We come from a land Down Under...
Es gibt viele Athleten die große Entfernungen in Kauf nehmen, um sich in Europa mit der Weltelite des Skilanglaufs zu messen. Die mit Abstand längste Anreise und Aufenthaltszeit haben dabei zweifelsohne die Sportler vom 5. Kontinent: Australien
Nachdem ich mir 2002 selbst ein Bild von der Langlaufszene "Down Under" machen konnte, werde ich heute einmal versuchen, Sie ins Bild zu setzen über ein außergewöhnliches Team, ungewöhnliche Reisepläne und Erfolge.
Die Rahmenbedingungen
Da Australien auf der Südhalbkugel liegt, fällt dort der Schnee nicht im Winter, sondern im Sommer. Eigentlich perfekte Trainingsbedingungen könnte man meinen, wäre da nicht die große Entfernung zu Europa und der Amateurstatus der sich durch das ganze Team zieht. Mit Ausnahme des Trainers sind alle Athleten berufstätig oder Studenten. Auch die Reise nach Europa muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Das will erstmal alles unter einen Hut gebracht werden: Training, Studium und Nebenjob zur Finanzierung der Saison.
Der Trainer
Finn Marsland ist zugleich Teamchef, Manager und Cheftrainer in einer Person. Er verhandelt mit Sponsoren, plant die Wettkampfsaison (sowohl in Australien als auch für Europa) und schreibt Trainingspläne. Früher war er selbst als Athlet in Europa unterwegs und aus dieser Zeit stammt auch die Freundschaft zu Peter Schlickenrieder. Manchmal lässt er sich noch zu einem Sprint Duell überreden und dann sollte man ihn nicht unterschätzen.
Das Ziel: Weltcup Qualifikation
Ein Ziel treibt alle Teammitglieder Australiens an: Die Qualifikationsnorm zum Weltcup. Wie im Artikel über die "FIS Punkte" berichtet, darf nicht jeder im Weltcup an den Start gehen. Aus diesem Grund sind einige sogenannte Exoten-Nationen während der Saison unterwegs, um bei Continental Cups und FIS Rennen die magische 100 Punkte Marke zu knacken. Aus Australien haben das bislang 5 Läuferinnen und Läufer geschafft.
Die Stars
5 Läufer unter 100 FIS Punkte, jeder unterschiedlicher als der andere:
Paul Murray: Er war der Erste der noch aktiven Läufer der es geschafft hat. Als Sprinter ist er schon seit mehreren Jahren im Weltcup startberechtigt. Zuhause in Australien ist er Sportlehrer.
Esther Bottomley: Ebenfalls Sprinterin, hatte in diesem Jahr bereits zwei Weltcupeinsätze in Val di Fiemme und Nove Mesto. Kunststudentin in Canberra.
Ben Sim: Die Nachwuchshoffnung. Als 18 jähriger Junior der Jüngste für den Weltcup Qualifizierte des Teams. Bei der Junioren Weltmeisterschaft machte er mit Plätzen in den Top 40 auf sich aufmerksam.
Katie Calder: Mehrmalige australische Meisterin. Sie schaffte in dieser Saison den Sprung unter 100 Punkte und wird beim Weltcup Sprint im schwedischen Stockholm an den Start gehen. BWL Studentin in Canberra
Ben Derrick: Der Mann für die langen Strecken. Platz 9 beim Dolomitenlauf und Platz 2 beim König Ludwig Langlauf. Er hat mit unter 80 die besten FIS Punkte in dieser Saison eingefahren.
Unsere Serie
Ab sofort werden wir unter News des öfteren neueste Neuigkeiten über das australische Team veröffentlichen.
Wer schon mal mehr wissen möchte kann auch auf folgenden Link klicken:
XC-Files

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