Sepp Berners Langlaufleben (Teil 11)
Mario Felgenhauer am 04.08.2005 - 19:47 Uhr
Manchmal hat er schon verrückte Ideen der Berner Sepp. Und wir vom Stammtisch sind dann die, die es ausbaden müssen. Aber alles der Reihe nach.
Vor ein paar Wochen waren wir ja mit dem Sepp im Trainingslager in Ruhpolding. Der hat sich dann auch nicht lumpen lassen und uns eine Spitzen-Unterkunft mit Vollpension spendiert. Während die anderen Stammtischkollegen das Ganze aber voll ausnutzen konnten, musste ich zusammen mit unserem Sorgenkind trainieren. Und so sind wir dann mit 10 km/h um die Rollerbahn geschlichen und mussten sowieso alle 100 Meter anhalten, um den Läuferstau vorbeizulassen, der sich hinter uns gebildet hatte. So 20 Kilometer haben wir aber trotzdem jeden Tag zusammenbekommen und am letzten Tag hat man dem Berner angemerkt, dass er schon langsam etwas fitter wurde. Ob es allerdings für die Andrea reichen würde, da war ich mir nicht so sicher.
Gehört haben wir dann erstmal eine Weile gar nichts mehr vom Sepp. Gerüchte besagten, er habe fleißig weitertrainiert und kann seiner Freundin inzwischen im Windschatten folgen. Dann tauchte er letzte Woche wieder beim Stammtisch auf. Er war ganz aufgekratzt und erzählte uns von einem Artikel den er auf XC-Ski.de gelesen hatte. "Die Norweger trainieren jetzt mit Skirollern im Windschatten von Mofas, wie die Radfahrer. Der Jan Ulrich trainiert vor wichtigen Rennen auch immer hinter dem Auto. Das machen wir jetzt auch, damit wir für den Winter schneller werden", erklärt er uns. Oh mein Gott denk ich mir bloss, was wird denn das wieder für eine Aktion. "Du kannst dich aber schon noch dran erinnern, dass der Jan Ullrich kurz vor der Tour bei so einem Training einen sehr gefährlichen Unfall hatte", versuche ich ihn davon abzubringen. Aber der Sepp lässt sich nie von seinen Ideen abbringen und so wird das erste Training für den nächsten Morgen angesetzt. Der Franz hat noch ein altes Moped in der Garage stehen und wird somit zum Schrittmacher ernannt.
Und dann ist es auch schon soweit. Pünktlich um 8 Uhr treffen wir uns alle. Als Trainingsstrecke haben wir uns wieder mal die Staudammrunde in Frauenau ausgesucht. Der Trainingsplan sieht vor dass immer einer 60 Sekunden sprintet und sich die anderen derweil warmhalten. Als Erster ist der Tom dran. Als das Moped anfährt kommt erstmal eine schwarze Abgaswolke aus dem Auspuff. Nachdem sich die verzogen hat, sprintet Tom los. Doch das Moped ist schon zu weit weg und der Windschatten so gut wie nicht mehr vorhanden. Jetzt bin ich an der Reihe. Eigentlich bin ich ja kein Sprinter aber was tut man nicht alles für den Berner Sepp. 20 Sekunden kann ich ein Tempo von 30 kmh halten, danach sind meine Muskeln total übersäuert und ich muss stehen bleiben. Dann ist der Sepp dran. "Kannst ruhig etwas schneller anfahren, ich bin gut drauf", ruft er dem Franz zu. Der tut wie ihm geheißen und wie sollte es anders kommen, nach 10 Metern ist der Sepp aus dem Windschatten. Der Franz dreht sich um, sieht das und drosselt das Tempo. Ganz aufs Sprinten konzentriert, bekommt unser Supersprinter das natürlich nicht mit und kann gerade noch ausweichen, bevor er auf das Moped knallt. In einer zirzensischen Einbeingleitphase steuert er auf den Straßengraben zu und holpert einige Meter dort hinunter. Als er mit Gras im Haar und Dreck an den Knien wieder auftaucht, ruft ihm der Hans zu: "Naja jetzt hast zwar nicht trainiert wie der Jan Ullrich, aber bist wenigstens gestürzt wie er bei der Tour 2001." Den zweiten Durchgang haben wir uns dann geschenkt und sind wieder zurück zum Auto gelaufen. Der Sepp hat kein Wort mehr über diese Trainingsmethode verloren und trainiert jetzt wieder brav ohne Windschatten. Mal schauen wann er die nächste verrückte Idee hat.
