Langlaufstöcke-Test

In unserem Langlaufstöcke-Test Special findet ihr High-End Modelle aller bekannter Stockhersteller der Skilanglauf-Szene und demnächst auch die entsprechenden günstigen Varianten bis 100 Euro.

Entwicklungsstand

Der Langlaufstock

Der Stock. Leider klingt die deutsche Bezeichnung für dieses im Langlauf so wichtige Sportgerät eher nach einem plumpen Prügel, denn nach einem High-End-Produkt. Doch um letzteres handelt es sich bei den Produkten in unserem erlesenen Testfeld …

Racing-Stöcke

Racing Stöcke

Insgesamt acht Hersteller stellten sich der Konkurrenz in der Kategorie Racing Stöcke. Die hier getesteten Modelle sind alle im High-End Sektor anzusiedeln und stellen den aktuellen Entwicklungsstand im Bereich der Skilanglauf-Stöcke dar …

Modelle

Testkriterien

Gesamtgewicht
Leicht zu ermitteln, allerdings final nur im Kontext zu bewerten. Warum? Für das Gesamtgeweicht wird der gesamte Stock gewogen, inklusive Schlaufe und damit viel nicht-schwingender Masse (siehe dazu „Schwungverhalten“). Die Unterschiede bewegen sich im Bereich einzelner Gramm bis maximal 21 Gramm, was rund 10 bis 12 Prozent der Gesamtmasse ergibt. Das ist durchaus fühlbar, spielt in Bezug auf die Lauftechnik aber keine große Rolle.

Schwungverhalten
Auffälliger, vielleicht auch wichtiger für das Gefühl beim Laufen ist das Schwungverhalten. Hier wurde der subjektive Eindruck mit dem theoretischen Wert der Gewichtsverteilung abgeglichen und bewertet. Für die Gewichtsverteilung wurde der Schwerpunkt des Stockes ermittelt (ohne Schlaufe!) und die Länge der schwingenden Masse (also von Schlaufenansatz bis Spitze) in oben und unten aufgeteilt. Je länger dabei der untere Teil, sprich je mehr Gewicht sich im tief sitzenden Teil des Stockes sammelt, umso schlechter, genauer gesagt träger, schwingt der Stock. Die Relation zum Gesamtgewicht konnte dann im subjektiven Teil ermittelt werden (ein extrem leichter Stock kann trotz schlechter Gewichtsverteilung immer noch besser schwingen als ein mittelschwerer mit Idealwerten).

Steifigkeit/Vibrationsverhalten
Jeder kennt den berühmten Stocktest auf Messen und im Geschäft: Spitze in den Boden, am Griff den Stock gehalten und mit der zweiten Hand gegen den Mittelteil drücken. „Oh, ist der aber weich/hart/steif, …“. Das ganze ginge auch im Labor, horizontal aufgelegt an Spitze und Griff und in der Mitte mit einem Gewicht belastet. Gibt tolle, simple Werte, nur allein die Versuchsanordnung zeigt schon den deutlichsten der eingebauten Fehler: Ein Sportgerät, das üblicherweise dynamisch (also mit ständig wechselnder Intensität) und achsial (nämlich entlang des Rohres) belastet wird, soll in einer Versuchsanordnung mit statischer und radialer Krafteinleitung bewertet werden. Daher wurde hier nur subjektiv bewertet. Die Steifigkeit bezieht sich tatsächlich auf die Durchbiegung des Rohres beim Doppelstockschub, das Vibrationsverhalten darauf, inwiefern der Stock nach Ende des Schubes noch nachschwingt, worin es in Zeiten extrem leichter Rohre durchaus deutliche Unterschiede gibt.

Möglichkeiten der Anpassung
Was lässt sich am Stock noch verändern? Hier spielt die Anzahl der möglichen optionalen Wechselteller ebenso eine Rolle wie die Möglichkeit, die Schlaufe direkt zu verstellen oder nachträglich andere Größen zu erwerben. Nachdem diese Optionen im Vergleich zum Gesamtpreis keine 10 Prozent Mehrkosten verursachen, haben wir diese gleichberechtigt mit bereits verbauten Anpassungsmöglichkeiten (siehe verstellbare Schlaufe) bewertet.