Statements der deutschen Frauen vor dem Start

XC-Ski/Redaktion am 09.02.2006 - 21:22 Uhr
Hier finden sie Statements der deutschen Frauen vor dem Start der Olympischen Spiele und die Einschätzung von Bundestrainer Jochen Behle.

Claudia Künzel: "Meine Erinnerungen an die vor-olympischen Wettkämpfe in Pragelato sind nicht die schlechtesten. Im letzten Jahr gewann ich zusammen mit Viola den Teamsprint und belegte den dritten Platz im Verfolger. Das Jahr zuvor waren wir auch schon da und auch damals lief es für mich recht ordentlich. Die Strecken sind zwar ein bisschen langweilig, aber sonst ganz ok. Was letztendlich bei den Spielen möglich ist, muss man sehen. Ich finde es schwierig, im Vorfeld Prognosen abzugeben, und ehrlich gesagt, möchte ich das auch nicht. Aber ich freue mich schon auf meine zweiten Olympischen Spiele."

Jochen Behle: „Claudia ist eine wichtige Säule für unsere Staffelkonzeption. Gleichzeitig hat sie aber auch das Potential, um in den Einzelrennen in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen. Immerhin stand sie in diesem Jahr schon mehrmals auf dem Podium und ist zur Zeit Fünfte im Gesamtweltcup. Als Vielläuferin bei Olympia wird es besonders wichtig sein, dass sie sich zwischen ihren Einsätzen möglichst optimal erholen kann.“

Evi Sachenbacher-Stehle: "In Anbetracht der letztjährigen Misere lief es in Pragelato noch vergleichsweise gut. Ich mag die langen Anstiege ziemlich gerne. Natürlich werden in diesen Tagen immer wieder Erinnerungen an Salt Lake City wach. Und ich hoffe schon, dass es auch diesmal wieder mit einer Medaille klappt. Wenn alles gut läuft sollten wir in der Staffel eine realistische Chance haben. In den Einzelrennen wird es sicher schwer, dort ist die Leistungsdichte inzwischen richtig hoch. Aber ich versuche natürlich alles."

Jochen Behle: "Evi hat sich im abschließenden Lehrgang sehr gut präsentiert, so dass davon auszugehen ist, dass sie ihre guten Ergebnisse aus der bisherigen Saison auch in Turin bestätigen kann. Der Schwerpunkt wird bei ihr sicher auf dem Skatingbereich liegen. Hier hat sie in den Einzelrennen durchaus Außenseiterchancen. In der Staffel ist Evi – sofern sie gesund bleibt – eine feste Größe im Skaten."

Nicole Fessel: "Im Weltcup habe ich auch in diesem Jahr den Schwerpunkt im Sprint gesetzt. Das war mit Blick auf Turin sicher die richtige Entscheidung. Denn während es im Continentalcup in den Distanzrennen wirklich sehr gut läuft, reicht es im Weltcup über die längeren Stecken einfach noch nicht ganz. Das musste ich beim Weltcup in Nove Mesto einsehen. An einem guten Tag kann ich sicher auch mal über die Distanz unter die Top-30 kommen, aber im Sprint war ich bis auf Düsseldorf jedes Mal unter den Top-15 – das heißt ich konnte mich immer relativ souverän für die Finalläufe und damit auch für Turin qualifizieren. Eine solche Platzierung habe ich mir natürlich auch für meine ersten Olympischen Spiele vorgenommen."

Jochen Behle: „Das sich Nicole für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte, ist sehr erfreulich. Sie war nicht bei der Vorbereitung auf der Seiseralm dabei, sondern hat sich (erfolgreich!) auf die U-23 vorbereitet. Ihre Bronze-Medaille im Sprint sollte einer jungen Athletin wie ihr noch einmal zusätzlich Auftrieb geben. Sie hat sicherlich das Potenzial, um in Turin unter die Top-15 zu sprinten.“

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