Schwedisches Doppel - Vätternrundan 2007
Sven Albert am 02.07.2007 - 09:34 Uhr
Im Winter der Wasalauf- im Sommer die Vätternrundan. Es gibt sie also auch im Sommer, die Herausforderung an seine Grenzen zu gehen....
Vätternrundan das sind 300 km auf dem Rad um Schwedens grössten See - das ist schwedische Mitsommernacht unter 16.000 Radfahrern. Kurz gesagt- ein Muss für jeden Ausdauerfreak. So stand ich also da, leicht frösstelnd, meinen Rennradlenker fest umgreifend am Start in Motala kurz nach Mitternacht des 16. Junis. Keine Spur von Einsamkeit - Volksfeststimmung. Ein Meer aus Radlern und begeisterten Zuschauern. Ab 20.00 Uhr starteten in skandinavischer Gelassenheit und Ruhe alle zwei Minuten 50er Gruppen. Irgendwann gegen 5 Uhr morgens werden dann die letzten auf die Reise gehen.
Endlich mal ohne Aufregung ganz ruhig rolle ich zur Startlinie- der Start geht fast unter- in der monotonen Ansage des Sprechers. Der Pulk rollt aus der Stadt in die Nacht hinaus. Eine Endlosschlange aus roten Rücklichtern zieht sich durch die Dunkelheit die Strasse entlang. Es fährt sich leicht -ich rolle mit 40 km/h in einer Gruppe gen Süden. Jönköping heisst mein erstes Ziel - km 107- mein erster Verpflegungspunkt. Nach Haferbrei und süßen Brötchen schwinge ich mich wieder geschmeidig auf's Rad. So langsam erwacht der Morgen und Schwedens Seenlandschaft zeigt sich in Hochglanz - Prospektqualität. Nach dem wohl ersten "richtigen Berg", den eine Vielzahl der Teilnehmer schiebend bewältigte, erreiche ich Hjo - ein kleines Fischerdorf bei km 178. Von sauren Gurken und Rosinenbrötchen gestärkt kämpfe ich mich durch den stetig zunehmenden Wind, vorbei an den Orten Karlsborg und Boviken. Mir fällt es schwer wach zu bleiben- mich zu konzentrieren. Aber zum Glück bilden sich große Gruppen, die an den Ausfahrten zu den Verpflegungspunkten allerdings meistens zerfallen.
Noch 70 km - Endspurtstimmung stellt sich ein bei immer stärker werdendem Wind. Ich überhole einen Typen auf einem armeegrünen Stahlrad ohne Schaltung aus längst vergangener Zeit. Eine Kerze auf dem vorderen Schutzblech diente ihm als Beleuchtung. Sie war aus- ob`s der Fahrtwind oder unser Gegenwind war.....? Nach 11,5 h ist es geschafft. Motala und Tina haben mich wieder. Wahnsinn, ein begeisterndes Menschenmeer am Straßenrand feiert jeden einzelnen Fahrer als "den" Sieger. Das ist Vätternrundan - Jeder ein Sieger über sich selbst. Die Zeit spielt hier keine Rolle - durchkommen zählt!
Dass der Wille Berge versetzt, beweisen mir noch Stunden später ins Ziel einfahrende Hausfrauen auf ihren 3-Gang Hollandrädern mit Gepäckkorb.
Vätternrundan 2007 - für mich ein Erlebnis der besonderen Art, eine unvergleichbare Mischung aus sportlichem Ereignis, Landschaft und Leuten.
Motala 2008- ich komme wieder... ganz sicher!!!!
Vätternrundan das sind 300 km auf dem Rad um Schwedens grössten See - das ist schwedische Mitsommernacht unter 16.000 Radfahrern. Kurz gesagt- ein Muss für jeden Ausdauerfreak. So stand ich also da, leicht frösstelnd, meinen Rennradlenker fest umgreifend am Start in Motala kurz nach Mitternacht des 16. Junis. Keine Spur von Einsamkeit - Volksfeststimmung. Ein Meer aus Radlern und begeisterten Zuschauern. Ab 20.00 Uhr starteten in skandinavischer Gelassenheit und Ruhe alle zwei Minuten 50er Gruppen. Irgendwann gegen 5 Uhr morgens werden dann die letzten auf die Reise gehen.
Endlich mal ohne Aufregung ganz ruhig rolle ich zur Startlinie- der Start geht fast unter- in der monotonen Ansage des Sprechers. Der Pulk rollt aus der Stadt in die Nacht hinaus. Eine Endlosschlange aus roten Rücklichtern zieht sich durch die Dunkelheit die Strasse entlang. Es fährt sich leicht -ich rolle mit 40 km/h in einer Gruppe gen Süden. Jönköping heisst mein erstes Ziel - km 107- mein erster Verpflegungspunkt. Nach Haferbrei und süßen Brötchen schwinge ich mich wieder geschmeidig auf's Rad. So langsam erwacht der Morgen und Schwedens Seenlandschaft zeigt sich in Hochglanz - Prospektqualität. Nach dem wohl ersten "richtigen Berg", den eine Vielzahl der Teilnehmer schiebend bewältigte, erreiche ich Hjo - ein kleines Fischerdorf bei km 178. Von sauren Gurken und Rosinenbrötchen gestärkt kämpfe ich mich durch den stetig zunehmenden Wind, vorbei an den Orten Karlsborg und Boviken. Mir fällt es schwer wach zu bleiben- mich zu konzentrieren. Aber zum Glück bilden sich große Gruppen, die an den Ausfahrten zu den Verpflegungspunkten allerdings meistens zerfallen.
Noch 70 km - Endspurtstimmung stellt sich ein bei immer stärker werdendem Wind. Ich überhole einen Typen auf einem armeegrünen Stahlrad ohne Schaltung aus längst vergangener Zeit. Eine Kerze auf dem vorderen Schutzblech diente ihm als Beleuchtung. Sie war aus- ob`s der Fahrtwind oder unser Gegenwind war.....? Nach 11,5 h ist es geschafft. Motala und Tina haben mich wieder. Wahnsinn, ein begeisterndes Menschenmeer am Straßenrand feiert jeden einzelnen Fahrer als "den" Sieger. Das ist Vätternrundan - Jeder ein Sieger über sich selbst. Die Zeit spielt hier keine Rolle - durchkommen zählt!
Dass der Wille Berge versetzt, beweisen mir noch Stunden später ins Ziel einfahrende Hausfrauen auf ihren 3-Gang Hollandrädern mit Gepäckkorb.
Vätternrundan 2007 - für mich ein Erlebnis der besonderen Art, eine unvergleichbare Mischung aus sportlichem Ereignis, Landschaft und Leuten.
Motala 2008- ich komme wieder... ganz sicher!!!!
Fotoserie: Schwedisches Doppel - Vätternrundan 2007
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