Kuitunen fordert extreme Maßnahme: Mikrochip zur Dopingbekämpfung

XC-Ski Redaktion am 30.06.2009 - 14:25 Uhr
Virpi Kuitunen
Die finnische Langlauf-Nationalkaderathletin und Dopingsünderin Virpi Kuitunen fordert extreme Maßnahmen zur Bekämpfung von Doping. Ein Mikrochip soll Dopingfahndern den aktuellen Aufenthaltsort von Athleten verraten.

Mikrochip unter der Haut
Die Forderung ist nicht neu, allerdings kommt sie nun zum ersten Mal von einer überführten Dopingsünderin. Virpi Kuitunen forderte in einem Gespräch mit der norwegischen Zeitung Adresseavisen, dass Athleten ein Mikrochip zur Lokalisierung durch Dopingfahnder implantiert werden solle. "Mit einem Mikrochip unter der Haut können Dopingfahnder jederzeit wissen, wo du dich aufhältst. Und keiner kann sich verstecken", so Kuitunen. "Es wäre auch einfacher als das bisherige System. Dann müsste man nicht mehr darüber nachdenken, ob man etwas falsches gemeldet hat."

Roenning anderer Meinung
"Wenn ich mit einem Mikrochip unter der Haut rumlaufen muss, dann höre ich mit Skilanglaufen auf", kommentierte der Norweger Eldar Roenning die Aussage von Kuitunen. "Für sie spielt es keine Rolle, dass sie dann rund um die Uhr überwacht werden kann. Aber das tut es", so Roenning weiter. "Das System ist gut wie es ist. Es ist sehr einfach und ordentlich." Beim derzeitigen System müssen Athleten möglichst weit im Voraus melden, wann sie sich in nächster Zeit wo aufhalten werden. Diese Angaben werden über das Internet oder Handy an die nationale Antidopingagentur gemeldet.

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