Reaktionen nach den WM-Sprints: "Marcus hat mir wohl nicht zugehört!" - xc-ski.de Langlauf

Reaktionen nach den WM-Sprints: „Marcus hat mir wohl nicht zugehört!“

Podium © Laiho/NordicFocus

Marcus und Marit sind die Sieger des Sprint, Marit holte sogar das hundertste Gold. Außerdem kann Marcus nicht zuhören. Lest hier, was in den ersten Pressekonferenzen der WM gesagt wurde.

Marcus Hellner (SWE)
Es war ein toller Tag für mich. Ich war mental sehr stark und konzentriert, als ich auf der Zielgeraden war und führte. Petter war fast die ganze Zeit vor mir gewesen und plötzlich war ich nur noch an vierter Stelle. Ich wusste, ich muss etwas tun und meine einzige Chance habe ich im Anstieg genutzt.

Petter Northug (NOR)
Marcus hat den Sieg heute verdient. Er war so stark und niemand konnte ihm folgen. Ich hatte gehofft, ihn am letzten Anstieg noch zu schnappen, aber er war zu stark.

Emil Joensson (SWE)
Vor dem Rennen sagte ich zu Marcus, wir sollten es ruhig angehen lassen und die Entscheidung auf den letzten hundert Metern suchen. Aber scheinbar hat er mir nicht zugehört. Es war ein harter Tag und ich bin wirklich müde, aber glücklich. Es ist nun eine sehr schwere Strecke. Ich bin beeindruckt von Marcus‘ Leistung.

Josef Wenzl (GER)
Die Enttäuschung ist groß, aber ich war die letzten Tage krank. Ich habe schon im Lauf gemerkt, dass ich nicht an das rankomme, wo ich die letzten Wochen war. Im Ziel war es mir schon klar, dass es schwierig wird, weiterzukommen. Ich habe versucht, das abzurufen, was ich die letzten Woche gemacht habe, aber es ist mir einfach heute nicht gelungen.

Daniel Heun (GER)
Ich bin froh, dass ich hiersein darf und dass ich den Prolog überstanden habe. Jetzt im Viertelfinale als Sechster ausgeschieden, aber mein selbst gestecktes Ziel, die Qualifikation zu überstehen, habe ich geschafft. Jetzt bin ich schon einigermaßen zufrieden. Das war jetzt mein erster großer wettkampf und so vielen Zuschauern. Vor allem wenn die Norweger erwähnt werden, dann ist das ein Gegröhle und Geschreie – das ist schon gigantisch.


Marit Bjeorgen (NOR)
Der heutige Sieg war die unglaublichste Sache, die ich je erwartet hätte. Die Athmosphäre war unglaublich. Ich hörte die Menge „Marit, Marit!“ rufen. Ich habe während des Rennens einige gute Entscheidungen getroffen und das ist ein toller Start für mich. Normalerweise gewinnen ich immer Bronze im Eröffnungsrennen. Ich war nicht sicher, ob ich es unter Kontrolle hatte. In den leichteren Teilen der Strecke bin ich einfach drauflos gelaufen. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich sogar die hundertste norwegische Goldmedaille bei Weltmeisterschaften gewonnen habe.

Arianna Follis (ITA)
Ich hatte heute auf eine Medaille gehofft, wie vor zwei Jahren in Liberec. In jedem Lauf hatte ich einen harten Kampf mit Marit Bjoergen. Sie war sehr stark und es hat Spaß gemacht, mit ihr zu laufen. Das Rennen in Drammen war ein guter Test für mich. Ich bin in guter Form bei den Weltmeisterschaften. Ich werde sicherlich auch den Teamsprint laufen und ich hoffe, dass auch die italienische Staffel stark sein wird.

Denise Herrmann (GER)
Den Lauf kann man sich leider nicht aussuchen im Vorfeld. Der Lauf war zwar relativ schnell, aber es ging von Anfang an die Post ab. Da musste ich schon sehen, dass ich irgendwie hinterherkomme. Da war ich schon ein bisschen mit der einen Italienerin, der Genuin, im Gerangel. Die ist dann am Berg auch noch gestürzt. Schade, dass ich schon raus bin. Ich hätte mir schon ein Top15-Ergebnis gewünscht, aber es war auch wirklich ein schwerer Lauf und ich bin froh, dass ich weitergekommen bin. Das lässt noch Möglichkeiten auf für die nächsten Jahre.

Jochen Behle (GER)
Wir hatten eigentlich schon gehofft, dass wir eine Sportlerin ins Halbfinale bekommen, bei der Nicole wars sehr, sehr knapp mit dem Fotofinish. Aber natürlich muss man immer wieder die Vorgeschichte beachten. Wer so viele Krankheiten hatte, der kann auch nicht auf Augenhöhe mit den Besten kämpfen. Das müssen wir so sehen. Daher ist das ein ordentliches Ergebnis. Bei den Herren hätte ich schon mehr erwartet. Heun okay, Tscharnke als Distanzläufer hier im Sprint eingesetzt, um hier wieder ein Feeling zu haben. Auch okay, das war ein sehr schneller Heat, wo er ausgeschieden ist. Aber gerade von Josef hatten wir schon mehr erwartet.

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