Claudia Nystad und Pietro Piller Cottrer siegen im Prolog

Nadine Gärtner am 14.03.2008 - 16:35 Uhr
Beim Weltcupfinale im italienischen Santa Caterina bei Bormio hat Claudia Nystad den Prolog über 2,5km für sich entschieden. Die 30-Jährige gewann vor der Norwegerin Astrid Jacobsen, bei den Herren hatte Pietro Piller Cottrer knapp die Nase vor Tord Asle Gjerdalen vorn.

Nystad mit starkem zweiten Teilstück
Während viele andere Athletinnen wie auch Teamkollegin Evi Sachenbacher Stehle das Rennen zu schnell anging, machte die Oberwiesenthalerin Claudia Nystad auf der anspruchsvollen und von tiefem Schnee bedeckten 2,5km-Runde alles richtig und machte nach der Zwischenzeit in den Gleitstücken die entscheidende Zeit gut. Die 30-Jährige erreichte das Ziel 5,4 Sekunden vor der favorisierten Norwegerin Astrid Jacobsen und holte sich damit ihren zweiten Weltcupsieg. Die 21-jährige Studentin aus Oslo machte mit ihrem zweiten Rang nur wenige Punkte auf die im Gesamtweltcup weit vorn liegende Virpi Kuitunen gut, die heute Vierte hinter ihrer Landsfrau Riitta-Liisa Roponen wurde. Petra Majdic wurde Fünfter vor der Ibacherin Steffi Böhler, die ein überaus starkes Rennen zeigte. Katrin Zeller und Evi Sachenbacher Stehle kamen schließlich mit etwa einer halben Minute Rückstand ins Ziel. Die Fünfte im Bunde, Sprintspezialistin Nicole Fessel aus Oberstdorf, verpasste als 34. mit 40 Sekunden Rückstand aus Nystad die Weltcuppunkte.

Piller Cottrer macht wichtige Punkte gut
Zum Ende der Saison könnte es für den Oberwiesenthaler René Sommerfeldt noch einmal eng werden im Kampf um den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Der 33-Jährige kam in Santa Caterina über 3,3km in der freien Technik als bester Deutscher auf Rang 16 ins Ziel und war dabei 13,9 Sekunden langsamer als Pietro Piller Cottrer. Der Carabinieri aus Sappada machte vom Start weg einen ausgezeichneten Eindruck und sicherte sich einen Wimpernschlag vor dem Norweger Tord Asle Gjerdalen, der das Rennen recht langsam begann, den Sieg. Ebenfalls ein starkes Rennen zeigte der 21-jährige Tscheche Martin Jaks aus Liberec, der den dritten Rang vor dem U23-Weltmeister Dario Cologna aus der Schweiz belegte. Gute Aussichten für die nächsten Tage haben jedoch auch Giorgio Di Centa, Anders Södergren, Vincent Vittoz und Petter Northug, die die weiteren Plätze belegten.


Deutsche mit knapp 15 Sekunden Rückstand
Etwa 15 Sekunden Rückstand handelte sich das deutsche Trio René Sommerfeldt, Tobias Angerer und Jens Filbrich ein, die damit die Ränge 16 bis 18 erreichten. Bundestrainer Jochen Behle bezeichnete die Resultate der Herren als "im Rahmen". Das Feld liege "sehr eng zusammen" und seine Schützlinge hätten "hinten raus noch Plätze gutgemacht". Sommerfeldt verlor nach einem harten Kampf auf "schweineharten und tiefen" letzten Kilometern nur einen Rang auf einen weiteren Konkurrenten um den zweiten Platz im Gesamtweltcup, Tor Arne Hetland aus Norwegen. Josef Wenzl war der vierte Deutsche, der das Rennen aufnahm. Für ihn ging und geht es vor allem um das Durchhalten, denn der Sprintspezialist aus Zwiesel betritt mit einer solchen Herausforderung Neuland. Der 23-Jährige kam schließlich mit einer Minute Rückstand als 67. in die Wertung.

Samstag Massenstart im klassischen Stil
Am morgigen Samstag stehen Massenstarts über 10km für die Damen und 20km für die Herren auf dem Programm, in dem es wie heute wieder Bonussekunden für die Besten gibt. Die Resultate werden für die Gesamtwertung zusammengezählt, die erreichten Weltcuppunkte erhält der Athlet jedoch nur, wenn die Mini-Tour am Sonntag beendet wird.