Novum einer Dreierführung im Weltcup
Peter Hagen am 21.01.2004 - 09:01 Uhr
Gespräch mit Jochen Behle zum Halbzeitstand im Weltcup
Jochen Behle, drei deutsche Läufer führen derzeit den Weltcup bei den
Männern an, Claudia Künzel liegt bei den Damen auf Rang 4. Was ist für Sie die größere Überraschung?
Jochen Behle: Also die Plätze eins, zwei und drei bei den Herren sind schon das Highlight. Meines Wissens hat es das im Weltcup überhaupt noch nicht gegeben, dass zur Halbzeit drei Läufer aus einer Nation vorn liegen.
War mit so einem erfolgreichen Auftreten schon zum Saisonauftakt zu rechnen?
Jochen Behle: Weil ich gesehen habe, wie trainiert worden ist, hatte ich als Saisonziel formuliert, dass wir um den Gesamtweltcupsieg mitlaufen. Dabei wollte ich, dass möglichst zwei Leute auf dem Podest stehen und sich ein weiterer unter den ersten acht platziert. Mit dem weiteren Läufer hatte ich eigentlich an Tobias Angerer gedacht, der aber plötzlich einen großen Sprung nach vorn gemacht hat und bei den anderen beiden dabei ist.
Wird das sehr gute Halbzeit-Resultat bis zum Ende gehalten werden können?
Jochen Behle: Davon gehe ich aus. Rene Sommerfeldt beispielsweise hat
bislang konstant seine Leistung geboten. Aber es wird natürlich eine schwere zweite Saisonhälfte.
In dieser Saison fließt das Ergebnis aller acht Sprintwettkämpfe in die Gesamtwertung ein, vor einem Jahr zählten nur die drei besten. Wird es dadurch nicht noch schwerer?
Jochen Behle: Sicherlich ist es so, dass wir in den Sprints gerade mit den arrivierten Leuten nicht so zum Tragen kommen, aber hier geht's den Konkurrenten genauso. Ein Läufer kann eben nicht alles machen, da gibt es auch Sprintspezialisten. Aber bei den Distanzläufen gehe ich davon aus, dass wir uns weiter etablieren. Insofern denke ich, dass Rene Sommerfeldt, Axel Teichmann und Tobias Angerer unter den ersten Sechsplatzierten in der Gesamtwertung bleiben und ich hoffe, dass zwei von ihnen am Ende auf dem Podest stehen und einer dabei ganz oben.
In Falun schob Jens Filbrich seinen Fuß knapp vor Rene Sommerfeld ins Ziel, was dem Weltcupführenden einige Punkte kostete. Wird es im Interesse eines deutschen Gesamtsieges eine Stallorder geben?
Jochen Behle: Zunächst denke ich an keine Mannschaftsorder. Es soll jeder seinen fairen Wettkampf macht. Hier muss vielleicht auch der Rene Sommerfeldt noch lernen, so einen gekonnten Zielschritt zu machen. Andererseits habe ich mich sehr für Jens Filbrich gefreut, dass er endlich einmal auf dem Podest stand und nicht wieder Vierter wurde. Ich persönlich glaube nicht, dass eine Order nötig ist. Das würde höchstens im allerletzten Rennen überhaupt diskutiert werden.
Diese Woche werden in Oberwiesenthal die Deutschen Meisterschaften
ausgetragen. Wer ist von den Weltcup-Läufern mit am Start?
Jochen Behle: Axel Teichmann wird Donnerstag und Samstag am Start sein, Rene Sommerfeldt nur am Samstag. Von den Frauen sind außer Manuela Henkel alle in Oberwiesenthal. Jens Filbrich und Andreas Schlütter sowie Manuela Henkel sind dieses Wochenende beim Weltcuprennen über 70 Kilometer in Italien dabei.
Interview: P. Hagen
Jochen Behle, drei deutsche Läufer führen derzeit den Weltcup bei den
Männern an, Claudia Künzel liegt bei den Damen auf Rang 4. Was ist für Sie die größere Überraschung?Jochen Behle: Also die Plätze eins, zwei und drei bei den Herren sind schon das Highlight. Meines Wissens hat es das im Weltcup überhaupt noch nicht gegeben, dass zur Halbzeit drei Läufer aus einer Nation vorn liegen.
War mit so einem erfolgreichen Auftreten schon zum Saisonauftakt zu rechnen?
Jochen Behle: Weil ich gesehen habe, wie trainiert worden ist, hatte ich als Saisonziel formuliert, dass wir um den Gesamtweltcupsieg mitlaufen. Dabei wollte ich, dass möglichst zwei Leute auf dem Podest stehen und sich ein weiterer unter den ersten acht platziert. Mit dem weiteren Läufer hatte ich eigentlich an Tobias Angerer gedacht, der aber plötzlich einen großen Sprung nach vorn gemacht hat und bei den anderen beiden dabei ist.
Wird das sehr gute Halbzeit-Resultat bis zum Ende gehalten werden können?
Jochen Behle: Davon gehe ich aus. Rene Sommerfeldt beispielsweise hat
bislang konstant seine Leistung geboten. Aber es wird natürlich eine schwere zweite Saisonhälfte.
In dieser Saison fließt das Ergebnis aller acht Sprintwettkämpfe in die Gesamtwertung ein, vor einem Jahr zählten nur die drei besten. Wird es dadurch nicht noch schwerer?
Jochen Behle: Sicherlich ist es so, dass wir in den Sprints gerade mit den arrivierten Leuten nicht so zum Tragen kommen, aber hier geht's den Konkurrenten genauso. Ein Läufer kann eben nicht alles machen, da gibt es auch Sprintspezialisten. Aber bei den Distanzläufen gehe ich davon aus, dass wir uns weiter etablieren. Insofern denke ich, dass Rene Sommerfeldt, Axel Teichmann und Tobias Angerer unter den ersten Sechsplatzierten in der Gesamtwertung bleiben und ich hoffe, dass zwei von ihnen am Ende auf dem Podest stehen und einer dabei ganz oben.
In Falun schob Jens Filbrich seinen Fuß knapp vor Rene Sommerfeld ins Ziel, was dem Weltcupführenden einige Punkte kostete. Wird es im Interesse eines deutschen Gesamtsieges eine Stallorder geben?
Jochen Behle: Zunächst denke ich an keine Mannschaftsorder. Es soll jeder seinen fairen Wettkampf macht. Hier muss vielleicht auch der Rene Sommerfeldt noch lernen, so einen gekonnten Zielschritt zu machen. Andererseits habe ich mich sehr für Jens Filbrich gefreut, dass er endlich einmal auf dem Podest stand und nicht wieder Vierter wurde. Ich persönlich glaube nicht, dass eine Order nötig ist. Das würde höchstens im allerletzten Rennen überhaupt diskutiert werden.
Diese Woche werden in Oberwiesenthal die Deutschen Meisterschaften
ausgetragen. Wer ist von den Weltcup-Läufern mit am Start?
Jochen Behle: Axel Teichmann wird Donnerstag und Samstag am Start sein, Rene Sommerfeldt nur am Samstag. Von den Frauen sind außer Manuela Henkel alle in Oberwiesenthal. Jens Filbrich und Andreas Schlütter sowie Manuela Henkel sind dieses Wochenende beim Weltcuprennen über 70 Kilometer in Italien dabei.
Interview: P. Hagen
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