Endlich Schnee!
Norbert Gütlein am 28.11.2005 - 14:02 Uhr
Was tun gegen den Langlauffrust? Nach gutem Verlauf der Saisonvorbereitung schwerer Trainingssturz beim Skirollern im Oktober. Kaum wieder einigermaßen auf den Beinen, eine Erkältung mit hartnäckiger Bronchitis. Nach inzwischen 6 Wochen Zwangspause fast ohne Sport degeneriere ich langsam aber sicher vom Volksläufer zum Sesselakrobaten. Die Schneefälle der vergangenen Woche machen es überdeutlich: jetzt kann mich nur noch Schneetraining retten! Leider sind die Niederschläge nur sehr spärlich ausgefallen.
Trainingspartner Rolle hat eine Idee. Schon am Freitagnachmittag hat er auf dem mit einer dünnen Schneeauflage versehenen Fußballplatz seines Dorfes eine Skating-Technikeinheit absolviert. Mein Versuch, es ihm gleichzutun scheitert daran, dass kurz bevor wir anfangen, die Fußballer ihren Platz zurückerobern und Wintersport dort erst einmal abgesagt ist. Bei einer Frustrunde zu Fuß auf vereisten Feldwegen reift in uns der Gedanke, den Sonntagvormittag für eine Such-den-Schnee-Expedition ins nahe Allgäu zu opfern. Die Internet-Recherche am Vorabend fällt allerdings ernüchternd aus. Laut Wetterdienst liegen in Oberstdorf 25 cm Neuschnee (in der Breite?). Die meisten Verkehrsämter befinden sich informationstechnisch noch im Spätsommer – die Rubriken mit den Schnee-Infos sind überwiegend noch abgeschaltet. Lediglich Balderschwang meldet eine provisorische, mit Skidoo gespurte Loipe „an den Scheunen“.
Am Sonntagmorgen sind wir dorthin unterwegs. Bevor wir den Riedbergpass erklimmen, wollen wir noch einmal in Oberstdorf vorbeischauen. Und siehe da: Am Parkplatz Renksteg glitzert eine frische, breite Skating-Spur in der Sonne. Nichts wie raus aus dem Auto und die Ski angeschnallt. Rolle skatet und verbessert seine 1:1-Technik, ich begnüge mich angesichts meines desolaten Trainingszustands mit einer lockeren Klassik-Einheit, was auch ohne Rille gut gelingt. Die Strecke ist zwischen Renksteg und Skiflugschanze als Rundspur gewalzt. Trotz der sehr geringen Schneeauflage erfüllt sie auch gehobene Ansprüche, von den wenigen Stellen, an denen der Untergrund durchkommt, einmal abgesehen. Im Laufe des Vormittags erscheinen immer mehr Langläufer zum Training, richtig voll wird es allerdings nicht. Verheißungsvoll auch, dass bei Temperaturen um die -10 °C die Schneekanonen im Bereich des Langlaufstadions auf Hochtouren laufen. Vielleicht entsteht aus den Schneevorräten demnächst eine Trainingsloipe, die auch gegen die wohl unausweichlichen Wärmeeinbrüche gefeit ist.
Nach gut zwei Stunden Training bei strahlendem Sonnenschein sind wir glücklich, die ersten Schneekilometer in den Beinen zu haben. Inspiriert fahren wir zurück in die Heimat.
Trainingspartner Rolle hat eine Idee. Schon am Freitagnachmittag hat er auf dem mit einer dünnen Schneeauflage versehenen Fußballplatz seines Dorfes eine Skating-Technikeinheit absolviert. Mein Versuch, es ihm gleichzutun scheitert daran, dass kurz bevor wir anfangen, die Fußballer ihren Platz zurückerobern und Wintersport dort erst einmal abgesagt ist. Bei einer Frustrunde zu Fuß auf vereisten Feldwegen reift in uns der Gedanke, den Sonntagvormittag für eine Such-den-Schnee-Expedition ins nahe Allgäu zu opfern. Die Internet-Recherche am Vorabend fällt allerdings ernüchternd aus. Laut Wetterdienst liegen in Oberstdorf 25 cm Neuschnee (in der Breite?). Die meisten Verkehrsämter befinden sich informationstechnisch noch im Spätsommer – die Rubriken mit den Schnee-Infos sind überwiegend noch abgeschaltet. Lediglich Balderschwang meldet eine provisorische, mit Skidoo gespurte Loipe „an den Scheunen“.
Am Sonntagmorgen sind wir dorthin unterwegs. Bevor wir den Riedbergpass erklimmen, wollen wir noch einmal in Oberstdorf vorbeischauen. Und siehe da: Am Parkplatz Renksteg glitzert eine frische, breite Skating-Spur in der Sonne. Nichts wie raus aus dem Auto und die Ski angeschnallt. Rolle skatet und verbessert seine 1:1-Technik, ich begnüge mich angesichts meines desolaten Trainingszustands mit einer lockeren Klassik-Einheit, was auch ohne Rille gut gelingt. Die Strecke ist zwischen Renksteg und Skiflugschanze als Rundspur gewalzt. Trotz der sehr geringen Schneeauflage erfüllt sie auch gehobene Ansprüche, von den wenigen Stellen, an denen der Untergrund durchkommt, einmal abgesehen. Im Laufe des Vormittags erscheinen immer mehr Langläufer zum Training, richtig voll wird es allerdings nicht. Verheißungsvoll auch, dass bei Temperaturen um die -10 °C die Schneekanonen im Bereich des Langlaufstadions auf Hochtouren laufen. Vielleicht entsteht aus den Schneevorräten demnächst eine Trainingsloipe, die auch gegen die wohl unausweichlichen Wärmeeinbrüche gefeit ist.
Nach gut zwei Stunden Training bei strahlendem Sonnenschein sind wir glücklich, die ersten Schneekilometer in den Beinen zu haben. Inspiriert fahren wir zurück in die Heimat.
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