Finnischer Doppelerfolg in Kuusamo: Sachenbacher-Stehle auf Rang acht

XC-Ski Redaktion am 30.11.2008 - 14:29 Uhr
Evi Sachenbacher
Heimvorteil genutzt: Aino Kaisa Saarinen und Virpi Kuitunen aus Finnland haben das zehn Kilometer Langlauf-Rennen in der klassischen Technik dominiert. Beste DSV-Athletin war Evi Sachenbacher-Stehle als Achte. Bei den Herren gab es über die 15 Kilometer mit Martin Johnsrud Sundby einen überraschenden Sieger. Jens Filbrich wurde Neunter.

Finninnen unschlagbar
Die Langläuferinnen aus Finnland haben die Konkurrentinnen in heimischen Gefilden deutlich deklassiert. Nach 28:16.4 Minuten überquerte Aino Kaisa Saarinen, die als 74. der insgesamt 77 Starterinnen ins Rennen gegangen war, die Ziellinie und setzte die Bestzeit. Ihre Landsfrau Virpi Kuitunen präsentierte sich beim zweiten Weltcup der Saison in einer ebenso guten Verfassung und belegte mit nur 3,8 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Als dritte schaffte die norwegische Ausnahmeläuferin Marit Bjoergen den Sprung auf das Podium. Die 28-Jährige vom Rognes IL war bei teilweise heftigem Schneegestöber lediglich 7,3 Sekunden langsamer in der Loipe als die Siegerin. Marianna Longa aus Italien, die Polin Justyna Kowalczyk und Petra Majdic aus Slowenien erkämpften als Vierte, Fünfte und Sechste wertvolle Weltcup-Punkte.

Sachenbacher-Stehle beste DSV-Athletin
Im Lager der deutschen Läuferinnen konnte einzig Evi Sachenbacher-Stehle mit einem Top-Ten Resultat glänzen. Hinter der Norwegerin Vibeke Skofterud kam die 28-Jährige vom WSV Reit im Winkl auf Rang acht. Diesen Platz muss sie sich allerdings mit der Ukrainerin Valentina Shevchenko teilen, die auf die Zehntelsekunde die gleiche Zeit lief. Als 18. und 20. konnten Steffi Böhler vom SC Ibach und Katrin Zeller aus Oberstdorf nicht mit den besten Läuferinnen mithalten. Auch Manuela Henkel und Nicole Fessel erwischten nicht ihren besten Tag und mussten sich am Ende mit dem 33. Rang zufrieden geben, den sie sich mit der gleichen Laufzeit teilen. Noch schlechter erging es Claudia Nystad, die mit über zwei Minuten Rückstand zur Siegerin nur den 44. Platz belegte.

Überraschungssieger bei den Herren
Über die 15 Kilometer Distanz in der klassischen Technik hat es bei den Herren einen überraschenden Sieger gegeben. Der Norweger Martin Johnsrud Sundby überquerte nach 37:52:50 Minuten die Ziellinie und markierte somit die Bestzeit. Auf dem zweiten Rang landete der Tscheche Lukas Bauer, der sich das Rennen optimal einteilte und auf den letzten Kilometern noch wertvolle Sekunden gut machte. In toller Verfassung präsentierte sich auch der Finne Sami Jauhojärvi beim zweiten Weltcup der Saison. Der 27-Jährige war insgesamt nur 14,1 Sekunden langsamer als Johnsrud. Der Norweger Eldar Roenning, der lange an der Spitze lag, belegte den vierten Rang. An fünfter Stelle findet sich der überraschend starke Kanadier Devon Kershaw wieder. Alexander Legkov aus Russland und der Este Andrus Veerpalu folgten auf den Rängen sieben und acht.

Filbrich zu Beginn sehr stark
Bei der ersten Zwischenzeitnahme nach 3,1 Kilometern lag Jens Filbrich noch in Führung. Auf der äußerst anspruchsvollen Strecke in Kuusamo büßte der Frankenhainer dann einige Sekunden ein, rettete sich aber noch auf den hervorragenden neunten Rang. Die weiteren DSV-Läufer Tobias Angerer und Axel Teichmann belegten die Plätze elf und zwölf im Feld der 86 Athleten. Weltcup-Punkte ergatterte nach überstandener Erkältung auch Franz Göring als 25., für den Oberwiesenthaler René Sommerfeldt blieb am Ende der 29. Rang.

Dritte Station in La Clusaz
Die deutschen Athleten reisen am morgigen Montag zunächst nach Hause und werden in heimischen Gefilden trainieren, bevor die Reise am Donnerstag, den 4. Dezember weiter nach La Clusaz geht. In den französischen Alpen kommen die Freistil-Spezialisten wieder zum Zug. Auf dem Programm stehen die 15 und 30 Kilometer Massenstart sowie die Staffeln über 4x5 und 4x10 Kilometer.

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