Langlaufski-Test

xc-ski.de Skitest in Ramsau am Dachstein © Felgenhauer / xc-ski.de

Ende Mai 2019 haben wir am Dachsteingletscher oberhalb von Ramsau am Dachstein (Österreich) wieder den traditionellen xc-ski.de Langlaufski-Test durchgeführt. Bei perfekten Bedingungen wurden insgesamt 51 Modelle in neun Kategorien unter die Lupe genommen. Mit dabei waren Langlaufski der Firmen Atomic, Fischer, Kästle, Madshus, Rossignol und Salomon.

Race Skating

Race Klassik

Langlaufski-Test Kategorie: Race Klassik 19/20

Sauberer Abdruck, explosive Kraftentwicklung und entsprechende Fitness sind die Voraussetzung, die für die Kategorie Race Klassik gefordert sind. Die Modelle sind durchwegs auf hohe Geschwindigkeit getrimmt, was mit einer kurzen und dementsprechend hart vorgespannten Wachsfuge einher geht …

Race Klassik No Wax

Langlaufski-Test Kategorie: Race Klassik No Wax 19/20

Nowax ist heutzutage gleichzusetzen mit Fell. In dieser noch jungen, aber stetig an Bedeutung gewinnenden Kategorie vereinen die Hersteller das Know-How der Fell-Steighilfe mit dem der Race-Klassik-Ski. Abgesehen von Atomic verbauen hier alle Marken eine verschiebbare Bindung, um bei den kurzen Race-Fellen eine finale Optimierung vornehmen zu können …

Performance Skating

Performance Klassik

Langlaufski-Test Kategorie: Performance Klassik Wax 19/20

So wie die Kategorie Race Nowax im Aufwind liegt, wird die Gruppe der zu wachsenden Performance Ski kleiner. Der Grund ist simpel: wenn nicht die letzte Zehntelsekunde zählt und nicht immer ein Wachser zu Verfügung steht, ist das Fell die einfachere Variante des klassischen Skilaufes …

Performance Klassik No Wax

Sport Skating

Langlaufski-Test Kategorie: Sport Skating 19/20

Die Kategorie Sport Skate richtet sich an sportliche Langläufer mit Spaß an der Bewegung ohne dabei allzu oft auf die Uhr zu sehen. Hier können sich Umsteiger von anderen Sportarten an die winterliche Lauftechnik gewöhnen oder ambitionierte Aufsteiger aus der Nordic Cruising Kategorie an neue Geschwindigkeiten herantasten …

Sport Klassik No Wax

Nordic Cruising Klassik

Langlaufski-Test Bilder

Weitere Informationen zum Langlaufski-Test

51 Modelle im Test

Von den teilnehmenden Herstellern Atomic, Fischer, Kästle, Madshus, Rossignol und Salomon waren insgesamt 51 Modelle in neun Kategorien für den Test zur Verfügung gestellt worden. Damit hatten die sechs Profi- und acht Hobby-Tester des xc-ski.de Expertenteams unter Führung von Steffen Hoos ein höheres Pensum an den zwei Testtagen zu erfüllen, als noch im vergangenen Jahr. Dafür sorgte insbesondere das Comeback von Kästle. Alle Ski wurden in Kombination mit dem jeweils vom Hersteller empfohlenen Bindungsystem getestet. Für die Bewertung der Ski haben wir uns in diesem Jahr erneut deutlich mehr Zeit genommen. So traf sich das Testteam an beiden Tagen nach dem Praxistest am Gletscher zu einer Gesprächsrunde, in der noch einmal jedes Modell besprochen und gemeinsame Erkenntnisse festgehalten wurden.

