Olympia-Vorbereitung und Weltcup Rybinsk

Evi Sachenbacher-Stehle am 29.01.2010 - 12:00 Uhr
Evi Sachenbacher-Stehle
Nachdem ich die Tour de Ski abgebrochen hatte ging es für mich gleich nach Toblach zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Ich wusste daß mir kurze, schnelle Einheiten gefehlt haben, und die haben wir in Toblach dann zur Genüge gemacht. Von Tag zu Tag habe ich mich im Training besser gefühlt und es war ein total schönes Trainingslager. Ich hatte wieder richtig Spaß am Langlauf und dementsprechend motiviert und mit gutem Gefühl bin ich dann auch nach Rußland gefahren.

Das magere Starterfeld versprach schon fast gute Ergebnisse, die wir für unser Selbstvertrauen auch bitter nötig hatten. Am Freitag war dann der Sprint. Nach Platz elf im Prolog habe ich mich in den Finals richtig gut gefühlt. Leider hatte ich im Halbfinale eine etwas unglückliche Position im Anstieg und konnte meine Stärken nicht richtig ausspielen. Da bin ich dann leider ganz knapp ausgeschieden, und das hieß am Ende Platz 7 für mich, womit ich im Sprint aber überaus zufrieden war.

Am Samstag stand dann mein Lieblingsrennen, der Pursuit auf dem Programm. Auf das Rennen habe ich mich besonders gefreut, und fast hätte uns die Russische Kälte noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, da ab -20 Grad nicht mehr gestartet werden darf. Kurz vor Rennbeginn stieg die Temperatur aber zum Glück auf -19,2 Grad und somit konnte gestartet werden. Die ersten zwei Kilometer tat ich mir ein bißchen schwer ins Rennen zu finden, aber dann lief es richtig gut. Ich hatte schon lange kein so gutes Gefühl mehr im Wettkampf :-). Justina Kowalcyk zeigte gleich von Anfang an ihre Stärke und lief das ganze Rennen vorne weg. Ich war dann in der Verfolgergruppe zusammen mit drei Russinnen. Am vorletzten Anstieg habe ich nochmal all meine Kräfte mobilisiert und versucht meine Konkurentinnen abzuschütteln. Das gelang mir auch ziemlich gut, und so konnte ich das Rennen als zweite mit nur 10s Rückstand auf Kowalcyk ins Ziel laufen. Mein erstes Podium seit zwei Jahren!!!

Am Sonntag war dann noch ein Teamsprint, bei dem ich zusammen mit Steffi ein Team bildete. Es lief von Anfang an wieder richtig gut bei uns und wir konnten letztendlich sogar mit einem kleinen Vorsprung gewinnen. Damit haben wir nun überhaupt nicht gerechnet, um so schöner war es dann aber, und das gab nochmal richtig Selbstvertrauen für die kommenden Wettkämpfe und vor allem die Olympischen Spiele!

Jetzt sind wir nochmal eine Woche zu Hause und am Montag geht es dann nach Kanada. Vorerst allerdings noch nach Canmore, wo nächstes Wochenende der letzte Weltcup vor den Olympischen Spielen stattfindet. Ich freue mich jetzt schon richtig auf Kanada und hoffe daß ich an die guten Ergebnisse von Rußland anknüpfen kann.

Also bis demnächst,
liebe Grüße - Eure Evi

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