Vincent Vittoz feiert ersten Saisonsieg

Nadine Gärtner am 15.03.2008 - 18:02 Uhr
Kurz vor dem Saisonende hat es dann doch noch einmal geklappt für den Franzosen Vincent Vittoz. Nach einer souveränen Leistung sicherte sich der 32-Jährige seinen ersten Sieg in diesem Winter vor Bauer und Gjerdalen.

Früher Angriff - nur Bauer hält mit
Schon früh im Rennen machte der Franzose Vincent Vittoz gehörig Tempo und sicherte sich schon beim ersten Zwischensprint nach 1,9km wie auch im weiteren Rennverlauf alle zu vergebenen Bonussekunden für die Gesamtwertung dieser Mini-Tour. Schnell baute er seinen Vorsprung auf die nächsten Konkurrenten immer weiter aus, nur Lukas Bauer versuchte am Berg zu dem 32-Jährigen aus La Clusaz aufzuschließen, musste dieses Vorhaben aber wieder aufgeben. Anschließend bildete er lange Zeit mit Valerio Checchi und dem Frankenhainer Jens Filbrich eine Dreiergruppe, bis er erneut davon zog und sich auf die Verfolgung machte. So wurde der Tscheche schließlich Zweiter hinter dem bärenstark auftrumpfenden Vittoz, der ansonsten mit einer verkorksten Saison zu kämpfen hatte.

Gjerdalen mit starkem Finale - Filbrich bricht ein
Ähnlich wie Virpi Kuitunen am Mittag zeigte auch der Norweger Tord Asle Gjerdalen auf den letzten ein bis zwei Kilometern ein ganz starkes Rennen und machte viel Zeit gut. Der Newcomer des Winters schloss zu Checchi und Filbrich auf und ließ sie stehen - das bedeutete den dritten Rang für den 24-jährigen Medizinstudenten aus Oslo. Vierter wurde der Römer Valerio Checchi vor dem Norweger Simen Østensen, der ebenfalls wie Gjerdalen am Ende noch viel Zeit gutmachte und vorbei an Filbrich auf den fünften Rang stürmte. Dennoch lief der Thüringer nach Meinung des Trainers Jochen Behle ein "hervorragendes Rennen" und auch er selbst zeigte sich sehr zufrieden. Filbrich, der vor zwei Tagen 29 Jahre alt wurde, ging "auf der knüppelharten Strecke zweimal über die Grenzen und ging blau", sicherte sich aber trotzdem den sechsten Platz am heutigen Tage.


Gute Chancen auf zweiten Gesamtweltcup-Platz für Sommerfeldt
Weiterhin sehr gute Chancen auf den zweiten Rang im Gesamtweltcup hat der Oberwiesenthaler René Sommerfeldt, wie Jochen Behle nach dem Wettkampf zufrieden konstatierte. Sowohl mit den Leistungen von Sommerfeldt als auch von Tobias Angerer, die die Plätze 14 und 15 belegten, zeigte sich der Trainer zufrieden, denn beide hatten gut zusammengearbeitet. Angerer stellte sich in den Dienst seines Teamkollegen, nachdem Behle ihm ein "Bitte bremsen, nimm den Sommi mit!" zurief. So blieb der Rückstand auf den größten Rivalen im Gesamtweltcup Pietro Piller Cottrer, der Zehnter wurde, erträglich. Für die morgige Verfolgung ist vorn ein einsames Rennen von Vincent Vittoz und Lukas Bauer, die eine knappe Minute trennt, zu erwarten. Für den dritten Platz der Mini-Tour sind nur noch 120 Weltcuppunkte zu gewinnen, Sommerfeldts Vorsprung auf Piller Cottrer beträgt jedoch 102 Punkte, so dass der Deutsche den zweiten Rang im Gesamtweltcup voraussichtlich sichern kann. Josef Wenzl erreichte als 63. mit über neun Minuten Rückstand das Ziel, für den Bayern war jedoch das Durchlaufen eines Distanzrennens das Ziel gewesen.

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