Norwegen und Frankreich gewinnen Mixed Staffeln zum Abschluss der Langlauf Junioren-WM - xc-ski.de Langlauf

Norwegen und Frankreich gewinnen Mixed Staffeln zum Abschluss der Langlauf Junioren-WM

Norwegen war in beiden Staffeln als klarer Favorit auf zwei Goldmedaillen gegangen. Bei den Junioren holten sie sich aber nur um Haaresbreite den Titel, in der U23 verloren sie Gold ebenso knapp an Frankreich. Das beste deutschsprachige Ergebnisse erreichten die Schweizer Junioren, die Vierte wurden.

Norwegen nur knapp vor Frankreichs Junioren

Torjus Magnus Harbo (NOR), Ingrid Wollan Benum (NOR), Leopold Strand (NOR) und Julie Sand-Hanssen (NOR) werden Junioren-Weltmeister © Stein B. Olsen

Es wurde ein überraschend enges Rennen, in dem letztlich vier Nationen die Medaillen unter sich ausmachten. Auf den ersten 5 Kilometern war Marco Pinzani der Stärkste, der sein Team Italien mit leichtem Vorsprung zum ersten Wechsel brachte gefolgt von Schweiz und Norwegen sowie Frankreich und Schweden. Nach dem Wechsel setzte sich Ingrid Wollum Benum von den anderen ab und vergrößerte ihren Vorsprung vor allem im Anstieg nach zwei Kilometern deutlich. Dahinter schloss sich eine vierköpfige Verfolgergruppe zusammen, die beim Wechsel aber nur noch acht Sekunden Rückstand hatte. Diese Lücke auf den dritten norwegischen Läufer Leopold Strand hatten Italiens Pedranzini, Frankreichs Perillat Collomb und der Schweizer Lavio Müller aber schnell geschlossen. Gemeinsam wechselte das Quartett auf die Schlussläuferinnen und Ende der ersten 2,5 Kilometer-Runde gab es eine Schrecksekunde für Frankreich, als Agathe Margreither in einer Abfahrt stürzte. Die kleine Lücke hatte die Französin aber schnell wieder geschlossen, nun hing sie aber hinter der Schweizerin Lina Bundi, die in der Abfahrt ins Stadion eine Lücke aufgehen lassen musste. Margreither lief die entstandende Llücke auf Norwegen und Italien im ersten Anstieg allein wieder zu, während die Schweiz sich von den Medaillen verabschieden konnte. Kurz darauf attackierte Norwegens Julie Sand-Hanssen und riss ein kleines Loch zu Vanessa Cagnati und Agathe Margreither, das die Französin im letzten Anstieg wieder schließen konnte. Auf der Zielgeraden kam sie noch einmal ganz nah, aber es reichte knapp nicht zum Sieg. Die Goldmedaille sicherten sich somit Torjus Magnus Harbo, Ingrid Wollan Benum, Leopold Strand und Julie Sand-Hanssen. Silber ging an Frankreichs Gaspard Cottaz, Anette Coupat, Mario Perillat Collomb und Agathe Margreither und Bronze an Italien in der Besetzung Marco Pinzani, Caterina Milani, Daniel Pedranzini und Vanessa Cagnati. Für das Schweizer Team mit Nolan Gertsch, Nina Cantieni, Lavio Müller und Lina Bundi blieb nach einem starken Rennen nur der undankbare vierte Platz.

Deutsches Team schon früh abgeschlagen

Das deutsche Team in der Besetzung Felix Bollwein, Sarah Hofmann, Wilhelm Sjåfjell und Luisa Dahlke hatte einen schweren Start und fiel fiel durch den Oberstaufener Felix Bollwein schon nach 2,5 Kilometern aus der Spitzengruppe zurück. Das Quartett hielt sich im weiteren Rennverlauf lange mit USA und Tschechien um Platz elf auf, bis Luisa Dahlke als starke Schlussläuferin noch ein paar Positionen gutmachte und als Achte ins Ziel einlief.