Vor ein paar Wochen waren wir ja mit dem Sepp im Trainingslager in Ruhpolding. Der hat sich dann auch nicht lumpen lassen und uns eine Spitzen-Unterkunft mit Vollpension spendiert. Während die anderen Stammtischkollegen das Ganze aber voll ausnutzen konnten, musste ich zusammen mit unserem Sorgenkind trainieren. Und so sind wir dann mit 10 km/h um die Rollerbahn geschlichen und mussten sowieso alle 100 Meter anhalten, um den Läuferstau vorbeizulassen, der sich hinter uns gebildet hatte. So 20 Kilometer haben wir aber trotzdem jeden Tag zusammenbekommen und am letzten Tag hat man dem Berner angemerkt, dass er schon langsam etwas fitter wurde. Ob es allerdings für die Andrea reichen würde, da war ich mir nicht so sicher.
Gehört haben wir dann erstmal eine Weile gar nichts mehr vom Sepp. Gerüchte besagten, er habe fleißig weitertrainiert und kann seiner Freundin inzwischen im Windschatten folgen. Dann tauchte er letzte Woche wieder beim Stammtisch auf. Er war ganz aufgekratzt und erzählte uns von einem Artikel den er auf XC-Ski.de gelesen hatte. "Die Norweger trainieren jetzt mit Skirollern im Windschatten von Mofas, wie die Radfahrer. Der Jan Ulrich trainiert vor wichtigen Rennen auch immer hinter dem Auto. Das machen wir jetzt auch, damit wir für den Winter schneller werden", erklärt er uns. Oh mein Gott denk ich mir bloss, was wird denn das wieder für eine Aktion. "Du kannst dich aber schon noch dran erinnern, dass der Jan Ullrich kurz vor der Tour bei so einem Training einen sehr gefährlichen Unfall hatte", versuche ich ihn davon abzubringen. Aber der Sepp lässt sich nie von seinen Ideen abbringen und so wird das erste Training für den nächsten Morgen angesetzt. Der Franz hat noch ein altes Moped in der Garage stehen und wird somit zum Schrittmacher ernannt.
Und dann ist es auch schon soweit. Pünktlich um 8 Uhr treffen wir uns alle. Als Trainingsstrecke haben wir uns wieder mal die Staudammrunde in Frauenau ausgesucht. Der Trainingsplan sieht vor dass immer einer 60 Sekunden sprintet und sich die anderen derweil warmhalten. Als Erster ist der Tom dran. Als das Moped anfährt kommt erstmal eine schwarze Abgaswolke aus dem Auspuff. Nachdem sich die verzogen hat, sprintet Tom los. Doch das Moped ist schon zu weit weg und der Windschatten so gut wie nicht mehr vorhanden. Jetzt bin ich an der Reihe. Eigentlich bin ich ja kein Sprinter aber was tut man nicht alles für den Berner Sepp. 20 Sekunden kann ich ein Tempo von 30 kmh halten, danach sind meine Muskeln total übersäuert und ich muss stehen bleiben. Dann ist der Sepp dran. "Kannst ruhig etwas schneller anfahren, ich bin gut drauf", ruft er dem Franz zu. Der tut wie ihm geheißen und wie sollte es anders kommen, nach 10 Metern ist der Sepp aus dem Windschatten. Der Franz dreht sich um, sieht das und drosselt das Tempo. Ganz aufs Sprinten konzentriert, bekommt unser Supersprinter das natürlich nicht mit und kann gerade noch ausweichen, bevor er auf das Moped knallt. In einer zirzensischen Einbeingleitphase steuert er auf den Straßengraben zu und holpert einige Meter dort hinunter. Als er mit Gras im Haar und Dreck an den Knien wieder auftaucht, ruft ihm der Hans zu: "Naja jetzt hast zwar nicht trainiert wie der Jan Ullrich, aber bist wenigstens gestürzt wie er bei der Tour 2001." Den zweiten Durchgang haben wir uns dann geschenkt und sind wieder zurück zum Auto gelaufen. Der Sepp hat kein Wort mehr über diese Trainingsmethode verloren und trainiert jetzt wieder brav ohne Windschatten. Mal schauen wann er die nächste verrückte Idee hat.
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