Olympia 2018: Münchener Bewerbung wackelt
sid/xc-ski am 09.07.2010 - 15:56 Uhr

Nach der ersten Änderung des Sportstättenkonzeptes in der Münchner Olympiabewerbung für 2018 wegen Bürgerprotesten in Oberammergau droht auch der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen zu einem Problem für die Münchner Bewerbungsgesellschaft zu werden. Ohne Zustimmung der Grundstückseigentümer der benötigten Flächen in der Passionsgemeinde könnte die Olympia-Bewerbung noch einmal kippen.
Ohne Garmisch keine Winterspiele
"Ich muss es so deutlich sagen, ohne Garmisch wird es kein Olympia geben können", sagte der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Siegfried Schneider, der Süddeutschen Zeitung. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Michael Vesper, Aufsichtsratsvorsitzender der Bewerbungsgesellschaft, sagt zur Aussage von Schneider: "Da will ich gar nicht drüber spekulieren. Ich gehe davon aus, dass die Bürger die Spiele wollen und die notwendigen Grundstücke rechtzeitig zur Verfügung stehen. Wir befinden uns in zügigen Verhandlungen, geben aber keine Wasserstandsmeldungen."
Auf Augenhöhe?
Einige der Grundstückseigentümer in Garmisch sollen sich nach wie vor weigern, ihr Land für alpine und nordische Wettkampfstätten, Parkplätze, Stadion und olympische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Schneider appelliert an die Landwirte: "Die Bauern können sich darauf verlassen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe verhandeln", sagte der 54-Jährige, der die Olympischen Spiele als "eine riesengroße Chance für Garmisch-Partenkirchen" bezeichnet.
Schneider räumt Versäumnisse ein
Allerdings räumte Schneider auch Versäumnisse im Umgang mit den Landwirten ein. "Die Gemeinde und die Bewerbungsgesellschaft haben zu spät mit den Grundstückseigentümern gesprochen, das war ein Fehler", gab der Staatsminister zu. Seitens der Garmischer SPD wird außerdem die "Dialogfähigkeit" des ansässigen Bürgermeisters Thomas Schmid zunehmend kritisiert. Angeblich überlege die Staatskanzlei daher, einen neuen Sonderbotschafter nach Garmisch zu entsenden, um die Lage zu befrieden.
Wo ist der Nutzen?
Erst in der vergangenen Woche hatte die Bewerbungsgesellschaft das staatliche Gestüt Schwaigauer bei Ohlstadt als neuen Wettkampfort für Biathlon- und Langlaufwettbewerbe vorgestellt, nachdem seitens der Oberammergauer Olympiagegner ein Volksentscheid durchgesetzt worden war. Die Situation in Garmisch bezeichnete Prokurist Jürgen Bühl allerdings als "ganz anders als in Oberammergau. In Garmisch-Partenkirchen ringen wir mit Eigentümern, die schon oft ihre Flächen für Veranstaltungen hergegeben haben." Allerdings müsse man diese von dem regionalen Nutzen möglicher vierter Olympischer Spiele auf deutschem Boden noch überzeugen.
Ohne Garmisch keine Winterspiele
"Ich muss es so deutlich sagen, ohne Garmisch wird es kein Olympia geben können", sagte der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Siegfried Schneider, der Süddeutschen Zeitung. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Michael Vesper, Aufsichtsratsvorsitzender der Bewerbungsgesellschaft, sagt zur Aussage von Schneider: "Da will ich gar nicht drüber spekulieren. Ich gehe davon aus, dass die Bürger die Spiele wollen und die notwendigen Grundstücke rechtzeitig zur Verfügung stehen. Wir befinden uns in zügigen Verhandlungen, geben aber keine Wasserstandsmeldungen."
Auf Augenhöhe?
Einige der Grundstückseigentümer in Garmisch sollen sich nach wie vor weigern, ihr Land für alpine und nordische Wettkampfstätten, Parkplätze, Stadion und olympische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Schneider appelliert an die Landwirte: "Die Bauern können sich darauf verlassen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe verhandeln", sagte der 54-Jährige, der die Olympischen Spiele als "eine riesengroße Chance für Garmisch-Partenkirchen" bezeichnet.
Schneider räumt Versäumnisse ein
Allerdings räumte Schneider auch Versäumnisse im Umgang mit den Landwirten ein. "Die Gemeinde und die Bewerbungsgesellschaft haben zu spät mit den Grundstückseigentümern gesprochen, das war ein Fehler", gab der Staatsminister zu. Seitens der Garmischer SPD wird außerdem die "Dialogfähigkeit" des ansässigen Bürgermeisters Thomas Schmid zunehmend kritisiert. Angeblich überlege die Staatskanzlei daher, einen neuen Sonderbotschafter nach Garmisch zu entsenden, um die Lage zu befrieden.
Wo ist der Nutzen?
Erst in der vergangenen Woche hatte die Bewerbungsgesellschaft das staatliche Gestüt Schwaigauer bei Ohlstadt als neuen Wettkampfort für Biathlon- und Langlaufwettbewerbe vorgestellt, nachdem seitens der Oberammergauer Olympiagegner ein Volksentscheid durchgesetzt worden war. Die Situation in Garmisch bezeichnete Prokurist Jürgen Bühl allerdings als "ganz anders als in Oberammergau. In Garmisch-Partenkirchen ringen wir mit Eigentümern, die schon oft ihre Flächen für Veranstaltungen hergegeben haben." Allerdings müsse man diese von dem regionalen Nutzen möglicher vierter Olympischer Spiele auf deutschem Boden noch überzeugen.
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