Natürliche Testbedingungen

Die Tester hatten es am Dachsteingletscher mit Naturschnee zu tun. Dieser fiel vor dem Test, während den Testrunden blieb es trocken bei teilweise sonnigem Wetter. Dank der wirklich perfekten Unterstützung des Teams der Dachstein-Gletscherbahn konnten während des gesamten Tests gleiche Bedingungen für alle Skimodelle gewährleistet werden. Ein weiterer Dank geht an das Team des Tourismusverbands Ramsau am Dachstein, an Sport Ski-Willy für die Unterstütztung während des gesamten Tests und Familie Bachler vom Tritscherhof. Dort waren unsere Tester perfekt untergebracht und wurden bestens verpflegt. Den Tritscherhof können wir als Quartier für Lehrgangsmaßnahmen oder einen Langlaufaufenthalt ausdrücklich empfehlen.

Anspruchsvolle Teststrecke

Auf dem Dachsteingletscher präparierte uns das Team der Dachstein-Gletscherbahn eine anspruchsvolle und perfekte Testrunde. Eine 500 Meter lange Runde machte es möglich, jeden Ski zweimal zu laufen. Besonders wichtig ist bei der Wahl der Testrunde, dass alle Geländeformen enthalten sind, so dass alle Lauftechniken angewendet werden können. Obligatorisch ist dabei auch eine schnelle Abfahrt mit einer scharfen Kurve ohne Spur. Dieser Abschnitt der Testrunde hat eine hohe Aussagekraft bezüglich der Testkriterien Handling, Führung, Kurvenverhalten und Abfahrtsverhalten. Dank der nahezu unbegrenzten Fläche am Gletscher konnten alle Geländeformen eingebaut und somit alle Ski entsprechend der festgelegten Kriterien bestens bewertet werden.

Identische Präparation

Bevor der eigentliche Test aber starten konnte, mussten natürlich alle Ski präpariert werden. Diese Aufgabe kam, wie bereits in den Jahren zuvor, wieder dem Toko Racingservice zu. Das eingespielte Team, das im Weltcup ständig unter Zeitdruck Höchstleistungen bringen muss, hatte die Sache souverän im Griff. Die völlig identische Präparation aller Testski einer Kategorie ist für die Aussagekraft eines Skitests natürlich überaus wichtig – entsprechend groß muss die Sorgfalt hier sein.

Viele Daten

Während des Tests wird von den Testläufern zu jedem Ski eine große Zahl von Daten auf Testbögen eingetragen. Neben den Eintragungen für die Einzelkriterien in Form von Dezimalzahlen trägt auch jeder Tester eine Gesamtbewertung des jeweiligen Modells in Textform in den Bogen ein. Die Einträge zu den Einzelkriterien werden bei der Auswertung schließlich in die Balkengrafiken der Testbriefe umgerechnet, während die Tester-Kommentare schließlich in der Rubrik „Charakteristik“ der Testbriefe zusammengefasst werden.

Persönliche Auswahlkriterien

Um nun deinen persönlichen Traumski zu finden, solltest du zunächst dein eigenes Anforderungsprofil erstellen. Dabei sollten folgende Kriterien nicht fehlen:

  1. Wozu soll der Ski dienen? Willst du beispielsweise ambitioniert Rennen laufen oder geht es in erster Linie um Spaß und Fitness in der Natur?
  2. realistische Einschätzung des technischen Könnens und der Fitness. So verlangt beispielsweise ein lupenreiner Rennski oft nach einer sauberen Lauftechnik und einem dynamischen Abdruck.
  3. Besondere persönliche Auswahlkriterien: ein ungeübter Abfahrer sollte zum Beispiel besonderen Wert auf die Kriterien „Führung“, „Handling“, „Kurvenverhalten“ und „Abfahrtsverhalten“ legen.
  4. das Budget. Ein Ski der Kategorie „Race“, der an der Grenze des derzeit technisch machbaren steht, hat natürlich seinen Preis. Einige Modelle der Kategorie „Performance“ sind ebenfalls durchaus renntauglich, dabei oft aber deutlich günstiger. Wer also nur gelegentlich mal an einem Skimarathon teilnimmt und nicht allzu ambitioniert ist, der ist auch mit einem schnellen Performance-Modell gut beraten.