Skilanglauf-Weltcup in Trondheim: Jauhojärvi und Majdic siegen im Klassik-Massenstart

XC-Ski Redaktion am 14.03.2009 - 15:51 Uhr

Sami Jauhojärvi und Petra Majdic heißen die Sieger aus den klassischen Distanzrennen in Trondheim. Tobias Angerer kam nach einem starken Rennen auf den zweiten Platz, Evi Sachenbacher-Stehle wurde Fünfte.

Spannendes Damen-Rennen mit vielen Führungswechseln
Bereits von Beginn an war das 30 Kilometer-Rennen der Damen ausgesprochen spannend. Viele Führungswechsel und Ausreißversuche sorgten für ein schnelles Tempo. Auch die an drei Stellen vergebenen Bonuspunkte für den Gesamtweltcup gaben dem Rennen ausgeprochen interessante Impulse. Bereits nach sechs Kilometern setzten sich Petra Majdic, Justyna Kowalczyk und Aino Kaisa Saarinen im Kampf um die ersten Bonussprintpunkte vom Feld ab. Wenig später hatte Petra Majdic allerdings mit Problemen zu kämpfen. Sie fiel in die Verfolgergruppe zurück und hatte teilweise einen Rückstand von über 40 Sekunden auf die Führenden. Therese Johaug hatte mittlerweile zu den Spitzenreiterinnen Justyna Kowalczyk und Aino Kaisa Saarinen aufgeschlossen, die nun abwechselnd attackierten. Insgesamt war man sich an der Spitze jedoch nicht einig, so dass die Verfolgergruppe bestehend aus Evi Sachenbacher-Stehle, Marianna Longa und Masako Ishida immer näher an die Führenden heranrückte. In der letzten Runde konnte Petra Majdic schließlich ihre Kräfte reaktivieren und überquerte nach einer phänomenalen Schlussrunde als Erste die Ziellinie. Justyna Kowalczyk aus Polen wurde Zweite, Masako Ishida aus Japan sicherte sich im Schlussspurt mit Kristin Stoermer Steira den dritten Platz. Vor den abschließenden beiden Rennen liegt Petra Majdic im Gesamtweltcup mit 91 Punkten vor Jusytna Kowalczyk.

Starkes Rennen von Sachenbacher-Stehle
Evi Sachenbacher-Stehle zeigte ein starkes Rennen und belegte am Ende den fünften Rang. Nach dem Rennen äußerte sie sich zufrieden: "Heute ist einfach alles gut gegangen, wir hatten tolle Skier und es hat einfach alles gepasst." Anschließend widmete sie das Rennen dem zurückgetretenen Damen-Trainer Ismo Hämäläinen, der sein Amt aus privaten Gründen aufgegeben hatte. Katrin Zeller belegte am Ende den 17., Claudia Nystad den 20. und Manuela Henkel den 26. Platz.


Erster Weltcupsieg für den Finnen Sami Jauhojärvi
Auch bei den Herren trugen die neu eingeführten Bonussprintpunkte viel zur Spannung bei. Nach etwa acht Kilometern versuchten die Russen Vassili Rotchev und Alexander Legkov einen ersten Ausreißversuch, konnten sich jedoch nicht in der Tempoarbeit einigen und so fielen sie schließlich wieder ins Hauptfeld zurück. Der nächste Ausreißversuch des jungen Kanadiers Alex Harvey riss das Feld schließlich auseinander. Nur eine achtköpfige Verfolgergruppe, unter anderem mit dem späteren Sieger Sami Jauhojärvi, konnte dem Tempo des Kanadiers folgen. Nach mehreren erfolglosen Ausreißversuchen setzte sich der Finne Sami Jauhojärvi in der letzten Runde von der Spitzengruppe ab. Auch Tobias Angerer konnte zu dem Finnen nicht mehr aufschließen, sicherte sich jedoch nach einer souveränen Leistung den zweiten Platz. Alex Harvey aus Kanada wurde Dritter.

Angerer auf dem Podest, Filbrich auf Platz 9
Tobias Angerer erklärte nach seinem zweiten Platz: "In der ersten Runde habe ich einen Stockbruch gehabt und bin hinter dem Feld hergelaufen. Das hat eine Menge Kraft gekostet. Umso mehr freue ich mich, dass es noch für den zweiten Platz gereicht hat." Auch Jochen Behle zeigte sich im Ziel glücklich: "Mit dem Podestplatz von Tobias Angerer und dem neunten Platz von Jens Filbrich sind wir natürlich sehr zufrieden. Man hat gesehen, dass die Sprints das Rennen sehr interessant machen." Jens Filbrich selbst war nach dem Rennen nicht ganz zufrieden: "Ich wollte heute Richtung Podium laufen, dennoch ist Platz 9 natürlich ein ordentliches Ergebnis. Der verpatzte Skiwechsel hat mich etwas Zeit gekostet." Rene Sommerfeldt aus Oberwiesenthal belegte im Ziel den 23. Rang, Axel Teichmann gab das Rennen nach 25 Kilometern mit großem Rückstand auf.

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