Ein kleiner Gruß an einen Mann, der kein Glück hatte

Bjørn Ilsemann am 11.12.2007 - 09:39 Uhr
Ich bin gerade beim Lesen im Internet über einen Artikel über Josef Wenzl auf einer norwegischen Internetseite gestolpert. Dieser zeigt, dass die Fronten zwischen dem norwegischen und deutschen Langlauflager von skandinavischer Seite keineswegs nur verschlechtert werden. Zumindest die Sprinter vom Team Cresco- Sprintgutta (Pølsa Pettersen, J.A Svartedal, Hetland, Rønning etc) zeigen, dass der angespannte Ton von Chef Skinstad nicht die Meinung aller sein muss.

Ein kleiner Gruß an einen Mann, der kein Glück hatte
von Trond Iversen

Unter Langläufern ist eine Krankheit oder Erkältung etwas, womit man im Laufe einer Saison rechnen muss. Ernsthafte Schäden zeigen sich jedoch selten bei Langläufern, aber wenn sie es tun dann kommen sie wenn man am wenigsten damit rechnet und meistens auch noch wenn man in guter Form ist...

Tor Arne [Hetland] musste sich im Sommer an der Hand operieren lassen und ein paar Monate lang alternativ trainieren, während Trond Iversen zwei Monate brauchte um sich von einer Schulterverletzung nach einem Unfall in 2005 zu erholen. Zusätzlich haben die meisten Läufer im Kader mehr oder weniger schwere Belastungsschäden, die am Rücken, an den Knien, an den Ellenbogen oder anderen Stellen auftreten, an denen eine überdurchschnittliche Belastung herrscht. Nicht zu vergessen den leichten Schaden im Kopf den alle haben, aber der selten über das Training hinausgeht.


Wenn Verletzungen auftreten müssen das Training und auch die täglichen Rituale darauf eingerichtet werden. Und ein wenig abhängig davon, wie schwer die Verletzung ist, muss man sich auch neue Trainingsziele und Arbeitsaufgaben setzen, um diese Ziele zu erreichen.

Vor ein paar Wochen wurde Josef Wenzl von einem anderen Läufer während des Trainings in Beitostølen angefahren, infolgedessen er so schwer verletzt wurde dass er für den Rest der Saison ausfällt. So schnell und so plötzlich kann das geschehen. Die meisten Menschen denken nicht groß über so etwas nach, aber für einen Athleten dem dies passiert ist es, buchstäblich, ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Das ganze Training der letzten Monate wirkt sinnlos und alle aufgebaute Form ist plötzlich wie weggeblasen.

Das Sprintgutta- Team schickt die besten Grüße an Josef Wenzl und wünscht gute Besserung. Wir freuen uns auf die nächste Saison. "Viel Glück und gute Besserung!!!"

Fair Play innerhalb und außerhalb der Loipe.

Das Sprintgutta- Team

Quelle: http://www.sprintgutta.no

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