Biathlon: Infos zum IBU-Cup Start und DSV-Aufgebot - xc-ski.de Langlauf

Biathlon: Infos zum IBU-Cup Start und DSV-Aufgebot

Stadion Arber, Germany (GER) © Deubert/foto-deubert.de

Am Arber im Bayerischen Wald beginnt am kommenden Wochenende endlich auch die IBU-Cup Saison, der zweithöchsten Wettkampfserie nach dem Weltcup. Wegen der Corona-Pandemie hat der Weltverband (IBU) Änderungen am Rennkalender und vorübergehende Änderungen im Reglement vorgenommen. Der DSV hat acht Damen und acht Herren nominiert und Langlauf-Olympiasiegern und mehrfache Langlaufweltmeisterin Stina Nilsson aus Schweden steht vor ihrem ersten internationalen Start als Biathletin. 

IBU-Cup-Start am Arber mit striktem Hygienekonzept

Stadion Arber, Germany (GER) © Deubert/foto-deubert.de

Nachdem die Internationale Biathlon Union (IBU) aus finanziellen und logistischen Gründen nicht die gleichen sehr hohen Standards bezüglich der Gesundheitsschutzmaßnahmen, die beim Weltcup gelten, garantieren konnte, wurden die ursprünglich für November und Dezember geplanten IBU-Cups abgesagt und beschlossen, den IBU-Cup-Start in den Januar 2021 zu verschieben. Die IBU hat für Veranstaltungen unter ihrem Dach ein striktes Hygienekonzept erarbeitet. Zu diesem gehört auch das wiederholte Testen aller Beteiligten. Insgesamt werden über 1.800 SARS-CoV-2 PCR-Tests während der beiden Arber-Wettkampfwochen durchgeführt. Die Athleten und Athletinnen und Angehörige wie Trainer, Techniker und Offizielle finden sich alle drei bis vier Tage in den Teststationen ein. Um eine Akkreditierung zu erhalten muss bei Anreise zudem ein negatives PCR-Ergebnis, das nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorgelegt werden. Daniel Böhm, ehemaliger Weltklassebiathlet und als Sportmanager innerhalb der IBU für die Umsetzung des Hygienekonzeptes verantwortlich, weiß: „Das auch für den IBU Cup am Arber gültige Konzept hat sich bei den Weltcupveranstaltungen im vergangenen November und Dezember in Kontiolahti und Hochfilzen bewährt. Die strengen Hygienebestimmungen, das engmaschige Testen und die reibungslose Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und dem Organisationskomitee stellen sicher, dass die IBU Cups in einem sicheren und fairen Rahmen durchgeführt werden können.“ 

 

Weitere IBU-Cup Stationen und Biathlon-Europameisterschaft

Durch die Zusammenlegung von Veranstaltungen wird auch im IBU-Cup die Reisetätigkeit gemindert und das Programm sieht zwei Rennwochen am Arber im Hohenzollern Skistadion vor (14.1.-17.12021 und 20.1.-23.1.2021). Mit ursprünglichem Programm schließt sich bereits der Saisonhöhepunkt, die Biathlon-Europameisterschaft, im polnischen Duszniki Zdroj (27.1.-31.1.2021) an. Von dort aus geht es nach Brezno-Osrblie in der Slowakei, wo ebenfalls zwei IBU-Cups (13./14.2.2021 und 17.2.-21.2.2021) durchgeführt werden, bevor in Ridnaun (ITA) vom 10.3. bis 14.3.2021 das Saisonfinale im IBU-Cup stattfindet. Im letzten Jahr haben Lucas Fratzscher (GER) und die Schwedin Elisabeth Hoegberg die Gesamtwertung gewonnen. Beide hatten als IBU-Cup-Gesamtsieger bei der Saisoneröffnung des Biathlon Weltcups in Kontiolahti ein Sonderstartrecht. Elisabeth Hoegberg konnte sich gegen die starke Konkurrenz im schwedischen Damenteam nicht durchsetzen und wurde im ersten Trimester im Weltcupteam nicht mehr berücksichtigt. Lucas Fratzscher fand nach Kontiolahti auch keine Berücksichtigung mehr im deutschen Weltcupteam, wurde aber zu Beginn des zweiten Trimesters in Oberhof wieder nominiert.  

