DSV und FIS beraten über "Fall Filbrich"

Mario Felgenhauer am 29.11.2005 - 13:30 Uhr
Ein runder Tisch mit Vertretern von FIS und DSV soll eine Lösung im Fall der Schutzsperre von Jens Filbrich bringen.

Nach einem rabenschwarzen Sonntag für Jens Filbrich, der wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes nicht an den Start des Weltcuprennens in Kuusamo gehen durfte, glätten sich allmählich die Wogen. Wie uns Stefan Schwarzbach, Pressesprecher des DSV, mitteilte, gab es bereits erste Gespräche zwischen FIS und DSV. Diese hatten zum Ergebnis, dass sich hochrangige Vertreter beider Verbände binnen der nächsten 2 Wochen an einem runden Tisch einfinden, um über eine Lösung des Problems zu beraten. Parallel dazu prüfen die medizinischen und juristischen Beiräte des DSV den Sachverhalt, so Schwarzbach.

Der medizinische Experte der FIS, Professor Bengt Saltin, erklärte auf Nachfrage von XC-Ski.de: "Die beiden wichtigsten Kriterien für die FIS (Anm.d.Red.: um eine Ausnahmegenehmigung für natürlich erhöhte Hämoglobinwerte zu erhalten) sind:
1. Konstant hohe bis sehr hohe Hämoglobinwerte während des gesamten Jahres.
2. Eine Familienhistorie hoher Hämoglobinwerte.
Jens Filbrich erfüllt diese Kriterien nicht."

Eine Erklärung warum Filbrich diese Kriterien nicht erfüllt, blieb Professor Saltin allerdings schuldig.
Dazu Stefan Schwarzbach weiter: "Ohne Ausnahmeregelung besteht aber eben immer die Gefahr, dass er wieder gesperrt wird. Das ist natürlich ein Zustand, der auf Dauer nicht zumutbar ist."

Hoffen wir also, dass der runde Tisch eine Lösung findet, unter der vor allem der Athlet nicht zu leiden hat. Näheres hierzu in den nächsten Tagen.

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