Speichermedien

2b-Sportredaktion am 28.07.2006 - 14:32 Uhr
Nachdem in den ersten vier Teilen des Sportfotografie-Specials die Bilderstellung und das Material im Mittelpunkt standen, soll im fünften und letzten Teil die digitale Nachbearbeitung der Bilder von Sportfotografien ins Zentrum gerückt werden.

Veränderungen durch die Digitalisierung
Die digitale Revolution in der Fotografie brachte auch für die Profi-Fotografen eine komplett neue Arbeitsweise - und viele neue und kreative Möglichkeiten. Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Speicherung und Archivierung von Bildern, auf ihre Nachbearbeitung und natürlich auf ihre Vervielfältigung und den Versand. War es vor zwei Jahrzehnten noch problematisch für einen Bildreporter, seine Abzüge schnell an die Redaktion weiterzugeben, so ist das in der heutigen Zeit mit einer einzigen E-Mail in Sekundenschnelle erledigt. Wo für weitere Abzüge in der Dunkelkammer noch ein höherer Aufwand nötig war, ist der vielfache Ausdruck einer Fotografie mit einem geeigneten Drucker überhaupt kein Problem mehr.

Was kann welches Speichermedium?
Auch die Archivierung fertiger Bilder hat sich durch die Möglichkeiten der digitalen Fotografie verändert. Die Bilddateien werden auf Festplatten, CD's, DVD's oder Streamerbändern gelagert. Dabei spielen zwei Faktoren eine Rolle: Zum einen kommt es auf das Dateiformat an, das für die Dateigröße und -qualität steht. Zusätzlich haben die jeweiligen Speichermedien ihre eigenen Vor- und Nachteile.
Zunächst sollte bei einer rein digitalen Speicherlösung stets bedacht werden, dass auch diese Medien nicht unfehlbar sind. CD's und DVD's haben eine begrenzte Lebensdauer - danach werden sie beschädigt und die Daten - und damit die Bilder - gehen verloren. Außerdem sind beide Medientypen anfällig für Kratzer. Sie sollten keinen extremen Temperaturen ausgesetzt und stets geschützt gelagert werden, um ihre Lebensdauer zu erhöhen. CD's können über CD-Brenner beschrieben werden, fassen bis zu 800 Megabytes an Datenmenge und können auch von älteren Computern problemlos genutzt werden. Auch DVD's werden inzwischen von den meisten PC's ausgelesen. Sie können bis zu 4,7 Gigabytes fassen, also fast das sechsfache einer CD. Um eine DVD zu beschreiben, ist ein DVD-Brenner notwendig. Ebenfalls möglich ist die Nutzung eines Streamers, also die Speicherung der Daten auf Magnetbändern oder -kassetten. Streamer eignen sich vor allem zur zusätzlichen Sicherung, reagieren aber besonders empfindlich auf magnetische Strahlung und Hitze. Bei sorgfältiger Lagerung sollten Streamerbänder aber bis zu 30 Jahren halten.

Festplatten und Streamer
Eine Alternative für die langfristige Lagerung von digitalen Bilddaten sind Festplatten. Jeder Computer ist von Haus aus mit einer solchen Festplatte ausgerüstet, die allerdings unterschiedlich groß sein kann. Wer seine Bilder hier abspeichern möchte, wird im Zweifelsfall eine zusätzliche Festplatte einrichten müssen. Interne Festplatten können bis zu 750 Gigabytes speichern, externe Geräte werden derzeit sogar mit bis zu 1.024 Gigabytes angeboten. Die externe Variante ist in der Regel mit einem USB-Kabel leicht anschließbar und hat den Vorteil, auch als mobiler Massenspeicher fungieren zu können. Generell besteht bei internen Lösungen immer die Gefahr eines Datenverlustes, wenn der PC selbst beispielsweise von einem Virus heimgesucht wird. Auch Festplatten sind nicht unbegrenzt haltbar, allerdings sind sie nicht so anfällig wie CD's oder DVD's. Wer seine Bilder auf Dauer erhalten will, wird um regelmäßige Sicherheitskopien der Daten nicht herumkommen. Nur so wird einem Datenverlust wirkungsvoll vorgebeugt. Auch eine Kombination mehrerer Medientypen kann deshalb angebracht sein.
Festplatte mit Lesekopf CDs Hermann Maier
Fotoserie: Speichermedien
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