Münchner Merkur. Für den Politiker handelt es sich bei den von der GfK Konsumforschung ermittelten 69,6 Prozent Zustimmung in München um "Auftragszahlen".

"Der Widerstand wird wachsen"
Zudem beklagte sich Janecek darüber, dass "es kein transparentes Finanzbudget" gäbe, und sprach in diesem Zusammenhang von einem "ungedeckten Scheck". Auch Ludwig Hartmann von der Anti-Spiele-Initiative Noolympics ist sicher: "Wenn erstmal klar wird, was das die Steuerzahler kostet, wird der Widerstand wachsen."
Hartmann bestätigte außerdem in der Süddeutschen Zeitung, dass die Olympiagegner weiter an einem Bürgerbegehren gegen die Bewerbung in Garmisch-Partenkirchen festhalten wollen.

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