Svartedal und Kuitunen Sieger am Stockholmer Schloss

Nadine Gärtner am 27.02.2008 - 17:18 Uhr
Schon traditionell wurde am heutigen Mittwoch ein Klassiksprint rund um das Stockholmer Schloss ausgetragen. Die Weltcup-Siege holten sich die Finnin Virpi Kuitunen und der Norweger Jens Arne Svartedal.

Bedingungen auch in Stockholm schlecht
Wenn selbst in Langlauf-Hochburgen wie Otepää der Schnee mehr als Mangelware ist und immer wieder Regen fällt, ist klar, dass in einer Großstadt wie Stockholm die Bedingungen nicht unbedingt besser sind. Auch dort regnet es bereits seit Tagen, der aus etlichen Kilometern Entfernung herangekarrte Schnee litt. Ohnehin konnte nur ein schmaler Streifen durch die Innenstadt mit Schnee belegt werden, das sich als dunkelgraues, schmales Band um das Schloss zog. Auf der Gegengeraden war ein Laufen von zwei Athleten nebeneinander nahezu unmöglich.

Kuitunen bezwingt Majdic
Schon in der Qualifikation zeigte Virpi Kuitunen, dass mit ihr am heutigen Tage zu rechnen sein wird, wo sie die deutliche Bestzeit vor der Seriensiegerin im Klassiksprint Petra Majdic setzte. Diese beiden Athletinnen machten auch im Finale den Sieg unter sich aus. Wie gewohnt setzte sich die Finnin gleich zu Beginn an die Spitze und versuchte, ein Loch zu reißen. Bald gelang auch dieses Vorhaben, nur ihre ärgste Konkurrentin aus Slowenien konnte ihr folgen. Im Zielsprint hatte Kuitunen dann noch am meisten zuzusetzen und sicherte sich den Sieg vor Majdic, die nur halbherzig jubelte. Dritte wurde die Japaner Madoka Natsumi vor Aino Kaisa Saarinen und Astrid Jacobsen, Evi Sachenbacher-Stehle musste sich als Qualifikations-Dritte mit dem sechsten Rang im Finale begnügen.

Katerina Smutna stark
Einen durchweg sehr starken Eindruck hinterließ die für Österreich startende Katerina Smutna im regnerischen Stockholm. Die gebürtige Tschechin hatte schon in der Qualifikation die viertschnellste Zeit in den nassen Schnee gezaubert und lief auch in ihren Heats gut mit. Mit etwas Glück erreichte sie über die Zeitregelung das Halbfinale und dominierte schließlich ihr B-Finale. Sie erhöhte nach der Hälfte der Distanz das Tempo und zog an den Konkurrentinnen, unter anderem der bis dato Führenden Claudia Nystad vorbei und gewann den Lauf vor Ingrid Aunet Tyldum, die einen Vorteil aus der Haarnadelkurve ziehen konnte, Seraina Mischol und Claudia Nystad, die damit Gesamt-Zehnte wurde. Steffi Böhler, Nicole Fessel und Manuela Henkel schieden im Viertelfinale aus.


Svartedal holt sich den Sieg
Bei den Herren hatte der Norweger Jens Arne Svartedal die Nase vorn. Er konnte sich im Zielsprint vorschieben und den Sieg einfahren. Zuvor hatten jedoch der Lokalmatador Emil Jönsson und der Franzose Cyril Miranda die besseren Karten, Miranda ging sogar zuerst in die Engstelle wenige hundert Meter vor dem Ziel. Doch nach einer leichten Behinderung eines Norwegers konnte er diesen Vorteil nicht für sich nutzen. Jens Arne Svartedal gewann also vor seinem Landsmann Børre Næss und Emil Jönsson, der sich mit seinem dritten Platz vor Heimpublikum nicht ganz zufrieden zeigte. Die weiteren Plätze belegten Dann Eldar Rønning, Cyril Miranda und John Kristian Dahl, der sich früh geschlagen gab. Der Sieg im B-Finale und damit der siebte Gesamtrang ging an den frischgebackenen U23-Weltmeister Robin Bryntesson, der Vassili Rotchev noch kurz vor dem Ziel übersprintete. Der Russe hatte sich zuvor taktisch klug direkt vor dem Engpass vom Endes des Feldes ganz nach vorn geschoben, wurde jedoch nach Juryentscheid noch disqualifiziert.

Wenzl Zwölfter im B-Finale
Mit einem Aufgebot von zwei Herren war der Deutsche Skiverband nach Stockholm angereist. Während der zuletzt kränkelnde Axel Teichmann schon in der Qualifikation die Segel streichen musste, war für Josef Wenzl im Viertelfinale Schluss, er kam nach Disqualifikation Rotchevs als 26. in die Wertung.

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