Australien im Winter - Kangaroo Hoppet - Ab in den Schnee
Thomas Freimuth am 28.08.2007 - 12:15 Uhr
Eine Reise ans andere Ende der Welt. Das Ziel Falls Creek, die Snowy Mountains im Südosten Australiens. Ein Paradies für jeden Skilangläufer, achtzig Kilometer gespurte Loipen, harter Firnschnee der zu wahren "Skatingtouren" einlädt.
Bei traumhaftem Wetter kann man jeden Tag aufs Neue seinen Blick über das weite Land schweifen lassen, ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Die Bühne für ein außergewöhnliches Rennen, den 17. Kangaroo Hoppet, der zur Worldloppet- Serie zählt. Für jeden Australier der ein Paar Ski besitzt ein absoluter Höhepunkt; doch auch viele Skandinavier, einige Kanadier, Italiener, Schweizer, Franzosen und Deutsche wollen sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Zurück zum Start: Abflug von München nach London, das Warten auf den Weiterflug London- Hong Kong beginnt. Frisch aufgetankt, geht's von China aus an den Rand der Millionenstadt Melbourne. Von dort steigt man in den Bus, der seine Passagiere fünf Stunden durch ein grünes, ewig weites Land fährt, in dem hin und wieder eine Schaf- bzw. Rinderfarm auftaucht. Am Ende, nach einer Reisezeit von dreißig Stunden schlängelt sich eine endlos erscheinende Passstraße hinauf zu unserem Ziel Howmans Gap (vier Kilometer unterhalb dem Langlaufgebiet Falls Creek), der Unterkunft für die Hoppet Woche. Im Stil einer Jugendherberge charakterisiert sich unsere Bleibe als ein Treffpunkt verschiedener Nationen, der an Freundlich- und Herzlichkeit seines Gleichen sucht. Unglaublich wen man da alles trifft und wie offen alle miteinander umgehen. Man sitzt mit Millionären, Bankern, Richtern und "einfachen" Sportliebhabern, die in der Herberge arbeiten um Zeit zum Trainieren zu haben, am Tisch und hat Spaß.
Auf der anderen Seite verkürzen die Zeitumstellung (acht Stunden vor) und quietschende Betten die Nachtruhe deutlich, der Toast mit Bohnen und Speck zum Frühstück ist gewöhnungsbedürftig. Howmans Gap liegt mitten in einem Eukalyptusurwald, papageienartige Vögel geben seltsam, lustige Laute von sich, im Tal sieht man Kangaroos springen, es ist so anders als in Deutschland.
Nach einer spannenden, herzerfrischenden Woche mit umfangreichen Trainingseinheiten ließ der Wettkampf nicht mehr länger auf sich warten. Nachdem ein Mädchen die Australische Nationalhymne gesungen hatte, fiel der Startschuss um 9:30 Uhr (Deutschland 1:30 Uhr nachts) und schickte um die tausend Sportler auf die Reise. Eine anspruchsvolle 21 Kilometer Runde war zweimal zu durchlaufen, wobei die besondere Herausforderung in einem über zwei Kilometer langen Anstieg namens Parallaiser lag. Auch die immer weicher werdenden Bedingungen forderten ihren Tribut.
Für mich persönlich sollte es ein perfekter Tag werden. So konnte ich mich schon, auch dank meiner hervorragend schnellen Ski, in der ersten Runde von meinem härtesten Verfolger Ben Sim (Australian National Team) absetzen und das Rennen mit beinahe zwei Minuten Vorsprung gewinnen. Der schnelle Schweizer Pascal Grab, der meinem Vater und mir mit seiner australischen Freundin Katie Land und Leute näher brachte, war durch eine schwere Rippenprellung leider gehandicapt. Eine stimmungsvolle Siegerehrung rundete das Ereignis ab. Ein großes Dankeschön gilt dem Trainer der Australier Finn Marsland, ohne den vieles nicht möglich gewesen wäre. Fazit: Wer Zeit und etwas Geld übrig hat, sollte sich dieses Land und seine Leute auf keinen Fall entgehen lassen! Ein Traum!!
