Freistilsprints beim Weltcup in Lahti: Northug und Majdic setzten sich durch

XC-Ski Redaktion am 07.03.2009 - 14:09 Uhr

© Aapo Laiho
Bei sehr guten äußeren Bedingungen standen am ersten Tag des Skilanglauf-Weltcups von Lahti die Freistilsprints auf dem Programm, die Petra Majdic und Petter Northug jr. für sich entschieden.

Northug beweist seine Stärke
Als wollte er sagen: "Ich bin der beste Sprinter!" ging Petter Northug jr. in den Finallauf der Herren. Der dreimalige Goldmedaillen-Gewinner von Liberec ging das Rennen überraschend offensiv an und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit dem besten Sprinter des Winters, seinem Teamkollegen Ola Vigen Hattestad. Kopf-an-Kopf gingen beide Norweger auf die Zielgerade und erst das Zielfoto musste über den Sieger entscheiden: Petter Northug hatte die Fußspitze knapp vorn und triumphierte somit auch im ersten Rennen nach den Titelkämpfen. Die übrigen Finalteilnehmer waren schon früh zu Statisten degradiert worden und hatten keine Chance, an den beiden sich belauernden Norwegern vorbeizulaufen. So schaffte der Russe Nikolay Morilov als bester Läufer unter den Verfolgern den Sprung aufs Podest. Oeystein Pettersen belegte vor Renato Pasini den vierten Rang. Alexei Petukhov musste den Lauf schon früh als aussichtlos abschreiben. Im B-Finale holte sich John Kristian Dahl den Sieg vor seinem Landsmann und Prolog-Sieger Eirik Brandsdal.

Majdic zurück zu alter Form
Zum sechsten Male in diesem Winter heißt die Sprintsiegerin Petra Majdic. Die Slowenin, die sich im WM-Sprint müde fühlte und früh ausschied, ließ auf der Zielgeraden die Weltmeisterin Arianna Follis hinter sich. "Ich bin sehr zufrieden, schaue aber schon auf die nächste Saison. Ich habe nach Liberec noch einmal versucht, mich neu zu konzentrieren. Und das ist mir wohl gelungen", freute sich die Slowenin, die auch die Führung im Gesamtweltcup vor der erkrankten Aino Kaisa Saarinen übernahm. Die mit großem Abstand Schnellste im Prolog, Pirjo Muranen, musste sich mit dem dritten Rang begnügen. Sie wirkte während aller Läufe sehr stark, verhakte sich aber in der letzten Kurve mit Majdic und konnte so nicht mehr ganz um den Sieg mitsprinten. Auch die zweite Slowenin Vesna Fabjan zeigte sich auf den extrem schweren Strecken von Lahti in sehr guter Form und musste sich im Zielsprint knapp mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Charlotte Kalla wurde Fünfte vor Riikka Sarasoja und Natalia Matveeva. In das große Finale war nach Juryentscheid auch noch Kalla als siebte Läuferin gekommen, die Schwedin war im Halbfinale durch einen Fehler am Startgate behindert worden. Im B-Finale setzte sich Marthe Kristoffersen vor Kuitunen durch und wurde somit Achte.



Schwarzer Tag für deutsche Starter
Für die deutschen Starterinnen und Starter gab es in Lahti nicht viel zu ernten. Zwar präsentierte sich Miriam Gössner wieder sehr stark und wurde als 16. beste Deutsche, dennoch täuscht das nicht über die Misere im deutschen Damen-Team hinweg - macht sie sogar eher noch deutlicher. Wie die 18-jährige Biathletin schieden auch Manuela Henkel, die in der ungeliebten Freistiltechnik im Prolog noch die achte Zeit lief, Claudia Nystad und Nicole Fessel schon im Viertelfinale aus. Für Evi Sachenbacher-Stehle war sogar schon nach der 31. Zeit im Prolog Schluss. Ähnlich erging es auch den Herren, die ohne den erkrankten Josef Wenzl nach Lahti reisten. In der Qualifikation war Axel Teichmann noch der Schnellste, musste aber als 32. wie auch Daniel Heun, Tom Reichelt und Oliver Wünsch schon vorzeitig die Segel streichen.

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