Statistisches zur Schlussetappe der Tour de Ski

XC-Ski/Redaktion am 08.01.2007 - 15:47 Uhr
Nicht nur das Streckenprofil der sechsten Etappe der Tour de Ski war außergewöhnlich auch die erbrachten Leistungen aller Teilnehmer gehen in die Superlative. Allen voran Tobias Angerer der als erster Langläufer auf der Alpe Cermis ins Ziel fiel. Auch dieses Mal haben wir versucht die enormen Leistungen in Grafiken zu veranschaulichen.

Das Rennen der Damen
Schon vor dem Start der letzten Etappe galt die Finnin Virpi Kuitunen als sichere Siegerin. Doch selbst zwei Minuten sind nichts, wenn einen am letzten Anstieg die Kräfte verlassen und man sich nicht mehr erholen kann. Aber auch nach ihren Rückproblemen beim vorweihnachtlichen Weltcup in La Clusaz zeigte Kuitunen eine makellose Leistung und gewann souverän die erste Tour de Ski der Frauen. Monoton verlief das Rennen an der Spitze aber umso spannender gestalteten sich die Positionskämpfe auf den weiteren Rängen. Wie auch in unserer Grafik sichtbar nahm Kuitunen auf den letzten Kilometern das Tempo etwas heraus. So kamen alle Verfolger wieder etwas näher heran. Marit Bjoergen ging den Anstieg hinauf zur Alpe Cermis verhältnismäßig ruhig an und fiel sogar auf Rang fünf zurück. Doch dank ihrer Sprintstärke und guten Renneinteilung am Berg hatte sie am Ende noch genug Kraft um an ihren Konkurrentinnen vorbeizugehen. Für Evi Sachenbacher verlief das Rennen anfangs sehr vielversprechend. Sekunde um Sekunde machte sie auf den ersten Kilometern auf die vor ihr liegenden Athletinnen gut. Ihr Versuch mit der starken Ukrainerin Valentina Shevchenko am Berg mitzugehen scheiterte. Mit Platz acht am Ende kann sie dennoch stolz auf ihre erbrachten Leistungen sein. Bemerkenswert ist der Rennverlauf der Tschechin Katerina Neumannova die mit über dreieinhalb Minuten Rückstand ins Rennen ging und am Ende auf 1:26 Minuten an die Siegerin Kuitunen heran „flog“. Belohnt wurde Neumannova mit der schnellsten Laufzeit des ganzen Feldes.

Grafik zu den Rückständen bei den Damen


Das Rennen der Herren
Erfahren und abgeklärt ging Tobias Angerer das Rennen an und ließ sich auch nicht von dem immer näher kommenden Norweger Oestensen irritieren. Der junge Shootingstar der Tour machte schnell die 15 Sekunden auf Angerer gut und ging gemeinsam mit dem deutschen Ausnahmeathleten in den Anstieg. Angerer hielt seinen Rhythmus und zog dem Norweger schon früh relativ unspektakulär davon. Kontinuierlich vergrößerte Angerer seinen Vorsprung und Oestensen schaute sich schon nach hinten um. Für den drittplatzierten Northug war der Abstand von Anfang an zu groß um ganz vorne mitzumischen. Hinter ihm lief Franz Goering zusammen mit Tor Arne Hetland ein grandioses Rennen. Goering musste jedoch die ganze Führungsarbeit leisten und verlor dadurch wichtige Kräfte. Für eine faustdicke Überraschung sorgte der Russe Legkov. Von Platz zehn gestartet hatte ihn wohl keiner mehr auf der Rechnung. Unnachahmlich flog er den Ansteig zur Alpe Cermis hinauf und machte Platz um Platz gut. Am Ende besaß er sogar noch genug Kraftreserven um an Northug und Oestensen vorbeizugehen. Spektakulär sicherte sich der junge Russe den zweiten Platz der Tour. Vorne lief Angerer ein einsames Rennen und konnte so die letzten Meter zu seinem größten Einzelerfolg genießen. Mit einer Fahne in der Hand und schmerzverzerrtem Siegerlächeln ging Angerer hinter der Ziellinie zu Boden. Franz Göring kam am Ende auf einen sehr guten sechsten Platz. Definitiv ein großer Erfolg für den deutschen Skilanglauf.

Grafik zu den Rückständen bei den Herren

Anzeige

Anzeige