Gletscherkilometer

Redaktion am 20.10.2003 - 09:10 Uhr

Der Dachstein.....unendliche Weiten.....dies sind die Abenteuer der deutschen Studenten die viele Lichtjahre von zuhause entfernt unterwegs sind um viele Kilometer zu schrubben und sich in Form zu bringen für die ersten Wettkämpfe...


 


Die erste richtige Trainingseinheit auf Schnee ist vorbei und die Begeisterung hält an. Seit Anfang der Woche hat sich der Sturm gelegt und es hat jeden Tag strahlendblauen Himmel und ideale Temperaturen um die –5°C. Am Gletscher sind zwei Loipen gespurt, die sich in Serpentinen auf 9,3 und 7,5km winden. Auf der langen Runde hat man jeden Morgen zwar kaum 10m für sich allein, aber das ist auch gut so, kommt doch dadurch keine Langeweile beim Kilometer Fressen auf.


 


Nun die Frage: Wo und was sind wir? Wir, das heißt 1 Studentin und 4 Studenten aus allen Teilen Deutschlands befinden uns gerade in Ramsau am Dachstein (Österreich). Dorthin hat uns der österreichische Hochschulsportverband eingeladen. Der veranstaltet hier als Ersatz für die Hochschulmeisterschaften die letzten Winter wegen Schneemangels abgesagt werden mussten ein Trainingslager. Die Fakten: 5 Nationen (Österreich, Schweiz, Tschechien, Slowakei und Deutschland) sind hier zusammengekommen um 6 Tage auf dem Dachstein Gletscher zu trainieren. 


 


Der Tagesablauf am Gletscher:


Um 6:45 piepst der Wecker an der Pulsuhr (was so eine Uhr nicht alles für Funktionen hat?!?!) Raus aus dem Bett, frisch gemacht und ab zum Frühstück. Das ist reichhaltig und es gibt auch was für die Seele (Nutella). Dann zurück ins Zimmer, Langlaufanzug angezogen und mit dem Auto zur Talstation der Dachstein Bahn. Die erste Gondel fährt um 7:50, wir schaffen aber meistens erst die um 8:10 (ja wer war denn da wieder nicht fertig?) Die Gondeln sind morgens immer voll (700 Langläufer müssen erst mal hochbefördert werden) und dann findet man sich auch mal schnell nur 10cm neben der hübschesten Langläuferin der Welt (wer wird nicht verraten). Oben auf 2700m angekommen geht’s gleich los. 2 Std. im SB-Tempo auf 7 langen und ein paar kurzen Serpentinen der 9,3km Runde (zum Schluss kannte ich jede auswendig). Aber das härteste an der Trainingseinheit waren wohl die letzten Meter zu Fuß zurück zur Gondel. Da gings nämlich wegen des über den Sommer abgetauten Gletschers noch mal steil bergauf. Zurück im Quartier gibt’s reichlich Mittagessen und während es unsere österreichische Eiche Tom auf 3 Portionen bringt, schaffe ich meistens nur Zwei. Kurzes Nickerchen nach dem Essen und schon geht’s wieder los. Die zweite Einheit ist etwas kürzer, 1,5 Std. Zum Schluss wird’s noch mal hektisch: Blos die Gondel um 17:10 nicht verpassen (ist nämlich die letzte und wer will schon gern allein am Gletscher übernachten). Beim Abendessen selbes Spiel wie am Mittag. Kohlehydrate schaufeln. Alles was nach dem Abendessen kam wird hiermit zensiert, außerdem war ich da viel zu müde um mir alles zu merken! Deswegen Danke an die Össis für ihre Einladung. Euere Meisterschaft könnte ruhig öfter ausfallen! Wir sehen uns in Seefeld!

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