8. Platz bei der Tour de Ski

Evi Sachenbacher am 09.01.2007 - 12:00 Uhr

Jetzt ist die härteste Woche, die ich in meinem Leben je hatte, vorbei, und ich bin mit der Platzierung eigentlich auch ganz zufrieden. Mein Ziel war es unter die ersten zehn zu kommen und das habe ich geschafft.


1. Etappe: München Sprint skating 31.12.


Für dieses Rennen habe ich mir nicht ganz so viel ausgerechnet, da der Sprint nur 800 m lang war und kein einziger Berg in der Strecke zu finden war. Es lief dann aber überraschend gut und ich wurde letztendlich 11. Damit war ich super zufrieden, und am Abend ging es gleich weiter nach Oberstdorf.


2. Etappe: Oberstdorf Pursuit 2.1.


Das ist normalerweise mein Lieblingsrennen und da bin ich eigentlich auch am Besten. Allerdings lief es dann gar nicht so wie ich mir das vorgestellt habe, der klassische Part kostete mir schon sehr viel Kraft und ich hatte Probleme mitzulaufen. Dann hatte ich noch einen sehr schlechten Wechsel und habe viele Plätze verloren. Auf der Skating-Strecke konnte ich zwar wieder ein paar Plätze gutmachen, aber am Ende reichte es nur zu Platz 13, damit war ich nicht zufrieden.


3. Etappe: Oberstdorf 10 Km Klassisch 3.1.


Diese Strecke mag ich gar nicht, und ich wusste, dass ich da Zeit verlieren werde. Jetzt hieß es so wenig Zeit wie möglich verlieren. Während dem Rennen lief es allerdings überraschend gut, ich hatte noch das Glück, dass die Viola in ihre zweite Runde ging als ich startete, und so konnten wir ein ganzes Stück zusammen laufen, das half mir auch sehr! Am Ende reichte es zu Platz 9, mein bisher bestes Weltcup-Ergebnis über diese Strecke! Am Nachmittag ging es gleich weiter nach Val di Fiemme.


4. Etappe: Asiago Sprint Skating 5.1.


Das war ein Sprint der mir normalerweise liegen müsste, da zwei schöne Berge in der Strecke waren. Ich war an dem Tag allerdings sehr, sehr müde auf den Beinen. Dafür lief es aber noch überraschend gut, und ich konnte am Ende Platz 9 belegen. Mit dem bisherigen Verlauf der Tour war ich sehr zufrieden, denn insgesamt lag ich jetzt auf Platz 7.


5. Etappe: Val di Fiemme 15 Km Klassisch Massenstart 6.1.


Bei diesem Rennen hieß es für mich wieder so wenig wie möglich zu verlieren, und wie sollte es auch anders sein, das Rennen lief dann wieder überraschend gut. Die zwei Finninnen Kuitunen und Saarinen liefen zwar weit voraus, aber ich kam zusammen bis Platz vier als 8. ins Ziel. Damit habe ich mich wieder selbst überrascht in einem Rennen, in dem ich mir keine Chancen ausgerechnet habe. Im Moment ist es meistens so, dass ich in den Rennen, in denen ich mir selbst keinen Druck mache, weil ich mir keine Chancen ausrechne, fast immer überraschend gut bin. In den Rennen, in denen ich denke, so jetzt zeige ich es mal wieder allen, dann nichts mehr geht, und ich nicht das zeigen kann, was ich drauf hab. Ich sollte vielleicht mal versuchen, mir weniger Druck zu machen, dann würd es wahrscheinlich teilweise besser gehen, aber das ist leichter gesagt als getan. Nach diesem Rennen lag ich dann Gesamt auf Platz 6.


6. Etappe: Val di Fiemme 10Km Skating mit dem Schlussanstieg 7.1.


Bis hierher war ich sehr zufrieden, und ich hatte eine gute Ausgangsposition für das letzte Rennen. Für das habe ich mir wieder sehr viel vorgenommen, weil das normalerweise genau meine Strecke gewesen wäre, Skating und dann auch noch viel bergauf, das liebe ich eigentlich. Aber das wurde auch wieder ein kleines bißchen zu meinem Problem, da ich mir selbst wieder sehr viel Druck gemacht habe, und ich so gleich am Anfang von dem Berg zu schnell reingelaufen bin. Das wurde mir dann richtig zum Verhängnis, und der komplette Berg wurde zu einem einzigen Kampf. Zwischendurch habe ich sogar überlegt ob ich nicht mal kurz stehenbleibe und Pause mache, und an sowas darf man schon gleich gar nicht denken. Naja, zufrieden war ich mit der Tour insgesamt aber schon, mit meinem letzten Rennen zwar nicht ganz, aber aus Fehlern kann man bekanntlich nur lernen, und für nächstes Jahr weiss ich, dass ich da etwas dosierter reinlaufen muss, und mich vom Kopf her sehr gut darauf einstellen muss. Der Berg ist zwar hart, aber er macht die Tour auch zu dem, was sie ist, einfach eine super Erfindung!!!!! Auch wenn es das härteste war was ich in meinem Leben gemacht habe!


Jetzt werden wir erstmal ein paar Tage zu Hause ausspannen, und nächste Woche geht es für uns dann weiter zum nächsten Weltcup in Russland.


Also bis demnächst, liebe Grüsse, Eure Evi


 

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