Weltcup Rybinsk/ Rußland

Evi Sachenbacher am 04.02.2009 - 12:00 Uhr
Evi Sachenbacher
Wie auch die letzten Jahre machte der Weltcup dieses Jahr auch wieder Station in Rybinsk. Dort ist alles zwar etwas anders als bei uns, aber die Stimmung an der Strecke ist einfach super! Es waren mehrere tausend Zuschauer da, und für die waren die Rennen ein Volksfest, es hat richtig Spaß gemacht dort zu laufen.

Am Freitag ging es los mit einem 10Km skating Massenstart-Rennen. Da hieß es für mich erstmal vorkämpfen, denn dadurch daß ich bei der Tour de Ski krank geworden bin und nicht bis zu Ende durchlaufen konnte, habe ich sehr viele Punkte verloren, oder gar nicht bekommen. Und da die Startaufstellung nach den Punkten im Distanzweltcup geht stand ich dann nicht so weit vorne. Aber ich konnt mich eigentlich ganz gut nach vorne kämpfen und da auch immer in der Spitzengruppe mitlaufen. Die Strecke war allerdings nicht sehr selektiv, und so war vor dem letzten Anstieg noch eine riesen Gruppe von 17 Mädels zusammen, die das Rennen alle gewinnen wollten. Ich hab im letzten Anstieg dann leider nicht die optimale Spur erwischt und bin etwas "angestanden", und konnte nirgends vorbei. Das hieß dann am Ende Platz 11 mit 4 Sekunden Rückstand auf die erste, Marianna Longa(ITA). Steffi hat im Anstieg eine bessere Spur erwischt und konnte mit Platz drei ihren ersten Podestplatz ihrer Karriere feiern. Claudia wurde 24., Katrin 42.und Nicole 46. Bei den Männern konnte Tobi mit einem super Rennen nach seinen vielen Erkrankungen die Saison wiedermal einen Weltcupsieg feiern!

Am Samstag stand dann der Sprint auf dem Programm, und das Problem an dem Tag war, daß es sehr sehr kalt war, es hatte -17 Grad. Beim Einlaufen ging es noch, aber als ich dann meine Überkleidung auszog war ich im Prolog wie eingefroren. Ich kam gar nicht richtig vom Fleck, und das sah ich dann auch an meiner Zeit. Den anderen Mädels von uns ging es genauso, und ich glaub, das war der erste Sprint seit langem, in dem sich keine von uns für die ersten dreißig qualifiziert hat.

Am Sonntag hätte dann eigentlich noch ein Pursuit sein sollen, am Morgen waren es dann allerdings -29Grad!!! Bis zum Wettkampfstart gingen die Temperaturen zwar noch auf -23Grad runter, sie lagen aber doch deutlich über der Grenze von -20Grad, ab der keine Wettkämpfe mehr gestartet werden dürfen.

Mittlerweile sind wir in Toblach in Südtirol zu unserer WM-Vorbereitung. Wir werden von hier aus in knapp zwei Wochen direkt zum letzten Weltcup vor der WM in Val di Dentro fahren, und dann geht es nochmal ganz kurz nach Hause, bevor die WM dann losgeht.

Also bis demnächst,
liebe Grüße

Eure Evi

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