Abenteuer Alaska (Teil 2)
Mandy Kämpf am 02.06.2008 - 09:05 Uhr
Nach dem Ende unseres dreitägigen Besuches in Ambler flogen wir in einem bis zum Rand vollgepackten Kleinflugzeug die 145 Kilometer nach Selawik. Das Letztere ist mit ungefähr 900 Bewohnern das drittgrößte Dorf in der alaskanischen Arktis. Es streckt sich über die zwei Seitenarme des Flusses Selawik, welcher seit jeher reichen Fischfang als auch guten Zugang und Transport zu diesem Ort ermöglichte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Selawik, in der Inupiat Sprache, nach einer Fischart benannt, und bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts von den Russen während deren Kolonialzeit in Alaska genutzt wurde. Im Gegensatz zu den anderen Dörfern auf unserer Reise ist die Umgebung von Selawik weitgehend flach. Der See Selawik ist nicht weit vom gleichnamigen Dorf entfernt. Dieser ist mit 1050 km2 einer der größten Seen in Alaska und somit in den USA. Außerdem gehört der See zum Selawik National Wildlife Refuge, da der See ein bedeutender Bruht- und Ruheplatz für Wassereulen ist. Unsere Abende verbrachten wir mit dem Anfeuern der einheimischen Mannschaft bei einem mehrtägigen Basketballturnier. Neben dem Fahren von Schneemobilen ist Basketball die beliebteste Freizeitaktivität in den ländlichen Teilen von Alaska. Basketballspiele ziehen junge und alte Menschen gleichermaßen an und erfreuen sich hoher Zuschauerzahlen. Zum Abschied unseres Besuches in Selawik wurden wir mit einer anderen Realität dieser Welt konfrontiert. Das Dorf versammelte sich auf dem Flughafen, um die, im Kleinflugzeug transportierten, verstorbenen Reste von einem der ihren abzuholen. In einem Nachbardorf hatte ein fast dreißigjähriger Mann, vermutlich unter Alkoholeinfluss, russisches Roulette gespielt.
Ursprünglich wollten wir mit Skiern die 55 Kilometer lange Strecke von Selawik nach Kiana bewältigen. Die in diesen Breiten übliche rasche Wetteraufwärmung machte diesen Plan aber zunichte, da durch das warme Wetter die Lawinengefahr bei der Überquerung eines Bergpasses zu groß war. Das Wort Kiana bedeutet „wo die zwei Flüsse sind“. Die zwei Flüsse sind hier die Kobuk und der Squirell. Um uns einen besseren Eindruck von der Umgebung zu verschaffen, haben wir gleich nach unserer Ankunft in Kiana eine Skitour zu einem der umliegenden Berge gemacht. Die Mühe hatte sich gelohnt. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die Baird Bergkette sowie Tundralandschaft, Flüsse und Wälder, die sich in einem weiten Tal erstrecken. Am nächsten Tag nutzen wir die Möglichkeit, einem Hundeschlittenbauer über die Schulter zu schauen. Der fast Achtzigjährige zeigte uns seine zwei neugefertigten Schlitten, die er im Verlauf des letzten Jahres hergestellt hat, als auch seine für uns exotische Werkstatt und Werkzeuge. Danach erzählte er uns bei einer Tasse Kaffe in seiner Wohnstube interessante Geschichten über sein Leben. Außerdem wurden wir zu einer Besichtung des lokalen Krankenhauses eingeladen. Wir erfuhren dort über die Einrichtung der Telemedizin: Patienten müssen somit nicht in weitentfernte Krankenhäuser wie z.B. Anchorage transportiert werden, sondern können vor Ort durch modernste Instrumente und Computertechnik untersucht werden. Diese Verfahren reduzieren die finanziell aufwendigen Krankentransportflüge um 70 Prozent. Unser Besuch in Kiana endete obligatorisch mit unserem Skifestival. Nach dem Ende des Festivals hatten einige Schüler der Grundschule immer noch nicht genug vom Skifahren und wollten noch weitere Fangspiele auf Skiern und auch eine kleine Skitour unternehmen. Am nächsten Tag hieß es dann Abschied von einem Teil von Alaska zu nehmen, der nach wie vor vielen Menschen unbekannt ist. Nach zwei Wochen in der Wildniss flogen wir müde aber glücklich über das Gesehen und Erlebte zurück nach Anchorage, in die nunmehr noch größer erscheinende Stadt.
Ursprünglich wollten wir mit Skiern die 55 Kilometer lange Strecke von Selawik nach Kiana bewältigen. Die in diesen Breiten übliche rasche Wetteraufwärmung machte diesen Plan aber zunichte, da durch das warme Wetter die Lawinengefahr bei der Überquerung eines Bergpasses zu groß war. Das Wort Kiana bedeutet „wo die zwei Flüsse sind“. Die zwei Flüsse sind hier die Kobuk und der Squirell. Um uns einen besseren Eindruck von der Umgebung zu verschaffen, haben wir gleich nach unserer Ankunft in Kiana eine Skitour zu einem der umliegenden Berge gemacht. Die Mühe hatte sich gelohnt. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die Baird Bergkette sowie Tundralandschaft, Flüsse und Wälder, die sich in einem weiten Tal erstrecken. Am nächsten Tag nutzen wir die Möglichkeit, einem Hundeschlittenbauer über die Schulter zu schauen. Der fast Achtzigjährige zeigte uns seine zwei neugefertigten Schlitten, die er im Verlauf des letzten Jahres hergestellt hat, als auch seine für uns exotische Werkstatt und Werkzeuge. Danach erzählte er uns bei einer Tasse Kaffe in seiner Wohnstube interessante Geschichten über sein Leben. Außerdem wurden wir zu einer Besichtung des lokalen Krankenhauses eingeladen. Wir erfuhren dort über die Einrichtung der Telemedizin: Patienten müssen somit nicht in weitentfernte Krankenhäuser wie z.B. Anchorage transportiert werden, sondern können vor Ort durch modernste Instrumente und Computertechnik untersucht werden. Diese Verfahren reduzieren die finanziell aufwendigen Krankentransportflüge um 70 Prozent. Unser Besuch in Kiana endete obligatorisch mit unserem Skifestival. Nach dem Ende des Festivals hatten einige Schüler der Grundschule immer noch nicht genug vom Skifahren und wollten noch weitere Fangspiele auf Skiern und auch eine kleine Skitour unternehmen. Am nächsten Tag hieß es dann Abschied von einem Teil von Alaska zu nehmen, der nach wie vor vielen Menschen unbekannt ist. Nach zwei Wochen in der Wildniss flogen wir müde aber glücklich über das Gesehen und Erlebte zurück nach Anchorage, in die nunmehr noch größer erscheinende Stadt.
Fotoserie: Abenteuer Alaska (Teil 2)
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