Auch Nordic Walking-Gurus gehen Langlaufen
Norbert Gütlein am 28.12.2005 - 18:38 Uhr
Heiligabend, kurz vor 15 Uhr, Untere Ringloipe am Ochsenkopf, Fichtelgebirge. Es ist neblig, entgegenkommende Läufer tauchen schemenhaft auf, beim Vorbeilaufen ein kurzer Blickkontakt. Das ist doch – tatsächlich: Harald Fichtner, Gründer und 1. Vorsitzender des Verbands der Nordic Walking Schulen (VDNOWAS) hat sich die Skating-Bretter untergeschnallt und genießt die trotz Schmuddelwetters hervorragenden Schneeverhältnisse. Soeben noch hat er eine Lieferung Schneeschuhe beim Sporthändler in Neubau vorbeigebracht, da er „nun schon mal da war“ hat er noch eine Trainingsrunde angehängt. Harald Fichtner, der als erster lizenzierter deutscher Master Trainer ab 2000 das Nordic Walking aus Finnland nach Deutschland gebracht hat, ist „gelernter“ Langläufer. In seiner Jugend war er Auswahlläufer des Skiverbandes Oberpfalz, nebenbei ist er auch DSV-Langlauftrainer. Leider lässt ihm die Führung des VDNOWAS mit seinen 2.500 Mitgliedern in inzwischen 8 europäischen Ländern zu wenig Zeit für dieses schöne Hobby. Nur gut, dass er im Steinwald und Fichtelgebirge die Top-Loipen direkt vor der Haustüre hat. Die Arbeit im Verband läuft gut, die Programme für 2006 sind vorbereitet. Als Neuerung gibt es mit „Active Balance“ ein Konzept zur Gewichtsreduktion und bewussten Ernährung. Das Programm für den verbands- und länderübergreifenden Nordic Walking-Kongress am 23. und 24. Juni 2006 in Friedenfels, der zeitgleich mit dem bekannten Nordic Walking Marathon stattfindet, ist schon in der Post. Viele namhafte Referenten sind angekündigt, darunter Marko Kantaneva, der Erfinder des Nordic Walking. Genau noch ein halbes Jahr bis dorthin, aber die Anmeldungen laufen schon.
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