Hinter den Kulissen von XC-Ski.de
XC-Ski/Ralf Klauke am 09.03.2005 - 21:30 Uhr
Lange hatten wir darauf gewartet, dann war es endlich soweit. Die WM Oberstdorf stand vor der Tür. Und so machte sich ein kleines Team von Redakteuren auf in den kleinen Ort im Allgäu, der im Februar den Mittelpunkt der nordischen Skiwelt bildete. Eine Berichterstattung vor Ort ist natürlich ein Muss bei einer Nordischen Ski Weltmeisterschaft im eigenen Land.
Noch bevor die WM in Oberstdorf begonnen hatte, mussten viele Vorbereitungen getroffen werden. Akkreditierungen mussten beantragt, eine Unterkunft gesucht und natürlich die Verpflegung gesichert werden.
Am Montag vor der WM konnten wir nun endlich richtig loslegen. Das insgesamt sechsköpfige Team von XC-SKI traf nach und nach in Oberstdorf ein. Unser Chefredakteur Mario hatte noch eine letzte Ferienwohnung abgreifen können. In optimaler Lage zum Langlaufstadion gelegen, ging der erste Weg natürlich direkt zur Wettkampfstätte. Durch die starken Schneefälle in den letzten Tagen war es etwas schwierig, überhaupt etwas zu finden. Aber es waren ja noch 2 Tage hin bis zum Start.
Nach einigen Tests der Schneeverhältnisse (das Skilaufen war super) mussten noch die weiteren organisatorischen Dinge geregelt werden: PCs für den Internetzugang anmelden, letzte Insider-Informationen sammeln, Vorberichte schreiben.
Einen Tag vor der WM war die Nervosität, nicht von den Sportlern, sondern bei uns schon zu spüren. Positiv war, dass wir am Dienstag ausnahmsweise zu Filmaufnahmen auf die Strecke konnten, was ja normalerweise Entspannung bedeutet hätte. Entspannung direkt konnte man es bei der superschweren Strecke jedoch nicht nennen, aber zumindest Ablenkung von dem ein oder anderen organisatorischen Hindernis, das umschifft werden musste.
Dann die letzte Besprechung vor Beginn des großen Events. Die Aufgaben wurden verteilt, damit uns auch nichts entgeht: Fotos, Berichterstattung, Interviews. Wir waren überall vertreten: im Pressezentrum, auf der Strecke, im Medienbereich für die Interviews und vor Ort in den Wachskabinen.
Die WM wurde Mittwoch Abends eröffnet. Nicht alle hatten die Möglichkeit, die Geschichte der Eisprinzessin und dem kleinen Jungen mitzuerleben – letzte Vorbereitungen für den WM-Auftritt von XC-SKI.de.
Am Donnerstag sollte es dann endlich losgehen. Pünktlich zum ersten Wettkampftag rissen die Wolken auf. Die Einzelrennen der Damen und der Männer fanden bei herrlichem Sonnenschein statt. Alle waren gespannt auf die ersten Medaillen. Die Fernsehanstalten hatten alles perfekt eingeplant: 60 Kameras auf der Strecke, Fernsehstudio im Stadion sowie mehrere Skidoos, die auf der Strecke Interviews von den Sportlern holen sollten. Gut, dass letzteres dann doch noch eingestellt wurde und somit "nur" die Abgase der Skidoos den Sportlern ins Gesicht blies und nicht noch das Mikrofon eines übermotivierten Reporters entgegengestreckt wurde.
Nach wettkampffreiem Freitag, aber trotzdem viel harter Arbeit für aktuelle Berichte und natürlich wieder kleinen Schneetests, ging es am Samstag weiter. Die Strecke von Oberstdorf wurde seinem Ruf als Ausscheidungsstrecke gerecht. Einige Spitzenläuferinnen mussten bereits im klassischen Teil der Verfolgung die Segel streichen. Die Favoritinnen machten das Rennen unter sich aus.
Am Sonntag stand die Verfolgung der Männer auf dem Plan, auf die sich alle deutschen Läufer und viele Zuschauer gefreut haben. Alle haben sie ein hartes und sehenswertes Rennen miterlebt. Die deutschen Teilnehmer hatten leider einen schlechten Tag erwischt und gingen leer aus. Schnell musste das Rennen abgehakt werden. Selbst in unserem Team wurde nun diskutiert, ob, wer, wie, was und wo schaffen sollte.
