Langlauf-Weltcup Lillehammer: Elf Deutsche in Norwegen

Denise Herrmann © Laiho/NordicFocus

Für die Rennen in Norwegen hat Bundestrainer Frank Ullrich fünf Athletinnen und sechs Athleten nominiert.

Damen

– Nicole Fessel (SC Oberstdorf)
– Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
– Claudia Nystad (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
– Monique Siegel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
– Katrin Zeller (SC Oberstdorf)

Herren

– Tobias Angerer (SC Vachendorf)
– Thomas Bing (Rhöner WSV Dermbach)
– Hannes Dotzler (SC Sonthofen)
– Jens Filbrich (SV Eintracht Frankenhain)
– Axel Teichmann (WSV Bad Lobenstein)
– Tim Tscharnke (SV Biberau)

AKTUELLE STATEMENTS

Tim Tscharnke
„Ich bin nach meiner Verletzungspause im Sommer mit großer Unsicherheit in Kuusamo an den Start gegangen. Vor allem der neunte Platz im Klassikrennen war dann sehr erfreulich, aber doch auch überraschend. Ich freue mich sehr, dass ich damit schon mal die halbe Olympia-Qualifikation geschafft habe. Beim Verfolger am Sonntag habe ich dann aber gemerkt, dass mir einfach noch die Grundlagen und die Substanz fehlen, um drei Wettkämpfe am Stück auf hohem Niveau erfolgreich zu absolvieren.

Zum Glück habe ich beim Laufen jetzt keine Beschwerden mehr, obwohl mein Ellenbogen immer noch gelb und geschwollen ist. Mir fehlt aber noch die Praxis, da ich im Sommer keinen einzigen Wettkampf bestreiten konnte. Erst Mitte September bin ich wieder langsam in das komplexe Training eingestiegen.

In Lillehammer werde ich wieder beim Klassikrennen dabei sein. Dann die Qualifikationsnorm für Sotschi komplett zu machen, wäre natürlich das Ziel. Aber insgesamt möchte ich einfach einen sehr guten Wettkampf abliefern. Mal schauen, für welche Platzierung es dann reicht.“

Deinse Herrmann
„Ich hatte mich schon in der Vorbereitung ganz gut gefühlt. Es lief in Muonio immer besser, sodass ich mit einem guten Selbstbewusstsein nach Kuusamo gefahren bin. Als mir die Trainer dort dann im Prolog zuriefen, dass ich drei Sekunden vor Marit Bjoergen liege, konnte ich das trotzdem nicht glauben. Ich dachte schon, ich sei eine falsche Strecke gelaufen und keiner hätte es gemerkt. Im Sprint selbst war ich dann schon total happy, als ich mich fürs Halbfinale qualifizieren konnte und damit die halbe Olympia-Quali sicher hatte. Das Finale bin ich dann eigentlich relativ entspannt angegangen. Ich hatte mit der kompletten Olympia-Norm schon mein größtes Ziel erreicht, ans Podest habe ich da gar nicht gedacht. Ich war mir sicher, dass ich da keine Chance habe. Es war unglaublich, dann tatsächlich mein erstes Weltcup-Podium zu holen! Nach dem Rennen ist mein Handy bestimmt fünf Mal abgestürzt, so viele Nachrichten habe ich bekommen.

Ich freue mich auf die nächsten Rennen in Lillehammer und vor allem auf unsere erste Staffel! Mit der Mannschaft oder im Team-Bewerb eine Medaille zu holen, ist unser Hauptziel für Sotschi. Da rechnen wir uns einfach die besten Chancen aus. Umso spannender und wichtiger ist es für uns, jetzt in Lillehammer zum ersten Mal zu sehen, wo wir im Team stehen. Aber auch im Klassik-Rennen möchte ich mich möglichst gut präsentieren. Obwohl ich die Skating-Technik eigentlich lieber mag, fühle ich mich zuletzt auch im Klassischen richtig wohl.“