Kuitunen ist Tour-Königin 2008/09: Böhler stark am Schlussanstieg

Nadine Gärtner am 04.01.2009 - 14:39 Uhr
Virpi Kuitunen im Schlussanstieg
Wer hätte das gedacht? Die Klassikspezialistinnen haben trotz des schweren Schlussanstiegs die Tour de Ski unter sich ausgemacht. Virpi Kuitunen gewann ihre zweite Tour vor ihrer Landsfrau Aino Kaisa Saarinen.

Trotz Rückenschmerzen zum Toursieg
Nicht zuletzt deshalb, weil Kuitunen schon gestern im klassischen Massenstart über ihre altbekannten Rückenschmerzen klagte, galt die Finnin nicht unbedingt als Favoritin auf den Gesamtsieg. Um ihre Kritiker Lügen zu strafen suchte die 31-Jährige auf den ersten welligen Kilometern bis zum Berg ihr Heil in der Flucht und lief dort die vermutlich am Ende entscheidenden Sekunden heraus. Im Anstieg verlor sie zwar kontinuierlich auf die Konkurrentinnen, lief aber ein konstantes Tempo, das ihr schließlich den Sieg einbrachte. Aino Kaisa Saarinen, die kurzzeitig an ihrer Teamkollegin vorbeigezogen war, musste diese dann wieder passieren lassen. Auch Petra Majdic, die lange Zeit ein starkes Rennen lief, musste wenige hundert Meter vor dem Ziel einen Einbruch hinnehmen. Dennoch wurde die Slowenin sehr gute Dritte. Ebenfalls sehr gut konnte sich die Polin Justyna Kowalczyk präsentieren, die auf den vierten Platz vorlief und Marianna Longa hinter sich ließ.

Norwegerinnen mit Licht und Schatten
Einen völligen Einbruch musste die mitfavorisierte Marit Bjoergen hinnehmen, die vom Start weg viel einbüßte und am Berg stehend K.o. ging. Sie konnte sich nach ihrem vierten Startplatz nur knapp noch unter den besten Zehn halten. Während ihre Teamkolleginnen Marthe Kristoffersen und Astrid Jacobsen erkrankt auf einen Start verzichteten, zeigten Therese Johaug und Kristin Steira Stoermer, dass ihnen dieser Anstieg naturgemäß sehr gelegen kommt. Die 20-jährige Therese Johaug fegte mit der schnellsten Zeit bergauf und verbesserte sich so vom elften auf den sechsten Rang nach vorn. Ähnliches gelang Kristin Steira Stoermer, die sich von 13 auf den neunten Platz verbesserte.

Steffi Böhler mit starker Schlussetappe
Auch im deutschen Lager gab es mit der grippekranken Evi Sachenbacher-Stehle einen erneuten Ausfall zu verkraften. Dennoch gibt es Grund zur Freude, denn Steffi Böhler konnte sich auf dem Weg zur Alpe Cermis deutlich verbessern. Die 27-Jährige aus Ibach schloss Meter für Meter zu den vor ihr gestarteten Damen auf und reduzierte ihren Startrückstand um mehr als eine Minute, so dass es am Ende Rang 13 bedeutete. Claudia Nystad und Katrin Zeller beendeten das Rennen als 16. und 17.

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