Physiotherapeut auf (langen) Abwegen

Mario Felgenhauer am 29.01.2006 - 22:09 Uhr
Physiotherapeuten gehören normalerweise zu der Art Mensch die Schmerzen lindern und nicht Schmerzen zufügen, schon gar nicht sich selbst.

Im Fall des DSV Physiotherapeuten Silvio Thieme war das an diesem Wochenende anders. Der nutzte das Trainingslager der Nationalmannschaft auf der Seiser Alm zu einem kleinen Abstecher zum Marcialonga. Beim zweitlängsten Klassik Rennen des Worldloppet machte der frühere Kaderläufer eine gute Figur und kam als 483. von über 3000 Startern ins Ziel. Kein Wunder bei der Rundumbetreuung durch Bundestrainer Jochen Behle und Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Schneider.

Manch einer mag sich eventuell über den Ski gewundert haben, den Thieme da an den Füßen hatte. Allerdings war das der Originalski mit dem er 1993 bei der Juniorenweltmeisterschaft in Harrachov an den Start gegangen war. Gute Ski muss man sich eben für ganz besondere Anlässe aufbewaren. Eine Teilnahme beim Marcialonga ist ein solcher besonderer Anlass.

Und als ganz besonderen Anreiz hatte der Physiotherapeut das Versprechen von Viola Bauer mit auf den Weg bekommen, dass er als erfolgreicher Finisher am Abend eine Massage erhalte. Mal was anderes in der Vorbereitung auf die olympischen Spiele oder?

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