Per GPS auf Platz 3

Mario Felgenhauer am 28.05.2006 - 22:58 Uhr
Um zu beweisen, dass sich unser Redaktionsteam auch körperlich fit hält und nicht nur an der Tastatur hängt, haben wir wieder einmal gemeinsam einen Wettkampf bestritten.

Dabei fiel die Wahl auf das Mountainbike als Fortbewegungsmittel und der Wettkampf sollte ein ganz aussergewöhnlicher sein. Wir bestritten eine 4er Staffel auf einer Strecke ganz ohne Absperrung und Streckenposten. Nun fragt sich der ein oder andere wie man denn da auf dem richtigen Weg bleiben kann. Einfach Antwort: Per GPS.

Das sogenannte Global Positioning System hilft nämlich in jüngster Zeit nicht nur Autofahrern ihr Ziel zu finden, sondern eben auch jeder Art von Freiluftsportlern. Und um einmal zu zeigen, was so alles in dieser Technik steckt, veranstaltete der Landkreis Regen ein Rennen. Aufgrund einiger Ausfälle im Redaktionsteam mussten wir schließlich auf zwei "Aushilfsredakteure" zurückgreifen, was aber keinesfalls Pech sondern vielmehr Glück war. Damit bestand unser Team aus unserem Livetickermann Alexander Heinz 1, dem Mountainbike-Experten Manuel Wenzl, Alexander Heinz 2 (Schwager von Alexander Heinz 1, aber nur zufällig mit dem gleichen Namen ausgestattet) und mir selbst. Jeder musste eine unterschiedliche Runde absolvieren und auch die Teams absolvierten die Runden in unterschiedlicher Reihenfolge. So kam es zu keinen Gruppenfahrten oder Drängeleien unterwegs. Vom Start weg machte Alexander Heinz 2 Druck und übergab trotz einer schwierigen und langen Runde (alle Runden bewegten sich zwischen 18 und 21 Kilometern) im Vorderfeld. Manuel Wenzl breschte voll motiviert aus der Wechselzone und bescherte uns die einzige Schrecksekunde des Rennens. In der schmalen Startausfahrt musste er einem Zuschauer ausweichen und krachte gegen ein Verkehrsschild. Etwas benommen setzte er sich aber sofort wieder aufs Rad und fuhr weiter. Ein echter Mountainbiker eben. Nach der schwersten und längsten Runde des Wettkampfes schickte er Alexander Heinz 1 als Fünfter ins Rennen. Nun standen noch die beiden kürzesten Runden an und wir konnten Position um Position gutmachen. Schließlich bekam ich das GPS Gerät als Dritter übergeben und machte mich auf die Reise. Dabei war es dann trotz einer eher leichten Runde schwer in Tritt zu kommen. Erst nach dem ersten Anstieg lief es etwas runder. Allerdings zog sich der Anstieg mit Unterbrechungen vom Start bis Kilometer 9 und die Kilometer auf meinem Radcomputer wurden einfach nicht mehr. Die Navigation funktionierte dagegen bestens. Ich fand jede Abzweigung problemlos, nur in den Abfahrten hinkte das Signal ein paar Meter hinterher. Schließlich erreichte ich die Wende und von dortaus ging es nur noch flach und bergab in Richtung Ziel. Ich drückte nochmal richtig aufs Pedal, schaute mich aber immer wieder um, ob niemand von hinten kommt. Die ersten beiden Plätze waren da schon ausser Reichweite. Dann verfuhr ich mich doch noch ein paar Meter. Wenige Kilometer vor dem Ziel verpasste ich eine spitzwinklige Linkskurve. Der Fehler war allerdings schnell korrigiert und der Zieleinfahrt stand nichts mehr im Wege. Somit behielten wir auch den 3.Platz und durften uns bei der Siegerehrung über Sachpreise im Wert von 300 Euro freuen.

Zwei Dinge stehen damit fest: 1. Wir sind im nächsten Jahr sicher wieder dabei, wenn es mit GPS durchs Gelände geht.
2. Der GPS Navigation gehört die Zukunft im Ausdauertraining. So einfach durch unbekanntes Gebiet navigieren ist nur mit Kartenunterstützung unmöglich.
Der Start zum Staffel Wettkampf Alexander Heinz 1 begleitet Alexander Heinz 2 zum Ziel Manuel Wenzl
Fotoserie: Per GPS auf Platz 3

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