Bucher und Eischer stark für Österreich

Auch das ÖSV-Team lief früh einem großen Rückstand durch Startläufer Niklas Walcher hinterher. Als zweite Läuferin machte Heidi Bucher ein bockstarkes Rennen und machte 16 Sekunden auf die Spitze gut, was ihr Team auf Platz acht nach vorne brachte. Auch Elias Eischer machte als dritter Läufer ein hervorragendes Rennen, das er an der Spitze der Verfolgergruppe an siebter Stelle beendete. Katharina Fuchs lief die Staffel dann als Elfte ins Ziel.

Frankreich bezwingt Norwegen im Endspurt

Milhan Laissus (FRA), Leonie Perry (FRA), Mathieu Blanc (FRA) und Margot Tirloy (FRA) gewinnen U23-Gold © Stein B. Olsen

Das Rennen der U23 verlief zunächst sehr ähnlich zu dem der Junioren: Kurz nach dem Start setzte sich eine zwölfköpfige Gruppe ab, die sich immer weiter verkleinerte. Beim ersten Wechsel waren noch sieben Teams zusammen, kurzdarauf setzten sich Eva Ingebrigtsen und Leonie Perry für Norwegen und Frankreich ab, die mit 13 Sekunden Vorsprung auf Finnland zum zweiten Wechsel kamen. U23-Weltmeister Niko Anttola konnte die Lücke zur Spitze nicht wieder ganz zulaufen. Stattdessen löste sich im Anstieg nach 13,9 Kilometern Lars Michael Saab Bjertnæs von Mathieu Blanc. Norwegens Schlussläuferin Oline Vestad behauptete ihre rund sieben Sekunden Vorsprung auf ihrer ersten Runde, aber der zweiten kam Margot Tirloy aber immer näher. Im letzten Anstieg attackierte die Französin und holte sich auf der Zielgeraden den Sieg mit ihren Teamkollegen Milhan Laissus, Leonie Perry und Mathieu Blanc. Casper Kvam Grindhagen, Eva Ingebrigtsen, Lars Michael Saab Bjertnæs und Oline Vestad mussten sich mit Silber begnügen. Die Bronzemedaille ging mit 15 Sekunden Rückstand an die Finnen Niilo Mäkinen, Selene Rossi, Niko Anttola und Elsa Torvinen. Knapp dahinter wurden die Schweden Vierte, die in beiden Rennen leer ausgingen – diesmal vertreten durch Anton Grahn, Evelina Crüsell, Jonatan Lindberg und Elin Henriksson.

Schweizer Fünfte, Deutsche Achte

Die Schweizer Pierrick Cottier, Marina Kälin, Noe Näff und Fabienne Alder verloren schon auf den ersten Kilometern den Kontakt zu den Medaillenplätzen. Vor allem in der zweiten Rennhälfte schlug sich das Team aber wacker und endete auf Platz fünf mit nur 51 Sekunden Rückstand. Wie zuvor bei den Junioren verlor das deutsche Team auch diesmal schon nach 2,5 Kilometern zusammen mit den Schweizern den Anschluss an die Spitze. Simon Jung konnte den Rückstand bis zum Wechsel zwar auf 20 Sekunden begrenzen, aber Anne Buchmann verlor weiter an Boden. Zur Halbzeit lag das deutsche Team mit zwei Minuten Rückstand an zehnter Stelle. Elias Keck brachte das Quartett auf Rang acht nach vorne und diese Position lief Katja Veit auch ins Ziel. Die Österreicher hielten nur durch Startläufer Tobias Ganner noch sehr gut mit, Magdalena Engelhardt, Janne Walcher und Maike Bogner beendeten das Rennen als Elfte, wobei vor allem die Damen viel Zeit verloren.

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Das Rennen zum Nachschauen


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