Sergej Shiriaev positiv auf EPO getestet

Mario Felgenhauer am 04.03.2007 - 18:37 Uhr
Am letzten Tag der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Sapporo hat die FIS einen Dopingfall bekanntgeben müssen. Der Russe Sergej Shiriaev wurde positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet.

Shiriaev wurde anhand einer Urinprobe überführt, die am Tag vor Beginn der Weltmeisterschaften (21.2.2007) gezielt von ihm genommen wurde. Seine Blutwerte hatten zuvor den Verdacht nahegelegt, dass eine unerlaubte Steigerung des Hämoglobinwertes stattgefunden hatte. Daraufhin ist zunächst die A-Probe und daran anschließend die B-Probe ausgewertet worden. Das positive Ergebnis auf EPO zog eine vorläufige Sperre für alle Wettkämpfe nach sich. Eine endgültige Entscheidung über die Länge der Sperre erfolgt durch das FIS Doping Gremium während des FIS Konzils im Mai in Portoroz (Slowenien).

Der junge Russe hatte erst im Januar bei der Tour de Ski seinen Einstand im Weltcup gefeiert. Dort konnte er mit der schnellsten Laufzeit im Schlussanstieg zur Alpe Cermis einen sehr guten 12. Platz in der Gesamtwertung belegen. Beim 15 Kilometer Einzelrennen in Changchun kurz vor der WM verpasste er als Vierter nur knapp das Podest. Sein bestes WM-Ergebnis erzielte er mit Platz 11 ebenfalls über die 15 Kilometer.


FIS-Präsident Gian Franco Kasper äußerte sich zu diesem Dopingfall in zweierlei Hinsicht: "Jeder Dopingfall ist enttäuschend, weil die Athleten die fundamentale Regel des Fairplay und die schweren Schäden missachten, die sie ihrer eigenen Gesundheit zufügen. Auf der anderen Seite zeigt dieser Fall die Wirksamkeit des FIS-Bluttestprogramms, bei dem alle Athleten regelmäßig überprüft werden."

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