Als es dann sogar bei den Damen am Montag in der Staffel nicht klappte, na ja, wer sollte es richten? Das alles konnte uns allerdings nicht entmutigen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Langsam hatten wir uns an den Tagesablauf gewöhnt. Morgens früh raus, ins Stadion, Vorbereitung für die Rennen, Liveticker, Fotos, nach dem Rennen Interviews, Nachbericht, Bilder und Interviews einstellen usw. Somit war der Tag schon weitestgehend ausgeplant.
Nach den Teilnahmen an den Mannschaftsführersitzungen und den Vorberichten für den nächsten Tag hatten wir dann Abends endlich auch mal etwas Zeit für uns – zumindest ein Teil der Gruppe, den die ganze Arbeit ist weiterhin nur als Nebenberuf neben den sonstigen Verpflichtungen wie Studium und Klausuren zu sehen. Der andere Teil hatte dann Zeit, etwas die örtlichen Lokalitäten zu besuchen. Natürlich immer nur solange, dass wir am nächsten Tag ausgeschlafen und munter wieder an die Arbeit gehen konnten ;-).
Wie erwartet blieb das deutsche Team am Sprinttag trotz starker Leitungen unter anderem von Viola Bauer auch hier ohne Medaille. Langsam mussten sogar Gerüchte von schlechten Energien, die auf das deutsche Team einwirken und den Athleten die Kräfte rauben, herhalten.
Am Donnerstag wurden dann Alle eines besseren belehrt. Die Männerstaffel gewann nach guter Vorarbeit von Jens Filbrich, Andreas Schlütter und Tobias Angerer sowie einer sensationellen Aufholjagd von Axel Teichmann die Silbermedaille. Alle feierten und endlich war richtig Stimmung bei der Siegerehrung Abends im Nordic Park. Sie flog auch an uns nicht vorbei und wir jubelten mit. Das ließ auf mehr hoffen.
Das es dann gleich am folgenden Tag passieren würde, setzte dem allen die Krone auf. Im Team-Sprint der Männer gewannen Jens Filbrich und Axel Teichmann Silber. Viola Bauer und Claudia Künzel mussten sich wie schon in der Staffel mit der Holzmedaille begnügen.
Wieder gab es eine große Party am Abend, die bis lang in die Nacht andauerte.
So langsam wurde auch uns bewusst, dass die WM nun nicht mehr lange dauern würde. Die ersten mussten bereits wieder abreisen, um ihrer alltäglichen Arbeit nachzugehen. Der größte Teil des Teams blieb aber, um weiterhin alles soweit möglich einzufangen.
An den letzten beiden Veranstaltungstagen sahen wir spannende Wettkämpfe der Damen über 30 km sowie der Männer über 50 km. Im Subpressezentrum am Langlaufstadion, in dem der Liveticker ins Netz übertragen wurde, war es während der gesamten Zeit immer sehr ruhig. Nur wenige verfolgten die Rennen nicht hautnah im Stadion, sondern in der Mixedzone direkt hinter dem Zieleinlauf und vor der Videowall. Am letzten Tag aber füllte sich der große Raum, in dem Laptops von mehr als 50 Personen standen, bis auf den letzten Platz. Der starke Schneefall, der wie schon am Eröffnungstag die WM eröffnete, wollte sie nun auch schon wieder schließen. Leider setzte er 3 Stunden zu früh ein. Mit ein paar Ausnahmen blieb nur das XC-Ski-Team auf seinen Posten, um auch bis zum letzten Augenblick alles festzuhalten. Damit endete die WM Oberstdorf zwar ohne deutsche Medaillengewinner in den Einzelrennen, aber mit großem Sport und einem Nordic Festival der Superlative.
Die beiden Wochen bei der Weltmeisterschaft waren für uns eine sehr schöne Zeit. Wir hoffen, auch Sie waren mit unserer Berichterstattung zufrieden. Das Team hat sehr gut zusammengearbeitet und soweit es uns möglich war, Informationen recherchiert und an Sie weitergegeben. In Kürze werden wir einen kleinen Fragebogen zur Berichterstattung, dem Liveticker usw. online stellen. Wir würden uns freuen, viele Meinungen zu erhalten, damit wir in der Zukunft auch Ihren Wünschen entsprechend weiterarbeiten können.