Bei traumhaftem Wetter kann man jeden Tag aufs Neue seinen Blick über das weite Land schweifen lassen, ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Die Bühne für ein außergewöhnliches Rennen, den 17. Kangaroo Hoppet, der zur Worldloppet- Serie zählt. Für jeden Australier der ein Paar Ski besitzt ein absoluter Höhepunkt; doch auch viele Skandinavier, einige Kanadier, Italiener, Schweizer, Franzosen und Deutsche wollen sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Zurück zum Start: Abflug von München nach London, das Warten auf den Weiterflug London- Hong Kong beginnt. Frisch aufgetankt, geht's von China aus an den Rand der Millionenstadt Melbourne. Von dort steigt man in den Bus, der seine Passagiere fünf Stunden durch ein grünes, ewig weites Land fährt, in dem hin und wieder eine Schaf- bzw. Rinderfarm auftaucht. Am Ende, nach einer Reisezeit von dreißig Stunden schlängelt sich eine endlos erscheinende Passstraße hinauf zu unserem Ziel Howmans Gap (vier Kilometer unterhalb dem Langlaufgebiet Falls Creek), der Unterkunft für die Hoppet Woche. Im Stil einer Jugendherberge charakterisiert sich unsere Bleibe als ein Treffpunkt verschiedener Nationen, der an Freundlich- und Herzlichkeit seines Gleichen sucht. Unglaublich wen man da alles trifft und wie offen alle miteinander umgehen. Man sitzt mit Millionären, Bankern, Richtern und "einfachen" Sportliebhabern, die in der Herberge arbeiten um Zeit zum Trainieren zu haben, am Tisch und hat Spaß.
Auf der anderen Seite verkürzen die Zeitumstellung (acht Stunden vor) und quietschende Betten die Nachtruhe deutlich, der Toast mit Bohnen und Speck zum Frühstück ist gewöhnungsbedürftig. Howmans Gap liegt mitten in einem Eukalyptusurwald, papageienartige Vögel geben seltsam, lustige Laute von sich, im Tal sieht man Kangaroos springen, es ist so anders als in Deutschland.
Nach einer spannenden, herzerfrischenden Woche mit umfangreichen Trainingseinheiten ließ der Wettkampf nicht mehr länger auf sich warten. Nachdem ein Mädchen die Australische Nationalhymne gesungen hatte, fiel der Startschuss um 9:30 Uhr (Deutschland 1:30 Uhr nachts) und schickte um die tausend Sportler auf die Reise. Eine anspruchsvolle 21 Kilometer Runde war zweimal zu durchlaufen, wobei die besondere Herausforderung in einem über zwei Kilometer langen Anstieg namens Parallaiser lag. Auch die immer weicher werdenden Bedingungen forderten ihren Tribut.
Für mich persönlich sollte es ein perfekter Tag werden. So konnte ich mich schon, auch dank meiner hervorragend schnellen Ski, in der ersten Runde von meinem härtesten Verfolger Ben Sim (Australian National Team) absetzen und das Rennen mit beinahe zwei Minuten Vorsprung gewinnen. Der schnelle Schweizer Pascal Grab, der meinem Vater und mir mit seiner australischen Freundin Katie Land und Leute näher brachte, war durch eine schwere Rippenprellung leider gehandicapt. Eine stimmungsvolle Siegerehrung rundete das Ereignis ab. Ein großes Dankeschön gilt dem Trainer der Australier Finn Marsland, ohne den vieles nicht möglich gewesen wäre. Fazit: Wer Zeit und etwas Geld übrig hat, sollte sich dieses Land und seine Leute auf keinen Fall entgehen lassen! Ein Traum!!
Weiterführende Informationen:
| Ergebnis: Kangaroo Hoppet Falls Creek (Australien) |
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