Am dritten Tag des Blinkfestivalen ging es wie gewohnt ins Stadtzentrum von Sandnes, wo auch dem seit Jahren bekannten Rundkurs die Massenstartrennen ausgetragen wurde. Bei den Damen zeigte sich Tiril Udnes Weng in einer sehr starken Verfassung, bei den Herren gewann Mattis Stenshagen eine knappe Entscheidung.
Tiril Udnes Weng dominant, Kälin Dritte
Im Massenstart der Damen wurde von Anfang bis Ende ein gleichmäßiges, aber hohes Tempo gelaufen, wobei sich die ganze Zeit die gleichen Läuferinnen an der Spitze zeigten. Für die meiste Aufmerksamkeit sorgte Tiril Udnes Weng, die drei von drei Sprintwertungen souverän für sich entschied. Neben Weng und weiteren Norwegerinnen, präsentierten sich auch unter anderem die Andorranerin Gina del Rio sowie die Schweizer Schwestern Nadja und Marina Kälin im vorderen Teil des Feldes. Zu Beginn der letzten Runde gehörte auch noch die Österreicherin Magdalena Scherz zur ersten Gruppe, bildete dort aber das Schlusslicht. Tiril Udnes Weng zeigte sich aber auch am Ende des Rennens trotz der investierten Energie für die Zwischensprints bärenstark. Die Norwegerin eröffnete bereits an der letzten kleinen Brücke den Zielsprint und ging mit einer Lücke auf der Zielgerade. Dort ließ sie sich den Tagessieg nicht mehr nehmen und jubelte über einen souveränen Sieg. Dahinter belegte Gina del Rio Rang Zwei, Nadja Kälin sicherte sich hauchdünn vor Katerina Janatova den dritten Platz. Karoline Grøtting wurde vor Mila Grosberghaugen Andreassen und der Italienerin Caterina Ganz Fünfte. Marina Kälin und Giuliana Werro belegten die Plätze Zehn und Elf, während Magdalena Scherz 16. wurde.
Stenshagen gewinnt, Näff und Engel stark
Im Massenstart der Männer wurde ein andere Taktik gewählt. Der Schweizer Noe Näff sorgte mit einer frühen Attacke auf dem Weg zum ersten Sprint für eine etwa zehnsekündige Lücke. Ihm folgte jedoch noch der Italiener Giovanni Ticco, welcher sich beim Versuch, die Sprintwertung zu holen, einen Stock brach. Mit einem Ersatzstock verteidigte Ticco jedoch den Vorsprung an der Spitze, während Näff zurück fiel. Vier Runden vor dem Ziel setzten Mathias Holbaek, James Clugnet und Elia Barp dem entlaufenen Italiener nach. Dies sorgte für eine drastische Tempoerhöhung im Hauptfeld, zu groß war das Risiko, dass sich die Ausreißer in einer größeren Gruppe bis zum Ende behaupten könnten. Die Flucht der Vier endete also bald, sodass nahezu das gesamte Starterfeld geschlossen auf die letzte Runde ging. Bei dem dort angeschlagenen enorm hohen Tempo konnte sich niemand mehr absetzen, weshalb die Entscheidung um den Tagessieg im Sprint fiel. Diesen eröffnete Elia Barp von vorne, der Italiener wurde auf den letzten Metern jedoch noch von Mattis Stenshagen überholt und auf den zweiten Rang verdrängt. Aleksander Holmboe komplettierte das Podest vor den Franzosen Jules Chappaz und Victor Cullet Calderini sowie auf Platz Sechs Isai Näff als bester Schweizer, gefolgt von Erik Engel als bestem Österreicher. Valerio Grond belegte Platz 14, Noe Näff, Platz 17 und Roman Alder den 21. Rang. Mika Vermeulen kam mit 12,6 Sekunden auf Rang 24 ins Ziel. Noch zwei weitere Positionen dahinter, mit jedoch rund einer halben Minute Rückstand, kam Einar Hedegart ins Ziel, der im Massenstart zu keiner Zeit eine entscheidende Rolle spielte.