Für's XC-Ski Team
Ralf Klauke
Noch bevor die WM in Oberstdorf begonnen hatte, mussten viele Vorbereitungen getroffen werden. Akkreditierungen mussten beantragt, eine Unterkunft gesucht und natürlich die Verpflegung gesichert werden.
Am Montag vor der WM konnten wir nun endlich richtig loslegen. Das insgesamt sechsköpfige Team von XC-SKI traf nach und nach in Oberstdorf ein. Unser Chefredakteur Mario hatte noch eine letzte Ferienwohnung abgreifen können. In optimaler Lage zum Langlaufstadion gelegen, ging der erste Weg natürlich direkt zur Wettkampfstätte. Durch die starken Schneefälle in den letzten Tagen war es etwas schwierig, überhaupt etwas zu finden. Aber es waren ja noch 2 Tage hin bis zum Start.
Nach einigen Tests der Schneeverhältnisse (das Skilaufen war super) mussten noch die weiteren organisatorischen Dinge geregelt werden: PCs für den Internetzugang anmelden, letzte Insider-Informationen sammeln, Vorberichte schreiben.
Einen Tag vor der WM war die Nervosität, nicht von den Sportlern, sondern bei uns schon zu spüren. Positiv war, dass wir am Dienstag ausnahmsweise zu Filmaufnahmen auf die Strecke konnten, was ja normalerweise Entspannung bedeutet hätte. Entspannung direkt konnte man es bei der superschweren Strecke jedoch nicht nennen, aber zumindest Ablenkung von dem ein oder anderen organisatorischen Hindernis, das umschifft werden musste.
Dann die letzte Besprechung vor Beginn des großen Events. Die Aufgaben wurden verteilt, damit uns auch nichts entgeht: Fotos, Berichterstattung, Interviews. Wir waren überall vertreten: im Pressezentrum, auf der Strecke, im Medienbereich für die Interviews und vor Ort in den Wachskabinen.
Die WM wurde Mittwoch Abends eröffnet. Nicht alle hatten die Möglichkeit, die Geschichte der Eisprinzessin und dem kleinen Jungen mitzuerleben – letzte Vorbereitungen für den WM-Auftritt von XC-SKI.de.
Am Donnerstag sollte es dann endlich losgehen. Pünktlich zum ersten Wettkampftag rissen die Wolken auf. Die Einzelrennen der Damen und der Männer fanden bei herrlichem Sonnenschein statt. Alle waren gespannt auf die ersten Medaillen. Die Fernsehanstalten hatten alles perfekt eingeplant: 60 Kameras auf der Strecke, Fernsehstudio im Stadion sowie mehrere Skidoos, die auf der Strecke Interviews von den Sportlern holen sollten. Gut, dass letzteres dann doch noch eingestellt wurde und somit "nur" die Abgase der Skidoos den Sportlern ins Gesicht blies und nicht noch das Mikrofon eines übermotivierten Reporters entgegengestreckt wurde.
Nach wettkampffreiem Freitag, aber trotzdem viel harter Arbeit für aktuelle Berichte und natürlich wieder kleinen Schneetests, ging es am Samstag weiter. Die Strecke von Oberstdorf wurde seinem Ruf als Ausscheidungsstrecke gerecht. Einige Spitzenläuferinnen mussten bereits im klassischen Teil der Verfolgung die Segel streichen. Die Favoritinnen machten das Rennen unter sich aus.
Am Sonntag stand die Verfolgung der Männer auf dem Plan, auf die sich alle deutschen Läufer und viele Zuschauer gefreut haben. Alle haben sie ein hartes und sehenswertes Rennen miterlebt. Die deutschen Teilnehmer hatten leider einen schlechten Tag erwischt und gingen leer aus. Schnell musste das Rennen abgehakt werden. Selbst in unserem Team wurde nun diskutiert, ob, wer, wie, was und wo schaffen sollte.
