Kuitunen und Teichmann siegen im klassischen Stil

Nadine Gärtner am 08.12.2007 - 14:09 Uhr
Bei den Klassikrennen beim Weltcup in Davos konnten Virpi Kuitunen und Axel Teichmann die Siege einfahren.

Starkes Comeback für Kuitunen
Nachdem sie das letzte Weltcup-Wochenende noch wegen einer Grippe auslassen musste, startete Virpi Kuitunen in Davos wieder voll durch. Vom Fieber genesen trainierte sie bereits seit Montag in der Höhe von Davos, was sich nun auszahlte. Die Finnin sicherte sich den Sieg 10,9 Sekunden vor der Norwegerin Vibeke Skofterud, die bei den Zwischenzeiten lange Zeit die Bestzeiten markiert hatte. Dritte wurden mit Kristin Steira Størmer und Aino Kaisa Saarinen sogar zeitgleich zwei Athletinnen mit 23,5 Sekunden Abstand. Auch Saarinen hatte das Kuusamo-Wochenende erkrankt ausgelassen. Die erst 21-jährige Schwedin Anna Hansson demonstrierte mit ihrem starken fünften Rang ihre stetig ansteigende Form. Auch Claudia Künzel-Nystad und Evi Sachenbacher-Stehle konnten als Siebte und Achte ein gutes Resultat abliefern. Katrin Zeller rundete als 14. das gute deutsche Mannschafts-Ergebnis ab. Steffi Böhler und Manuela Henkel sammelten als 27. und 29. noch wenige Weltcuppunkte. Beste Schweizerin wurde heute Laurence Rochat als 24. vor ihrer höher eingeschätzten Teamkollegin Seraina Mischol, die sich nach einem Sturz mit Rang 28 begnügen musste. Die Österreicherin Katerina Smutna errang als 30. noch einen Weltcuppunkt. Marit Bjørgen verzichtete mit einer Erkältung auf einen Start, Astrid Jacobsen trainiert in Norwegen. Beide hatten in Kuusamo die ersten beiden Plätze belegt.


Teichmann beweist erneut Topform
Mit seinem zweiten Weltcupsieg in diesem Winter konnte der Lobensteiner Axel Teichmann seine Topform einmal mehr unterstreichen. Schon bei der ersten Zwischenzeit lag der Deutsche, der bekannt für seinen langsamen Beginn ist, überraschend weit vorn. Nach einem Drittel der Renndistanz war er zwar leicht zurückgefallen, holte aber anschließend stetig auf und ließ sich den Sieg nicht nehmen. Zweiter wurde der Norweger Odd-Bjørn Hjelmeset, der sich ebenfalls im Rennverlauf steigerte und der sich in Kuusamo augrund der großen Kälte kurzfristig gegen einen Start entschieden hatte. Auch der drittplatzierte Finne Sami Jauhojärvi zeigte ein extrem starkes Rennen und realisierte damit sein bestes Weltcupresultat überhaupt. Auf den letzten Kilometern noch vom Podest verwiesen wurde Kuusamo-Sieger Lukas Bauer, der auf der ersten Rennhälfte die Bestzeiten setzte. Nach ihm reihte sich Eldar Rønning auf dem fünften Rang ein. Wenige Kilometer vor dem Ziel kam der zu diesem Zeitpunkt auf Siegkurs liegende Tobias Angerer ins Straucheln, der Stock brach. Dies geschah direkt in einem Anstieg, so dass er viel Zeit verlor, bis er einen Ersatzstock gereicht bekam. So wurde der Deutsche mit 30 Sekunden Rückstand Sechster - zeitgleich mit einem weiteren Norweger Tor Arne Hetland. Sowohl Franz Göring als auch Jens Filbrich mussten auf der letzten Runde noch Federn lassen, so dass sie sich am Ende auf den Positionen 18 und 19 direkt hinter Rene Sommerfeldt einreihten. Auch Benjamin Seifert lief als 27. noch in die Weltcuppunkte. Überzeugen konnte auch der einzige Österreicher im Starterfeld, Christian Hoffmann, der 13. wurde. Bester Schweizer wurde Curdin Perl als 30.

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