Von Sonne zu Schnee in 12 Stunden
Schwere Bedingungen beim Ramsauer Volksskilanglauf
Das Wetter
Wer am Vortag des Wettkampfes noch auf der Strecke trainierte, freute sich auf schnellen Schnee, gute Zeiten und ein nicht ganz so anstrengendes Volksskilanglauferlebnis. Sogar die Sonne ließ sich blicken und verwandelte Ramsau am Dachstein in ein Winterparadies.
Doch am Start zum 5. Ramsauer Volksskilauf stellte sich ein völlig anderes Bild dar: Es hatte über Nacht einiges geschneit und schneite immer noch leicht. Es schien ein anstrengender, kräftezehrender Vormittag zu werden!
Am Start
So machten sich fünfhundert Langläufer auf die Reise. Der Großteil der Volksläufer ging auf die lange 30Km Schleife, worunter sich klangvolle Namen, wie der aktuelle Weltcupsieger (Ramsau FT 10Km) Christian Hoffmann und der WM´99 Silbermedalliengewinner und Hauptorganisator Alois Stadelhober, einreihten. Dazu liefen weitere Läufer aus dem österreichischem Nationalteam um den Sieg mit.
Der andere Teil kämpfte sich um die 10Km Runde, wobei sie sich mit dem Österreicher Wolfgang Perner , A-Kader Biathlet und Thomas Stöckl, der Sieger des Ganghofer Volksskilaufs, messen konnten.
Für den Nachwuchs wurde eine 2Km Runde präpariert.
Die Rennen
Der Startschuss erfolgte um zehn Uhr und schon begann das Kämpfen um eine möglichst aussichtsreiche und taktisch gute Position, wobei es im breitem WM-Stadion keine größeren Probleme zu geben schien. Die Probleme lauerten dann schon eher 1,5Km später an einer schmalen, steilen Brücke, an der sich vor allem für die hinteren Läufer Staus bildeten. Organisator Stadelhober entschuldigte sich nach dem Wettkampf und verwies die Brücke für die nächsten Jahre der Strecke. Eine der Hauptschwierigkeiten der Runde lag gleich in den ersten 4Km, die fast ausschließlich ansteigend waren und das Feld schon lang auseinanderzogen. Doch auch die anschließenden welligen Wiesenschleifen mussten bei stumpfen Neuschnee erst einmal bewältigt werden.
Nach ca. 7Km teilte sich die Runde und die 10Km-Teilnehmer bogen Richtung Stadion, Ziel ab. Hier ließ die Entscheidung nicht mehr lange auf sich warten: Der Sieger hieß Michael Hauser(ÖSV), er verwies die Prominenz um Stöckl und Perner auf die Plätze. Bei den Damen erreichte Bettina Mesotitsch vom Atomic Team die klare Bestzeit.
Zur gleichen Zeit hatte sich beim 30Km Rennen eine Spitzengruppe gebildet, die die Entscheidung unter sich ausmachen sollten. Zu ihr gehörten die Österreicher Hoffmann, Urain, Eder, Diethart, Stantmann und zwei Deutsche mit Göpfert und mir selbst. Nun wurde es zu einem Ausscheidungsrennen: Nach einigen erfolglosen Ausreisversuchen, verabschiedete sich Stantmann vom Atomic Team durch einen Sturz. Das gleiche Schicksal ereilte mich einige Kilometer später. Als nächster mußte Diethart „die Segel streichen“, ihn verließen die Kräfte, so kämpfte er sich als Fünfter alleine ins Ziel.
Der Schlußattacke von Hoffmann hielten die übrigen Drei auch nicht Stand. Christian Hoffmann siegte knapp (3Sek.) vor Urain und 10Sek. vor Johannes Eder (alle ÖSV). Falk Göpfert erreichte vielleicht etwas überrasch- end einen sehr guten vierten Platz. Falk, der für Reit im Winkl startet war nur 16Sek. hinter dem Weltcupsieger.
Bei den Damen siegte die Einheimische Kumiko Grossegger vor der Deutschen Bernadett Höfle .
Apres Ski
Nach dem Rennen fand man bei der Nudelparty ausreichend Gelegenheit seine Kohlenhydratspeicher gleich wieder aufzufüllen. Für die, die noch einen Tag Ramsau genießen wollten, bot sich auch ein kostenloser Hallenbadbesuch an. Bei der Siegerehrung schüttelte der Staffelweltmeister`99 Alois Stadelhober persöhnlich die Hände.

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