Kuitunen und Hattestad feiern Sprintsiege

Nadine Gärtner am 05.03.2008 - 17:52 Uhr
Bei glänzenden äußeren Bedingungen fanden die Klassiksprints in der Innenstadt von Drammen statt. Virpi Kuitunen und Ola Vigen Hattestad konnten sich als Sieger feiern lassen.

Kuitunen siegt souverän
Wie in der Vorwoche im klassischen Sprint von Stockholm heißt auch in Drammen die Siegerin Virpi Kuitunen. Die Gesamtweltcup-Führende baute damit ihren Vorsprung in der Punktewertung auf ihre ärgste Verfolgerin Astrid Jacobsen weiter aus. Kuitunen hatte schon in der Qualifikation klargestellt, dass der Sieg heute erneut wieder nur über sie geht und mit fast zwei Sekunden Vorsprung die schnellste Zeit im Prolog in den Kunstschnee gelegt. Auch die nächsten Läufe dominierte sie klar und lief alles von vorn. Im Finale ließ sie ihren Rivalinnen Petra Majdic, die schon drei Klassiksprints in diesem Winter gewann, und Astrid Jacobsen nur wenig Hoffnung auf den Sieg. Im Kampf um den zweiten Platz setzte sich schließlich Majdic knapp vor der Norwegerin durch, die damit weitere 40 Punkte im Weltcup auf Kuitunen verliert. Nur kurzzeitig im Finale um die Podestplätze mitkämpfen konnten Aino Kaisa Saarinen, Lina Andersson und Mona-Liisa Malvalehto, die die weiteren Plätze belegten. Im kleinen Finale hatte sich zuvor Pirjo Muranen mit dem stärkeren Schlusssprint knapp vor Justyna Kowalczyk durchgesetzt.

Hattestad vor Svartedal - über 50% Norweger
Dass die Gastgeber ihren Heimsprint im südnorwegischen Drammen nahe Oslo dominierten, ist nicht vermessen zu sagen: 16 der 30 Läufer, die die Qualifikation überstanden, kamen aus der gastgebenden Nation. Zehn von ihnen kamen sogar ins Halbfinale und kämpften um Positionen unter den besten Zwölf. Nachdem der Zweite von Stockholm, Børre Næss, das Geschehen am gesamten Tage deutlich dominiert hatte, zog er ausgerechnet im Finale den Kürzeren und kam nach einem Strauchler zu Beginn über den vierten Platz nicht hinaus. Vorn machte zunächst der 22-jährige Emil Jönsson aus Schweden das Tempo, musste dann aber erkennen, dass die Ski der Norweger besser liefen, und Hattestad und Svartedal vorbeiziehen lassen. Beide lieferten sich einen packenden Schlusssprint die ansteigende Zielgerade hinauf, die Stockholm-Sieger Jens Arne Svartedal sehr entgegen kommt. Dennoch kam er nicht mehr ganz an seinen Landsmann heran, so dass Ola Vigen Hattestad über den Sieg und die Übernahme des Sprint-Trikots von Jönsson jubeln konnte. Hinter dem Schweden belegten Børre Næss, John Kristian Dahl und der Japaner Yuichi Onda, der sich wie Jönsson ebenfalls im Halbfinale der norwegischen Übermacht erwehren konnte, die weiteren Plätze. Im rein-norwegischen B-Finale sicherte sich Johan Kjølstad den siebten Rang.


Keine Chance für deutschsprachige Athleten
Nichts zu holen gab es für die deutschsprachigen Athleten so kurz vor dem Saisonende. Von den DSV-Herren hatte nur Josef Wenzl die Reise an den Drammensfjorden angetreten, doch er musste bereits in der Qualifikation gegen die norwegische Übermacht die Segel streichen. Von Erkältungen geplagt mussten Steffi Böhler und Claudia Nystad kurzfristig auf den Start verzichten. Während Böhler nun in die Heimat reist, um bis zum Saisonfinale wieder fit zu sein, hofft Nystad, am Samstag im 30km-Holmenkollen-Rennen wie geplant eingesetzt werden zu können. Die übrigen deutschen Starterinnen Manuela Henkel, Nicole Fessel und Evi Sachenbacher Stehle kamen über das Viertelfinale nicht hinaus. Beste Deutsche wurde somit Nicole Fessel als 18. Wenig Grund zur Freude gab es auch aus Sicht der Österreicher und Schweizer. Überraschend schied die Siebte von Stockholm, Katerina Smutna, bereits in der Qualifikation aus. Besser erging es auch den Schweizerinnen um Seraina Mischol nicht, die jedoch seit einer Woche unter Magenbeschwerden leidet. Nur Christoph Eigenmann behauptete sich zunächst sehr gut und kam unter die ersten 30. Im Viertelfinale schied jedoch auch er gegen die schnelleren Norweger aus.

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