Interview mit Bundestrainer Jochen Behle

Viessmann am 27.02.2007 - 13:02 Uhr
Gold und 2x Silber, dazu noch jede Menge Chancen bei den ausstehenden Wettbewerben – Bundestrainer Jochen Behle hat gut lachen.

Evi Sachenbacher-Stehle scheint zu alter Stärke zurück gefunden zu haben. Wie beurteilen Sie das Abschneiden der 26jährigen bisher?
Evi ist richtig gut drauf, zeigt, was sie kann. Silber im Teamsprint, dazu die Plätze 4 und 6 sind ausgemachte Top-Resultate, mitten drin in der Weltspitze.

Bei den anderen deutschen Damen läuft es nicht so nach Wunsch.
Das relativieren wir mal. Claudia Künzel-Nystad hat schließlich mit Evi im Teamsprint Silber gewonnen. Aber natürlich hat die „Clautsch“ ein Anspruchsniveau, dem sie gerecht werden will und das ist ihr nicht in jedem Fall gelungen. Aber warten wir mal die Staffel ab.

Vor der Damenstaffel kommt der 15 km Wettbewerb der Herren. Da sind die Deutschen Favoriten.
Sicherlich wäre es albern, das zu leugnen. Aber ich nenne einfach mal noch ein paar Namen: Piller-Cottrer, Vittoz, Northug, Hoffmann, dazu die Biathleten aus Norwegen. Ole-Einar Björndalen hat schließlich allen Spezialisten zu Saisonbeginn die Hacken gezeigt und Lars Berger startet mit relativ niedriger Startnummer, wenn sich dann das Wetter ändert, wie in Sapporo schon oft erlebt, kann auch der gewinnen.


Franz Göring und Rene Sommerfeld laufen beide. Ein Ausscheidungsrennen für die Staffel?
Über die Staffelbesetzung entscheide ich nicht nach einem Rennen.

Wie viele Medaillen sollen es denn noch werden?
So viele, wie irgend möglich, aber in den Staffeln würde es mich besonders freuen, wenn beide Mannschaften auf dem Treppchen stehen könnten.

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