Bundestrainer Jochen Behle zuversichtlich vor Rybinsk: "Positiven Trend fortsetzen"

Deutscher Skiverband am 28.01.2009 - 09:41 Uhr
Jochen Behle
Nach gesundheitsbedingten Ausfällen in der letzten Woche kann Jochen Behle nun zuversichtlich auf die kommenden Wettkämpfe und die Weltmeisterschaften schauen. Auch René Sommerfeldt meldet sich vor seinem Wiedereinstieg in den Weltcup zu Wort.

Bundestrainer Jochen Behle: "Endlich wieder in voller Mannschaftsstärke zum Weltcup"
Ich bin natürlich froh, dass wir zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit voller Mannschaftsstärke zu einem Weltcup reisen können. Außerdem können wir nach Otepää feststellen, dass sich unsere Überlegungen, noch einmal einen längeren Trainingsblock bei dem einen oder anderen einzubauen, richtig und notwendig waren. Mit Blick auf die WM wollen wir nun natürlich in Rybinsk schon gerne eine Fortsetzung dieses positiven Trends sehen.

Bei den Damen wird Nicole Fessel voraussichtlich nur den Sprint und ein Distanzrennen bestreiten. Katrin Zeller verzichtet hingegen auf den Sprint und läuft nur auf den längeren Strecken und bei allen anderen gehe ich davon aus, dass sie an allen drei Wettbewerben in Russland teilnehmen.

Bei den Herren planen wir im Sprint mit Josef Wenzl. Über die längeren Distanzen haben wir fünf Startplätze zur Verfügung, so dass wir hier jeweils einen Athleten pausieren lassen werden. Wer das dann sein wird, entschieden wir kurzfristig vor Ort. Glücklicherweise ist die Verletzung von Renè nun doch nicht so tragisch, so dass er im Training bereits wieder relativ gut zurecht kommt. Jetzt hoffen wir, dass er auch im Rennen nicht mehr allzuviel von der Zerrung merkt.

Am morgigen Mittwoch geht es via Charterflug von München nach Jaroslav, nördlich von Moskau, und von dort noch zwei Stunden mit dem Bus nach Rybinsk. Nach dem Weltcup fliegen wir am Montag zurück und fahren von dort direkt weiter zum WM-Vorbereitungslehrgang nach Toblach. Als Abschluss dieses Trainingsblocks – und damit als Generalprobe für die WM – planen wir den Weltcup in Valdidendro.

René Sommerfeldt: "Keine Ahnung, wo ich stehe"
Nachdem ich mit Fieber aus der Tour de Ski aussteigen musste, konnte ich erst einmal acht Tage gar nicht trainieren. Dann wollte ich in Otepää wieder einsteigen und habe mir den Knöchel vertreten. Alles in allem lief es also die letzte Zeit nicht so ganz nach Plan.

Als ich am Mittwoch dann erfahren habe, dass doch kein Band gerissen ist, habe ich mich am Donnerstag aber gleich wieder in den Skatingstiefel gezwängt. Frei nach dem Motto: "Nur die Harten kommen in den Garten". Außerdem war das wie ein Druckverband und den hätte ich eh tragen müssen.

Mittlerweile hat die Farbe meines linken Fußes von blau-grün auf schwarz gewechselt. Aber sonst geht es eigentlich ganz gut. Ich bin auf alle Fälle mal froh, dass ich in Rybinsk mal wieder zwei Rennen hintereinander laufen kann. Was allerdings dabei heraus kommt, muss man sehen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo ich stehe.
Weiterführende Informationen:
Rene Sommerfeldt Fan-Forum in der Skiers Lounge

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