Temporäre (Regel-)Änderungen

Aus neun Rennwochen an acht Orten wurden sechs Rennwochen an vier Orten und die Anzahl der Wettkämpfe von 50 auf 40 reduziert. Die Qualifikationskriterien der einzelnen Athleten wurden für die Januar-Wettkämpfe ausgesetzt. Für die nach der letzten Saison von 1 bis 30 in der Nationenwertung platzierten Verbände wurde die Anzahl der Startplätze von sechs auf acht erhöht; den Nationen ab Platz 30 wurde ein weiterer Startplatz zugewiesen. Die Ausübung und Besetzung der zusätzlichen Startquoten obliegt den Verbänden, allerdings sollten auch Juniorinnen und Junioren nominiert werden, da ihre Wettkampfserie, der IBU-Junior-Cup, für die Saison 2020/21 komplett gestrichen wurde. Die Streichergebnisse in der IBU-Cup-Gesamtwertung und in den IBU-Cup-Einzelwertungen wurden von zwei auf drei erhöht und in der Nationenwertung gibt es maximal fünf Streicher, abhängig von der Zahl der in die Wertung einfließenden Ergebnisse. Werden weniger Wettkämpfe durchgeführt, vermindert sich analog die Anzahl der Streicher. Neben den Mixed-Staffeln und Single-Mixed-Staffeln gibt es nach sieben Jahren wieder Damen- und Herrenstaffeln im IBU-Cup. 

Schwedin Stina Nilsson betritt internationale Biathlonbühne

Stina Nilsson (SWE) © Modica/NordicFocus

In Pyeongchang 2018 krönte die Schwedin Stina Nilsson ihre Langlaufkarriere mit olympischem Sprintgold. Die mehrfache Weltmeisterin und Weltcupsiegerin war der schwedische Top-Star im Langlauf. Wie sie dem expressen.se in einem Interview verriet, dachte sie in Pyeongchang nach ihrem Olympiasieg erstmals über einen Wechsel zum Biathlon nach. Sie ließ ihre Entscheidung reifen, gab im März 2020 den Wechsel bekannt und trainierte fortan unter dem schwedischen Biathlon-Nationaltrainer Johannes Lukas. „Mein Traum ist es, eine Biathletin zu sein“, sagte sie dem expressen.se. Ihr Schießtrainer Jean-Marc Chabloz lobt sie in den höchsten Tönen und im April sagte der Schweizer gegenüber dem schwedischen TV-Sender SVT: „Sie ist die Beste, die ich bisher hatte. Stina hat sehr schnell gelernt, wie man schießt.“ Das schwedische Trainerteam hat sich allerdings gegen einen Weltcupstart zu Beginn der Saison entschieden. „Es stehen ihr noch einige Testrennen bevor und der Schweden Cup. Diese Saison liegen die Prioritäten noch nicht auf dem Weltcup“, sagte Cheftrainer Johannes Lukas gegenüber Dagens Nyheter. Nun gibt die 27jährige Schwedin im Hohenzollern Skistadion am Arber ihr Biathlon-Debüt und man darf gespannt sein, wie die Ex-Langläuferin sich präsentiert.  

Das DSV-Aufgebot für IBU Cup 1 am Arber

Der DSV hat die acht Startplätze bei den Damen und bei den Herren ausgenützt und auch Nachwuchssportler, wie Franziska Pfnür, Lisa Spark und Danilo Riethmüller nominiert. Beim ersten IBU Cup am Arber werden für den DSV an den Start gehen:

Damen
– Marion Deigentesch
– Juliane Frühwirt
– Franziska Hildebrand
– Franziska Pfnür
– Stefanie Scherer
– Elisabeth Schmidt
– Lisa Spark
– Vanessa Voigt

Herren
– Johannes Donhauser
– Lucas Fratzscher
– Philipp Nawrath
– Dominic Schmuck
– Justus Strelow
– David Zobel
– Danilo Riethmüller
– Florian Hollandt

Das Wettkampfprogramm zum IBU-Cup-Start

Stadion Arber, Germany (GER) © Deubert/foto-deubert.de

Für den ersten IBU-Cup sind insgesamt Athleten aus 43 Nationen gemeldet mit 154 Damen und 185 Herren und rund 181 Offiziellen. Das Programm sieht vor:

14.01.2021 – 10.30 Uhr: Damen – Sprint 7,5 km
14.01.2021 – 14.00 Uhr: Herren – Sprint 10 km
16.01.2021 – 10.30 Uhr: Damen – Sprint, 7,5 km
16.01.2021 – 14.00 Uhr: Herren – Sprint, 10 km
17.01.2021 – 11.00 Uhr: Damen – Staffel, 4 x 6 km
17.01.2021 – 14.00 Uhr: Herren – Staffel, 4 x 7,5 km

Für den IBU-Cup 2 sind ebenfalls Sportler aus 44 Nationen gemeldet mit 158 Damen und 186 Herren und 193 Offiziellen. Das Programm:

20.01.2021 – 10.00 Uhr: Herren – kurzes Einzel, 15 km
20.01.2021 – 14.00 Uhr: Damen – kurzes Einzel, 12,5 km
22.01.2021 – 10.30 Uhr: Herren Sprint, 10 km
22.01.2021 – 14.00 Uhr: Damen Sprint, 7,5 km
23.01.2021 – 11.00 Uhr: Single Mixed Staffel (M+W)
23.01.2021 – 13.30 Uhr: Mixed Staffel (M+W)

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