Als es dann sogar bei den Damen am Montag in der Staffel nicht klappte, na ja, wer sollte es richten? Das alles konnte uns allerdings nicht entmutigen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Langsam hatten wir uns an den Tagesablauf gewöhnt. Morgens früh raus, ins Stadion, Vorbereitung für die Rennen, Liveticker, Fotos, nach dem Rennen Interviews, Nachbericht, Bilder und Interviews einstellen usw. Somit war der Tag schon weitestgehend ausgeplant.
Nach den Teilnahmen an den Mannschaftsführersitzungen und den Vorberichten für den nächsten Tag hatten wir dann Abends endlich auch mal etwas Zeit für uns – zumindest ein Teil der Gruppe, den die ganze Arbeit ist weiterhin nur als Nebenberuf neben den sonstigen Verpflichtungen wie Studium und Klausuren zu sehen. Der andere Teil hatte dann Zeit, etwas die örtlichen Lokalitäten zu besuchen. Natürlich immer nur solange, dass wir am nächsten Tag ausgeschlafen und munter wieder an die Arbeit gehen konnten ;-).
Wie erwartet blieb das deutsche Team am Sprinttag trotz starker Leitungen unter anderem von Viola Bauer auch hier ohne Medaille. Langsam mussten sogar Gerüchte von schlechten Energien, die auf das deutsche Team einwirken und den Athleten die Kräfte rauben, herhalten.
Am Donnerstag wurden dann Alle eines besseren belehrt. Die Männerstaffel gewann nach guter Vorarbeit von Jens Filbrich, Andreas Schlütter und Tobias Angerer sowie einer sensationellen Aufholjagd von Axel Teichmann die Silbermedaille. Alle feierten und endlich war richtig Stimmung bei der Siegerehrung Abends im Nordic Park. Sie flog auch an uns nicht vorbei und wir jubelten mit. Das ließ auf mehr hoffen.
Das es dann gleich am folgenden Tag passieren würde, setzte dem allen die Krone auf. Im Team-Sprint der Männer gewannen Jens Filbrich und Axel Teichmann Silber. Viola Bauer und Claudia Künzel mussten sich wie schon in der Staffel mit der Holzmedaille begnügen.
Wieder gab es eine große Party am Abend, die bis lang in die Nacht andauerte.
So langsam wurde auch uns bewusst, dass die WM nun nicht mehr lange dauern würde. Die ersten mussten bereits wieder abreisen, um ihrer alltäglichen Arbeit nachzugehen. Der größte Teil des Teams blieb aber, um weiterhin alles soweit möglich einzufangen.
An den letzten beiden Veranstaltungstagen sahen wir spannende Wettkämpfe der Damen über 30 km sowie der Männer über 50 km. Im Subpressezentrum am Langlaufstadion, in dem der Liveticker ins Netz übertragen wurde, war es während der gesamten Zeit immer sehr ruhig. Nur wenige verfolgten die Rennen nicht hautnah im Stadion, sondern in der Mixedzone direkt hinter dem Zieleinlauf und vor der Videowall. Am letzten Tag aber füllte sich der große Raum, in dem Laptops von mehr als 50 Personen standen, bis auf den letzten Platz. Der starke Schneefall, der wie schon am Eröffnungstag die WM eröffnete, wollte sie nun auch schon wieder schließen. Leider setzte er 3 Stunden zu früh ein. Mit ein paar Ausnahmen blieb nur das XC-Ski-Team auf seinen Posten, um auch bis zum letzten Augenblick alles festzuhalten. Damit endete die WM Oberstdorf zwar ohne deutsche Medaillengewinner in den Einzelrennen, aber mit großem Sport und einem Nordic Festival der Superlative.
Die beiden Wochen bei der Weltmeisterschaft waren für uns eine sehr schöne Zeit. Wir hoffen, auch Sie waren mit unserer Berichterstattung zufrieden. Das Team hat sehr gut zusammengearbeitet und soweit es uns möglich war, Informationen recherchiert und an Sie weitergegeben. In Kürze werden wir einen kleinen Fragebogen zur Berichterstattung, dem Liveticker usw. online stellen. Wir würden uns freuen, viele Meinungen zu erhalten, damit wir in der Zukunft auch Ihren Wünschen entsprechend weiterarbeiten können.
Für's XC-Ski Team
Ralf Klauke
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